Quentin Gréban: Habt ihr schon vom Wolf gehört?

23.03.2017 by

wolfWölfe fressen alles, sie sind böse und gefährlich. Das sagen (fast) alle. Hier wird erzählt, wie es dazu kam:
…Vor langer Zeit lebte einst eine Wölfin, die war sehr freundlich. Die Wölfin begegnete einem kleinen Schaf. Die Wölfin lächelte das Schaf liebevoll an und entblösste ihre Zähne. Das kleine Schaf jedoch erschrak und rannte so schnell wie möglich zurück zur Herde. «Ein grosser Wolf hat mich angegriffen und wollte mich beissen», erzählte das Lamm daheim. Schafe übertreiben oft ein bisschen. Diese Begegnung des kleinen Schafs mit dem Wolf erzählte nun ein Tier dem andern. Und wie so oft erfanden alle ein ganz kleines bisschen dazu. So hatte der Wolf bald das kleine Schaf gebissen und verschlungen. Nach ein paar Tagen ist klar, Wölfe können nur etwas richtig gut: Andere fressen! Ja und so kam es, dass sich die Wölfin mit ihren Jungen so schnell wie möglich aus dem Staub machte und seither nie mehr gesehen wurde…
Wenn Bilder und Geschichte von der gleichen Person stammen, zahlt sich dies in aller Regel aus. Bücher kommen so, wie das vorliegende Buch bestätigt, meist in einem Guss daher. Quentin Gréban hat es geschafft, die Charaktere der verschiedenen Tiere mit Pinsel und Farbe meisterhaft herauszuarbeiten. Kinder werden dieses Bilderbuch wohl lieben, nicht nur wegen der Bilder, sondern auch wegen der einfachen und linear erzählten Handlung. Und sie werden die eindringliche Botschaft der Geschichte mit Sicherheit verstehen. Für Kinder ab 4 Jahren.

Quentin Gréban: Habt ihr schon vom Wolf gehört? Orell Füssli 2017. ISBN: 978-3-280-03538-2

Rezension: Maria Riss

Torben Kuhlmann: Armstrong

09.11.2016 by

armsDie kleine Maus setzt sich diesmal in den Kopf, auf den Mond zu fliegen. Schluss soll sein mit dem Aberglauben, der Mond sei aus Käse gemacht. Wer die kleine Maus aus dem bereits erschienen Buch «Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus» kennt, weiss, dass die kleine Maus niemals aufgibt, egal wie verzwickt und schwierig Aufgaben sind. Hartnäckig stellt sie Berechnungen an, klaut sich im Sperrmüll oder auf der Strasse die nötigen Bauteile zusammen, unternimmt lebensgefährliche Probeflüge, näht sich einen Raumanzug und konstruiert eine einzigartige Rakete. Dank ihrer grossen Willenskraft, auch gegenüber jenen, die sie auslachen und ihre Mission verhindern wollen, schafft es die kleine Maus tatsächlich auf dem Mond zu landen und ihre Pfoten auf den steinigen Boden zu setzen: Eigentlich ein kleiner Schritt für eine Maus! Nach ihrem Rückflug bleiben viele kleine Pfotenabdrücke und eine winzige Fahne auf der Mondoberfläche zurück. Erst ein paar Jahre später, am 21. Juli 1969, betritt der erste Mensch den Mond. Aber nur die Allerwenigsten wissen, was er dort fand.
Das neue Bilderbuch von Torben Kuhlmann ist wiederum ein kleines Meisterwerk: spannend, lehrreich, voll von Details und ganz fantastischen grossen Bildern. Selbst Ingenieure werden Spass daran haben, all die Pläne und Konstruktionen zu studieren und zu überprüfen. Die vielen Anspielungen auf die menschlichen Raummissionen, die spannende Handlung und die tapfere Hauptfigur tragen dazu bei, dass Kinder wie Erwachsene, vor allem auch Väter, dieses Buch lieben werden. Eine kurze Geschichte der Raumfahrt ergänzt dieses in jeder Beziehung herrlich gemachte Bilderbuch. Für Kinder ab etwa 5 Jahren genauso wie für Erwachsene.

Torben Kuhlmann: Armstrong. Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond. NordSüd, 2016. ISBN: 978-3-314-10348-3

Rezension: Maria Riss

Feridun Oral: An einem kalten Wintermorgen

16.10.2016 by

oralAn einem kalten Wintermorgen erwacht die kleine Maus, weil sie friert. Brennholz muss her und zwar schnell und möglichst viel. Die kleine Maus sammelt wie wild, alles, was rumliegt, liest sie auf. Bald hat sie einen riesigen Turm von Ästen und Holz gestapelt. So gross und schwer ist dieser Turm, dass die kleine Maus keine Chance hat, ihn nach Hause zu befördern. Da kommt ein Hase angehoppelt und hilft. Das nützt aber alles nichts, der Stapel ist einfach viel zu schwer und hoch. Auch als ein Rabe und ein Fuchs mit anpacken, klappt es nicht. Erst als die Waldtiere den alten Bären wecken, um beim Ziehen und Stossen zu helfen, bewegt sich der Stapel. Aber da passiert es: Alle Zweige und Äste krachen zu Boden und eine ganze Ladung Schnee ebenfalls. Als die Tiere aus dem Holz- und Schneehaufen endlich wieder hervorkrabbeln, wird allen klar: Das Holz muss aufgeteilt werden. Kurz darauf stapft jedes der Waldtiere mit einem überschaubaren Stapel Holz heimwärts. Und so kommt es, dass in diesem so schrecklich kalten Winter keines von ihnen mehr frieren muss.
Dieses Bilderbuch lebt, nebst der sehr einfachen, linear erzählten Geschichte, vor allem von den wunderschönen stimmungsvollen Bildern. Die Doppelseiten zeigen in überwiegend Weiss- und Brauntönen den tief verschneiten Winterwald. Umso besser kommen dadurch die sehr realistisch gemalten Tiere zur Geltung, selbst die Fellstruktur lässt sich beim genauen Hinschauen erkennen. Das wunderschön gestaltete Bilderbuch des türkischen Künstlers, mit dieser so leicht verständlichen Geschichte, eignet sich schon für ganz kleine Kinder ab etwa 4 Jahren.

Feridun Oral: An einem kalten Wintermorgen. Edition Michael Neugebauer, 2016. ISBN: 978-386566-304-7

Rezension: Maria Riss

Helme Heine/Gisela von Radowitz: Kriminalfälle für Freunde

03.10.2016 by

freundeDieser Erzählband von Helme Heine enthält 11 Kurzgeschichten. Darin spielen die drei Freunde Johnny Mauser, Franz von Hahn und das Schwein Waldemar die Hauptrollen, diesmal als Detektive. Auf dem Bauernhof, wo die drei zu Hause sind, ist immer etwas los: Da ist einmal plötzlich ein fremdes Ei im Hühnerstall, im Sommer entzündet sich das Stroh in der Scheune auf unerklärliche Weise, oder es taucht eines Tages ein fremder schwarzer Vogel auf und baut sich sein Nest auf dem Hühnerstall. All diesen seltsamen Ereignissen wollen die drei Freunde auf die Spur kommen. Meist kommen ihnen beim gemeinsamen Radeln oder im Boot auf dem Dorfteich gute Ideen und gemeinsam können sie schliesslich alle Fälle auf ihre ganz spezielle Art und Weise lösen.

Die Geschichten sind humorvoll geschrieben und illustriert. Sie eignen sich zum Vorlesen für die Unter- und Mittelstufe. Die meisten Kinder werden die Figuren und deren Charaktere wohl aus den bekannten Bilderbüchern schon kennen, dies erleichtert den Zugang. Für Kinder ab etwa 6 Jahren.

Helme Heine/Gisela von Radowitz: Kriminalfälle für Freunde. Geschichten aus Mullewapp. Reihe Gulliver Beltz, 2016. ISBN: 978-3-407-74641-2

Rezension: Rahel Romanowski

Buch des Monats September 2016

30.08.2016 by

index.phpUlf Nilsson/Gitte Spee: Kommissar Gordon. Doch noch ein Fall!
Kommissar Gordon ist in Rente und ihm ist ganz schrecklich langweilig. Buffy, die Maus, ist nun Kommissarin und führt den Polizeiposten alleine. Sie ist null Jahre alt und macht ihre winzige Grösse mit viel Mut und Feingespür wett. Nachts aber, allein im grossen Polizeibett, hört sie ein verdächtiges Kratzen und Schlurfen rund ums Haus. Ach, wär doch der alte Gordon noch da, der wüsste, was zu tun ist! Auch am Tag darauf wäre Gordons Rat und Hilfe nötig: Zwei Kinder sind aus der Waldkita verschwunden. Hans, ein verträumter Eichhörnchenjunge und Karin, ein ziemlich wildes Kaninchenmädchen. Buffy beschliesst kurzerhand, den alten Gordon zu besuchen, vielleicht hat er ja doch ein bisschen Lust, ihr beim Lösen dieses kniffligen Falls behilflich zu sein. Selten hat sich jemand über einen Besuch so gefreut! Natürlich hilft Gordon, sicher finden die beiden die kleinen Ausreisser und selbstverständlich macht die ganze Polizeiarbeit zu zweit sehr viel mehr Spass. Und wer da in der Nacht um die Polizeistation geschlichen ist, das behält Gordon wohl besser für sich.

Auch die Geschichte im dritten Band von Kommissar Gordon ist einfach wunderbar, berührend, mit feinem Humor gespickt und spannend zugleich. Der alte Kommissar, der seine Arbeit so sehr liebt und Buffy, die meist mutige Maus, leben vor, was eine tragende Beziehung ausmacht. Gitte Spee hat das spannende Geschehen mit einmaligen Bildern eingefangen. Man sieht dem Kommissar mit seinen schweren Liedern an, dass er alt geworden ist. Gerade dies macht ihn aber so liebenswert und vertrauenerweckend. Maus Buffy ist das genaue Gegenteil der alten Kröte. Sie ist jung, übermütig und doch auch immer wieder dankbar, wenn der alte Gordon an ihrer Seite ermittelt. So sollten Erstlesebücher sein: In einfacher und doch gestalteter Sprache geschrieben, mit vielen Weisheiten zwischen den Zeilen versteckt, mit einer spannenden Geschichte und solch zauberhaften Illustrationen. Ein Lese- und Vorlesevergnügen für Kinder ab etwa 7 Jahren.

Ulf Nilsson/Gitte Spee: Kommissar Gordon.  Aus dem Schwedischen von Ole Könnecke. Doch noch ein Fall! Moritz Verlag, 2016. ISBN: 978-3-89565-328-5

Rezension: Maria Riss

Buch des Monats Juli 2016

02.07.2016 by

muckBibi Dumon Tak: Mücke, Maus und Maulwurf

Schlägt man das Buch auf, ist man sofort am Staunen, am Lernen und am Schmunzeln. In kurzen Geschichten werden da Tiere vorgestellt, denen wir täglich begegnen und die so normal sind, dass man sie meist gar nicht beachtet: Regenwürmer, Weberknechte oder Nacktschnecken. Aber all diese stinknormalen Tiere haben Besonderheiten, von denen niemand weiss. Mücken beispielsweise, die stechen nicht, die beissen und zwar nur die weiblichen Mücken, wenn sie Eier im Bauch haben. Das gemeine Ohrwurm-Weibchen legt seine Eier in eine Höhle, bewacht diese anschliessend und leckt die Eier immer wieder ab, damit sie ja nicht austrocknen. Bibi Dumon Tak beschreibt all diese Besonderheiten in einer so poetischen und humorvollen Sprache, dass man sich beim Lesen ganz herrlich unterhalten und die Lektüre geniessen kann. So besticht dieses Buch in dreierlei Hinsicht: Erstens lernen Leserinnen und Leser eine ganze Menge über die alltägliche Tierwelt, zweitens sind die Geschichten so unterhaltsam und in einer wunderbaren Sprache verfasst, dass das Lesen zu einem wahren Genuss wird und drittens ist das Buch fantastisch illustriert. Fleur van der Weel hat für dieses Buch Bilder geschaffen, die das Buch zu einem kleinen Kunstwerk machen. «Mücke, Maus und Maulwurf» ist nicht nur ein Sachbuch der besonderen Art, sondern auch ein hervorragendes Vorlesebuch für Kinder ab etwa 9 Jahren.

Bibi Dumon Tak: Mücke, Maus und Maulwurf. Mit Illustrationen von Fleur van der Weel. Hanser 2016. ISBN: 978-3-446-25080-2

Rezension: Maria Riss

Kristina Andres: Bauer sucht Hahn

05.04.2016 by

bauerBauer Klein ist am Verzweifeln, seine Hennenschar braucht dringend einen Gockel, der endlich für Ordnung sorgt. Jeden Morgen liegen die Eier irgendwo im Hühnerstall, nur nicht dort, wo sie sein sollten, so unordentlich sind diese Hühner! Bauer Klein kauft also einen Hahn und bringt ihn in den Hühnerstall. Lange geht das allerdings nicht gut, schon am nächsten Morgen steckt der Hahn kopfüber im Misthaufen. Auch dem nächsten Hahn geht es ähnlich und den folgenden nicht anders, diese Hühner gehorchen einfach nicht, leben ihr unbekümmertes Leben weiter und scheren sich einen Dreck um Verbote oder Anweisungen. Hennen lassen sich einfach nicht herumkommandieren und von eingebildeten Gockeln schon gar nicht! Schliesslich geht Bauer Klein das Geld aus, einen neuen Hahn kann er sich nicht mehr leisten, also zieht er selbst in den Hühnerstall. Eigentlich ist das ganz gemütlich hier und so pedantisch aufgeräumt muss es ja nicht immer und überall sein.

Besonders gelungen sind in diesem Bilderbuch die Illustrationen. Da gibt es so viel zu entdecken: all die unterschiedlichen Hühnernester, die Kleider, Vorhänge, die Namensschilder oder die verschiedenen Gockel, die mit so viel Autorität einmarschieren und sich so kläglich wieder davonschleichen müssen. Kristina Andres hat ein unbeschwertes, witziges Bilderbuch gestaltet, das Kinder ab 4 Jahren genauso wie Erwachsene wunderbar unterhalten wird.

Kristina Andres: Bauer sucht Hahn. NordSüd 2016. ISBN: 978-3-314-10330-8

Rezension: Maria Riss

Taran Bjørnstad / Christoffer Grav: Der Krokodildieb

25.02.2016 by

oddDer neunjährige Odd ist ein Angsthase. Er ist einer, der kaum Freunde hat, einer, der schlecht im Sport ist, einer, den Erwachsene übersehen und Gleichaltrige auslachen. Und dann macht die Klasse einen Ausflug in den Zoo. Dort gibt es einen tätowierten, hünenhaften Tierpfleger namens Rolf. Dieser Rolf sieht zwar sehr gefährlich aus, aber er behandelt seine Tiere, Würgeschlangen und Krokodile, überaus gut und er ist auch nett zu den Kindern. Er nimmt ein junges Krokodil in den Arm und ausgerechnet Odd soll es nun streicheln. Odd überwindet seine Angst, fühlt die Krokodilhaut unter seinen Fingern und hat danach ein wunderbares, neues Gefühl im Bauch: Er ist stolz auf sich! Odd wird in diesem Moment klar, dass er dieses Krokodil einfach haben muss. Am nächsten Tag berichten die Zeitungen über ein verschwundenes Krokodil und das Fernsehen zeigt einen völlig verheulten Tierpfleger Rolf, der sich grosse Sorgen um das vermisste Tier macht. Seit Odd das Krokodil in seinem Rucksack aus dem Zoo geschmuggelt hat, fühlt er sich ganz anders: stärker und mutiger. Er traut sich sogar, sich gegen seinen fiesen Sportlehrer zu wehren. Ja, und wie das junge Krokodil wieder in den Zoo zurückkommt, das ist eine andere, verzwickte Geschichte, die man unbedingt selber nachlesen sollte.

Was an diesem Buch besonders besticht, ist das grossartige Zusammenspiel vom Text und den wirklich ungewohnten Illustrationen. Ein bisschen schräg und andersartig sind die Bilder vielleicht, aber umso ausdrucksvoller und so, dass man den liebenswerten Odd noch besser verstehen kann. Besonders gelungen ist natürlich auch die Beschreibung des kleinen, am Schluss so mutigen Protagonisten, einem Jungen, der ganz alleine herausfindet, was ihn stärker und tapferer macht. Der sehr spannende Plot wird mit viel Wissen rund um Krokodile ergänzt. Das Buch ist allen Kindern gewidmet, die ein Krokodil brauchen können. Dieser Widmung schliesst sich diese Leseempfehlung an. Ein Lese- und Vorlesevergnügen für Kinder ab etwa 8 Jahren.

Taran Bjørnstad / Christoffer Grav: Der Krokodildieb. Aus dem Norwegischen von Maike Dörries. Beltz 2016.
ISBN: 978-3-407-82109-6

Rezension: Maria Riss

 

Catharina Valckx: Billy und der Bösewicht

23.02.2016 by

billyAlle wissen es: Der neue Nachbar des kleinen Hamsters Billy ist ein Bösewicht. Er heisst Brezel und ist ein Dachs. Und tatsächlich, schon am ersten Tag überfällt er die Kaninchenfamilie und klaut einen ganzen Sack Möhren. Billy und sein bester Freund Hanspeter, der Regenwurm, schleichen sich in der Nacht zum Haus des Räubers und holen nicht nur den Sack Möhren zurück, sie befreien auch einen Vogel aus seinem Käfig. Billy und Hanspeter sind ein eingespieltes Team. Sie sind zwar nicht besonders stark, dafür aber umso listiger. Der befreite Vogel hat ihnen nämlich verraten, dass sich der gefährliche Räuber Brezel vor rein gar nichts fürchtet, ausser vor Gespenstern. Diese Furcht machen sich Billy und Hanspeter zunutze: Der freche Dachs wird am folgenden Tag von einem schrecklichen Gespenst ein für alle Mal aus der Prärie verjagt. Billys Papa ist so stolz auf seinen Sohn, dass er ihm einmal mehr seine Lieblingsspeise kocht: geröstete Haselnüsse. Und natürlich sind alle Freunde zu diesem Festschmaus eingeladen.

Hamster Billy hat inzwischen eine richtige kleine «Fan-Gemeinde». Auch im neusten Band beweist Catharina Valckx ihr Können: Sie schreibt nicht nur richtig spannende, sondern auch witzig schräge Geschichten und sie zeichnet Bilder dazu, die das Geschehen ganz wunderbar erweitern und zusätzlichen Gesprächsstoff bieten. Dieses Bilderbuch wird wie seine Vorgänger Kinder begeistern. Vielleicht liegt der Erfolg dieser Reihe auch darin, dass Erwachsene diese Geschichten ebenso mögen und beim Erzählen bei allen einfach gute Laune aufkommt.

Catharina Valckx: Billy und der Bösewicht. Aus dem Französischen von Julia Süßbrich. Moritz Verlag 2016. ISBN: 978-3-89565-312-4

Rezension: Maria Riss

 

Fred Paronuzzi / Andrée Prigent: Otto findet was

18.02.2016 by

ottoOtto, ein Käfer, findet eines Tages ein kugelrundes weisses Ei. Extrem hart ist dieses Ei und ganz viele Dellen sind erstaunlich regelmässig auf der Schale verteilt. Wem dieses Ei wohl gehören könnte? Brav rollt Otto das Ei von Tier zu Tier. Niemand will das Ei haben, alle haben selber Eier und die sehen auch etwas anders aus. Von Vogel zu Vogel wandert Otto, vom Frosch bis zur Schlange, der er sich allerdings sehr vorsichtig nähert. Seine Suche nach den passenden Eltern bleibt ohne Erfolg. Doch da, am Rande einer grossen Wiese, entdeckt Otto plötzlich Hunderte solcher Eier und dauernd fliegen welche dieser harten Dinger durch die Luft. Ganz schön gefährlich ist das hier. Ob Otto die richtigen Eltern für sein Ei auf dieser Wiese finden wird?

«Otto findet was» ist ein witziges Buch, dessen Geschichte wohl auch Erwachsene schmunzeln lässt. Kinder werden sich über die Einfalt des Käfers freuen und ihren Spass an den vielen Wiederholungen haben. Der Käfer Otto ist zwar blöd, aber so fürsorglich, dass man ihn richtig lieb gewinnt. Die Bilder bestechen durch die kräftige Strichführung und die sparsamen, dafür umso prägnanter gesetzten Farbakzente. Ein Bilderbuch mit einer wunderbaren Pointe, speziell und stimmungsvoll illustriert. Für Kinder ab etwa 4 Jahren.

Fred Paronuzzi / Andrée Prigent: Otto findet was. NordSüd Verlag 2016. ISBN: 978-3-314-10333-9

Rezension: Maria Riss