A.Th. Sonnleitner: Die Höhlenkinder

24.09.2012 by

Roman in drei Teilen. Eva und Peter suchen in einem verlassenen Hochgebirgstal in den Dolomiten Unterschlupf vor einem Gewitter. Dabei werden sie durch einen Erdrutsch von der Aussenwelt abgeschnitten und sind plötzlich völlig auf sich selbst gestellt. Sie finden schliesslich eine Höhle, die vor Regen schützt und beginnen mit der schwierigen Suche nach Nahrung. Aber um Tiere zu jagen, um Essen zu bereiten – braucht man Werkzeuge. Und um Fleisch zu braten, um es in den kalten Winternächten warm zu haben – brauchen die beiden Feuer. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch: Eva und Peter basteln und suchen, probieren stolz ihre eigenen Erfindungen aus, scheitern, beginnen wieder von vorne und leben doch mit jeder Woche ein bisschen komfortabler. Dass dieses Leben nicht immer harmonisch verläuft, versteht sich von selbst. Eva und Peter sind eigentlich gute Freunde, aber in dieser Extremsituation, ganz auf sich gestellt, kommt es auch immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden. So ist der Plot dieses Abenteuerbuches nicht nur sehr spannend, sondern auch berührend und, weil es solch menschliche Konflikte immer geben wird, auch für heutige Jugendliche aktuell.

Eva und Peter vollziehen in diesem Roman aus eigener Kraft die Entwicklung der Menschheit nach, so wird Sachwissen gekonnt mit einer überaus packenden Geschichte verwoben. Das Buch «Die Höhlenkinder» ist ein Klassiker, dessen Lektüre sich nach wie vor lohnt. Vielleicht auch deshalb, weil die etwas altbackene Sprache so gut zum Geschehen passt. Für Kinder ab etwa 12 Jahren.

Rezension: Maria Riss

A.Th. Sonnleitner: Die Höhlenkinder. Kosmos, Neuausgabe 2008.

Erich Ballinger: Der Gletschermann – ein Steinzeitkrimi

24.09.2012 by

Roman. Mit diesem Roman unternehmen Lesende eine Zeitreise 5‘000 Jahre zurück ins Ötztal ins österreichisch-italienische Grenzgebiet. Bal-Bes, der Fremde, der Einzelgänger, ist auf der Flucht und gelangt ins Gebiet der Menschen vom Stamm der Tau-Tau. Dort begegnet er drei Jägern, die sich trotz ihrer Vorsicht allem Fremden gegenüber mit ihm anfreunden und ihn zu ihrem Dorf mitnehmen. Nach einer von Misstrauen geprägten Prüfung durch den Clanführer findet Bal-Bes schliesslich gastliche Aufnahme bei den Tau-Tau. Bei «Stein-aus-dem-Ohr» gewinnt er bald auch die Zuneigung einer verwitweten Frau, und er beginnt sich über eine für ihn scheinbar positive Zukunft zu freuen. Doch das Glück währt nicht lange: Muir, die blinde Schamanin der Tau-Tau, die einsam ausserhalb des Dorfes lebt, wird erschlagen aufgefunden. Bal-Bes wird schnell bewusst, dass man ihn, den Fremden, für den Mörder halten wird, dass er keine Chance haben wird, die Tau-Tau von seiner Unschuld zu überzeugen. Er flieht deshalb aus dem Dorf hinauf in die Berge und will über Os, das ewige Eis, in den Süden fliehen. Verfolgt und gehetzt wird er von zwei ehemaligen neuen Freunden, die ihn fangen und seiner gerechten Strafe zuführen sollen. Hoch oben auf dem Gletscher, während Oork, der Schneesturm tobt, kommt es zu einer dramatischen und unerwarteten Entwicklung.

Wenn man Erich Ballingers «Der Gletschermann» zu lesen beginnt, fühlt man sich schnell an das rekonstruierte Schicksal von «Öetzi», der Gletschermumie erinnert, deren Fund wiederholt grosse Schlagzeilen machte. Dies ist kein Zufall, denn der Autor hält sich, was die äusseren Umstände betrifft, eng an die wissenschaftlichen Erkenntnisse über «Ötzis» Leben und Sterben und die Kulturen seiner Zeit. Um diese Fakten hat er aber eine packende und dramatische Geschichte mit einem höchst überraschenden Ausgang gewoben, die nebst grosser Spannung auch zahlreiche interessante Einblicke ins Alltagsleben unserer Vorfahren ermöglicht. Die Sprache ist einfach gehalten, besteht vorwiegend aus Hauptsätzen, die es auch Jüngeren oder weniger sprachbegabten Älteren relativ einfach machen, in die Geschichte einzutauchen. Ein ausführlicher Anhang mit zahlreichen Erläuterungen zu dem, was man heute über «Ötzis» Zeit weiss, ergänzt diesen sehr lesenswerten historischen Roman.

Dieses spannende und von zeitlosen Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Habgier und Neid im Leben geprägte Buch sollte in keinem Klassenzimmer ab der 5. Klasse fehlen. Geeignet sowohl zum individuellen Lesen, wie auch begleitend für den Themenunterricht oder auch einfach als patentes Vorlesebuch.

Rezension: Peter Steffen

Erich Ballinger: Der Gletschermann – ein Steinzeitkrimi. Arena Verlag, 2009.

Michelle Paver: Wolfsbruder – Chronik der dunklen Wälder

24.09.2012 by

Roman. Leserinnen und Leser sind 6000 Jahre zurückversetzt und befinden sich mitten in der Steinzeit. Genau da spielt die Geschichte von Torak – einem zwölfjährigen Jungen –  der gerade seinen Vater verloren hat. Er musste diesem das Versprechen geben, den Berg des Weltgeistes zu suchen. Torak hat Angst ganz alleine, vor allem, weil ein unheimlicher, von Dämonen besessener Bär in der Nähe sein Unwesen treibt. Doch Torak ist nicht lange allein. Sein neuer Begleiter: ein Wolfswelpe. Was Torak zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht weiss: Die Zukunft des Waldes und seiner Bewohner hängt von ihm ab. Und so beginnt eine spannende, mysteriöse Reise.

Ein fesselndes Abenteuerbuch, das man fast nicht mehr aus den Händen legen kann, wenn man mit Lesen begonnen hat. Für alle, die nach knapp 300 Seiten traurig sind, dass die Geschichte endet, gibt es aber eine tolle Nachricht. Dies ist nämlich nur der erste Band einer ganzen Reihe. Im cbj Taschenbuch Verlag sind bis jetzt 5 Bände aus der Reihe «Chronik der dunklen Wälder» erschienen, weitere sind in Vorbereitung.

Das Buch eignet sich für Kinder ab der Mittelstufe. Wer im Fach Realien die Steinzeit behandelt, sollte nicht verpassen, diese Geschichte dazu vorzulesen. Ausserdem sollte es in keiner Schulbibliothek fehlen.

Rezension: Jolanda Zimmerli

Michelle Paver: Wolfsbruder – Chronik der dunklen Wälder. cbj Taschenbuch, 2009.

Überleben in der Steinzeit – als der Mensch noch der Gejagte war

24.09.2012 by

DVD. Wie hat es der Mensch im Verlaufe seiner Entwicklungsgeschichte geschafft, vom ursprünglich hilflosen Aasesser Homo Ergaster vor rund 1.7 Mio. Jahren zum erfolgreichen Jäger vor rund 11‘000 Jahren zu werden? Dieser spannenden Frage geht der zweiteilige Film nach und zeigt mit faszinierend realistischen Animationen den unglaublich entbehrungsreichen und harten Überlebenskampf von Homo Ergaster, Homo Erectus, Neanderthaler und dem Homo Sapiens gegen Ende der letzten Eiszeit.

In anschaulichen und höchst wirklichkeitsnahen Sequenzen begleitet man unsere Ahnen auf der Suche nach Beutetieren und nimmt Anteil an der gefährlichen Jagd auf Riesenhirsche, Auerochsen, Bären oder Mammuts. Man wird Zeuge von tragischen Einzelschicksalen und erlebt erfolgreiche Quantensprünge in der menschliche Jagd- und Werkzeugtechnik. Der Film stützt sich dabei auf neuste Erkenntnisse und gewinnt zusätzliche Aktualität durch die neu erhärtete Tatsache, dass die gesamte Menschheit vor rund 78‘000 Jahren eher zufällig dem endgültigen Ausstreben, ausgelöst durch eine Naturkatastrophe, entgangen ist. So gesehen könnte diese DVD auch ein gänzlich neues Licht auf das Selbstverständnis unserer Zivilisation werfen, sofern wir denn dazu bereit wären…

Grundsätzlich gefällt der Film durch eine realistische und spannende Inszenierung weiter Teile der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Unterhaltungswert und Wissensgewinn halten sich meiner Meinung nach ungefähr die Waage – etwas, das Lernende zu schätzen wissen. Unsere Vorfahren bekommen durch den Film ein Gesicht und eine Stimme, was dem Lerngewinn im Unterricht durchaus förderlich ist. Der Kommentar begleitet das Geschehen den gesamten Ablauf hindurch sachlich, ohne jegliche dramatisierende Gefühlsduselei. Allerdings bleiben für interessierte Einsteiger möglicherweise viele spannende und berechtigte Fragen offen, weil Spielfilmsequenzen nie alle Bereiche vollständig abzudecken vermögen. Alles in allem aber ein sehr empfehlenswerter Beitrag zum Erfahren unserer Vorgeschichte, der sich wohltuend von überzeichneten, rührseligen Vorgängern – beispielsweise vom Film «Am Anfang war das Feuer» – abhebt.

Der Film wendet sich an alle, die mittels bewegten Bildern mehr über unsere Entwicklungsgeschichte erfahren möchten. Im Unterricht sollte er allerdings nur ergänzend und nicht isoliert zu diesem Thema eingesetzt werden.

Als Einstieg oder als Abschluss zum Thema Menschwerdung ist er jedoch ein wertvolles Lehrmittel, das bei Jugendlichen ab ungefähr 12 Jahren sehr gut ankommen wird. Für Jüngere sind die zu Beginn recht blutigen Szenen weniger geeignet.

Rezension: Peter Steffen

Überleben in der Steinzeit – als der Mensch noch der Gejagte war. Polyband Medien GmbH, 2006.

Die Steinzeit – Höhlen, Mammuts, Neanderthaler

24.09.2012 by

Sach-CD-Rom. Diese CD-Rom thematisiert die Entwicklungsgeschichte des heutigen Menschen sowie die Entstehung der verschiedenen Kulturen. Aus-gehend von den frühesten Hominidenfunden bis zum sesshaft werdenden CroMagnon-Menschen der Kupferzeit erfährt der zeit- reisende Betrachter auf verschiedensten Ebenen in Wort, Bild und Ton das Wichtigste über die bekanntesten Urmenschenarten: ihr Aussehen, ihre Lebensweise, ihre Erfindungen und ihre Kulturgüter. Ein umfangreiches Lexikon, verschiedene Lernspiele, zahlreiche ergänzende Texte und Fotografien über Funde – diese können sogar mit einer Lupe betrachtet und gedreht werden! – ergänzen diese umfassende und vielschichtige CD-Rom.

Selten bin ich auf eine in jeglicher Hinsicht derart gelungene CD-Rom gestossen wie diese: Ausgehend von einem einfachen, klar aufgebauten Layout, über eine einfache Navigation, über Links bis zu hervorragenden Bildern und verständlichen Texten bietet dieses Werk alles, was für einen individualisierenden Unterricht nötig ist. Schwächere wie auch begabte Lernende finden in unterschiedlichem Umfang und Tiefgang Spannendes und Wissenswertes zum Lernen und Erarbeiten. Acht verschiedene Lern- und Testspiele ermöglichen mit ihren unterschiedlich hohen Ansprüchen allen Spielenden Erfolgserlebnisse und gute Unterhaltung. Speziell witzig präsentiert sich beispielsweise das «Höhlenmaler-Spiel», bei dem sich die CD-Benutzenden selber als steinzeitliche Kunstschaffende betätigen dürfen. Selbstverständlich lassen sich ihre Kunstwerke wie auch alle übrigen Sachtexte, Erklärungen und Bilder einfach ausdrucken. Eine rundum gelungene Top-CD zu einem faszinierenden Thema, deren einzige Schwachstelle allenfalls in der nicht immer ganz einfachen Sprache liegt und die deshalb gewisse Ansprüche an die Sprachkompetenz stellt. Aber auch dem kann mit dem wiederholten Abspielen der betreffenden Sequenzen und dem integrierten, einfach zu bedienenden Lexikon begegnet werden.

Sehr empfohlen für interessierte Lehrkräfte und deren Schülerinnen und Schüler ab ungefähr 10 Jahren. Die CD-Rom eignet sich hervorragend für selbstgesteuertes, individualisierendes Lernen.

Rezension: Peter Steffen

Die Steinzeit – Höhlen, Mammuts, Neanderthaler. United Soft Media Verlag GmbH, 2007.

Bärbel Oftring / Jonas Lauströer: Wie fing alles an? Die Entwicklungsgeschichte des Menschen

24.09.2012 by

Sachbilderbuch. Die Autorin Bärbel Oftring und der Illustrator Jonas Lauströer haben hier ein wunderschönes Sachbuch geschaffen, das sich sehr gut für Jungen und Mädchen ab 12 Jahren eignet. Das Sachbuch ist nicht in eine Reihe eingebunden, sondern als Einzelband erschienen. In linearen, teilweise nicht ganz einfachen Texten werden hier Stationen der Geschichte der Menschheit dargestellt: Afrika als die Wiege der Menschheit, die Entwicklung des aufrechten Gangs, Sprache und Werkzeuggebrauch, Anfang und Ende der Steinzeit und weitere Themen werden hier erläutert. Ein Abschnitt beansprucht jeweils eine Doppelseite, wobei die Textlänge nicht über eine Seite hinaus reicht. Kürzere Texte in Informationskästen ergänzen den Lauftext, der übersichtlich gesetzt ist und Sinnschritte auch in der Anordnung (Absätze) zeigt. Illustrationen ergänzen die Texte gut: grossflächige Zeichnungen in gedeckten Farben, welche einzelne Szenen jeweils auf einer Doppelseite darstellen. Das Buch verfügt über kein Stichwortverzeichnis/Glossar. Das Inhaltsverzeichnis führt alle wichtigen Themen auf. Insgesamt ist es ein sehr empfehlenswertes Buch für die Mittelstufe, das als Einzelbuch neben den Massen an Sachbüchern aus Reihen hoffentlich seine Leserinnen und Leser findet.

Rezension: Nora Kernen

Bärbel Oftring / Jonas Lauströer: Wie fing alles an? Die Entwicklungsgeschichte des Menschen. Sauerländer Verlag, 2009.

Pierre Perlot: Das Leben in der Steinzeit

24.09.2012 by

Sachbuch und Fiktion. Die Cro-Magnon-Menschen sind vor ungefähr 50’000 Jahren in Europa eingewandert und unsere direkten Vorfahren. Ihr Leben und Sterben wird Lesenden anhand einer Geschichte der Sippe Arahu näher gebracht. Die Erzählung beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Leserinnen und Leser begleiten die Sippe durch ihren Alltag, wohnen aber auch ausserordentlichen Ereignissen wie Tod, Geburt und dem Ritus des Erwachsenwerdens bei. Begleitend liefert das Buch auch Sachinformationen zu verschiedenen anderen Themenbereichen des Lebens während der Steinzeit.

Die Abbildungen sind sehr vielseitig und stammen aus verschiedenen Epochen der urgeschichtlichen Forschung. So ist dieses Buch ein Geschichtsband über die Altsteinzeit, zugleich ein Werk über die Altsteinzeitforschung und über die Vorstellungen der heutigen Menschen vom Leben damals.

Ein reizvolles und sehr interessantes Buch, mit dessen Hilfe man in eine längst vergangene Epoche versinken und träumen kann; es eignet sich für Kinder ab etwa der 4. Klasse.

Hans Muggli

Pierre Perlot: Das Leben in der Steinzeit. Knesebeck, 2007. Aus der Reihe: Weltgeschichte für junge Leser.

Fischer-Hunold Alexandra: Mammutgeschichten

24.09.2012 by

Geschichtensammlung. Das Buch enthält sieben unterhaltsame Kurzgeschichten, in denen jeweils ein Mammut die Hauptrolle spielt. Die Illustrationen dazu sind witzig und machen Lust zum Weiterlesen. Die einen Geschichten spielen in der Eiszeit, andere wiederum in der Gegenwart. Eine Geschichte erzählt beispielsweise von Elena. Elena ist gerade auf dem Nachhauseweg von der Schule, als ein LKW an ihr vorbeischiesst und zu schnell um die Kurve rast. Dabei schwingen die Ladetüren auf und ein grosser gläserner Klotz purzelt von der Ladefläche. Beim genaueren Hinsehen bemerkt Elena, dass der Klotz aus Eis ist und in der Hitze schmilzt. Schliesslich steht ein echtes, lebendes Mammut vor ihr, das sogar sprechen kann. Es verlangt nach Eis und Elena führt es zu Carlos Eistheke. Dort bringt das Mammut die Theke zum Einstürzen. Auf der Suche nach mehr Eis gelangen die beiden in die Eissporthalle und schliesslich in den Zoo, wo der Direktor beim Anblick des einzigen noch lebenden Mammuts ganz aus dem Häuschen gerät und sofort eine riesige Eislandschaft bauen lässt.

Am Schluss jeder Geschichte steht ein kleines Suchrätsel, das, wenn es die Schülerinnen und Schüler richtig lösen, ein Lösungswort ergibt. Dieses Wort kann auf der letzten Seite in ein Kreuzworträtsel eintragen werden. Das Buch eignet sich zum Vorlesen und zum Selberlesen für Kinder ab etwa 8 Jahren.

Rezension: Rahel Romanowski

Fischer-Hunold Alexandra: Mammutgeschichten. Loewe, 2008. Aus der Reihe: Leselöwen.

Jakobs Günther: Die Steinzeitmenschen

24.09.2012 by

Eine Mischung aus Erzählung und Sachbuch. Zu Beginn erzählt das Buch eine kurze Geschichte aus der Steinzeit: Ala, ein kleines Steinzeitmädchen, hütet die Höhle, während ihre ganze Familie auf Jagd ist. Ala kümmert sich darum, dass das Feuer nicht ausgeht. Als sie langsam hungrig wird, nimmt sie sich ein Stück getrocknetes Pferdefleisch und klettert vor der Höhle auf einen Stein. Doch von den Eltern ist nichts zu sehen und zu hören, dafür vernimmt Ala etwas anderes: ein leises Wimmern. Sie geht dem Geräusch nach und findet einen jungen Schakal. Das Tierbaby scheint keine Mutter mehr zu haben. Ala zögert nicht, sie packt den Schakal beim Nacken und trägt ihn in die Höhle. Was wohl die Eltern dazu sagen werden? Sie hofft jedenfalls, dass sie den kleinen Findling behalten darf.

Nach dieser Erzählung werden die Leserinnen und Leser in das Leben der Steinzeitmenschen eingeführt: Mit Hilfe detaillierter Illustrationen werden die Lebensweise, Werkzeuge und Alltagsgegenstände der Steinzeitmenschen beschrieben. Auch die Geschichte von Ala fliesst  in die Ausführungen mit ein.

Dieses Buch eignet sich sehr gut für Kinder der 2. und 3. Klasse, die sich für das Leben der Menschen in der Steinzeit interessieren. Sie gewinnen einen guten Überblick über diese Epoche und möchten sich wahrscheinlich im Anschluss an diese Lektüre noch weiter in die Thematik vertiefen. Ein Erstlesebuch, das sich von der Aufmachung und vom Thema her auch für ältere Kinder eignet, die noch Mühe beim Erschliessen längerer Texte haben: Kurze Sätze, eine grosse Schrift und viele Illustrationen helfen beim Verstehen.

Rahel Romanowski

Jakobs Günther: Die Steinzeitmenschen. Arena, 2004. Aus der Reihe: Das will ich wissen.

 

Christa Holtei / Günther Jakobs: Bei den Steinzeitmenschen

24.09.2012 by

Sachbuch. Das mit schönen Bildern sorgfältig gestaltete Sachbuch führt uns in die Lebenswelt der Steinzeitmenschen. Es erzählt vom Leben in der Eiszeit, dem Nomadenleben und der Jagd nach Mammuts. Welche Spuren der Steinzeitmenschen finden wir heute und was können wir daraus schliessen? Auf einer Doppelseite wird jeweils ein Thema wie Handwerk, Kleidung oder Kunst der Steinzeitmenschen vorgestellt und mit kurzen, verständlichen Texten kindgerecht erklärt. Dazu gibt es jeweils ein Ausklappbild, das eine spannende Frage beantwortet.

Für Erstleser ist die Schrift leider etwas zu klein. Das Buch eignet sich aber sehr gut zum Anschauen und Vorlesen und es macht sicher auch Erwachsenen Spass, ihr Wissen über die Steinzeitmenschen aufzufrischen. Das Buch kann für Kinder von 5 bis etwa 8 Jahren sehr empfohlen werden.

Rezension: Almut Hansen

Christa Holtei / Günther Jakobs: Bei den Steinzeitmenschen. Sauerländer, 2007. Aus der Reihe: Kinder wissen mehr!