Buch des Monats August 2017

01.08.2017 by

knroffAndrea Schomburg: Otto & der kleine Herr Knorff
Der kleine Herr Knorff liebt Ordnung, Reinlichkeit und gute Manieren über alles. Dies ist auch der Grund, weshalb er das Land der immer schmutzigen und unhöflichen Knorffe verlässt und durch die Dunkelschlucht ins Reich der Menschen übersiedelt. Ausgerechnet im Schulsack von Otto kommt Herr Knorff wieder zu sich. Hier stinkt es und ordentlich ist es auch nicht. Als Herr Knorff aus dem Schulsack in Ottos Zimmer krabbelt, sieht es dort nicht besser aus. Herr Knorff macht sich deshalb gleich an die Arbeit und räumt das Kinderzimmer auf. Otto ist von diesem kleinen Kerl mit den grossen Ohren gar nicht begeistert, er findet seine Sachen nicht mehr und seine wunderschöne Zeichnung, die findet er im Papierkorb. Dieser Knorff soll doch dahin verschwinden, wo der Pfeffer wächst! Herr Knorff ist masslos enttäuscht, nicht nur wegen der Undankbarkeit von Otto, nein, alle Menschen hier sind absolut unordentlich und haben schreckliche Manieren, da hätte er gleich daheim bleiben können. Ottos Familie wohnt in einem Haus, das Tante Agathe gehört und diese Tante hat sich für einen Besuch angemeldet. Sie will überprüfen, ob in ihrem Haus Ordnung herrscht und ob es sauber ist. Tante Agathe mag niemand in der Familie, weil sie nach Puder stinkt, weil sie dauernd meckert und so überaus pedantisch ist. Nein, Ottos Familie hätte es ohne die Hilfe des kleinen Knorff niemals geschafft, dass Tante Agathe absolut zufrieden und begeistert von der Reinlichkeit in ihrem Haus wieder abzieht. Allen ist klar: Einen Herrn Knorff im Haus zu haben, das ist ganz wunderbar, auch wenn er mit seiner Wohlerzogenheit und seinem Sauberkeitsfimmel manchmal nervt.
Das Thema ist nicht neu, ein Wesen aus einer andern Welt kommt zu einem Menschenkind und bringt dort vieles durcheinander. Das Buch fällt aber aus dem Rahmen, weil dieser kleine Kerl so überaus wohlerzogen ist, weil er mit seinem ständigen Aufräumen alle oft zur Verzweiflung bringt. Kinder werden diese Geschichte mit Sicherheit lieben, zu ungewohnt und witzig sind plötzlich die Ereignisse im Alltag von Otto und seiner Familie. Da ist es gut, dass bereits im Herbst der zweite Band vom kleinen Herrn Knorff erscheinen wird. Ein Lese-und Vorlesespass für Kinder ab etwa 8 Jahren.

Andrea Schomburg: Otto & der kleine Herr Knorff. cbj 2017. ISBN: 978-3-570-17375-6

Rezension: Maria Riss

 

Anu Stohner / Henrike Wilson: Die kleine Schusselhexe und der der Drache

09.11.2016 by

dracheDie kleine Schusselhexe ist erst 99 Jahre alt. So junge Hexen dürfen ab und zu etwas fahrig sein. Ihr blauer Hase (eigentlich sollte es ein schwarzer Rabe sein) hat sie sich selbst herbeigezaubert, auch damals war sie etwas gar unkonzentriert. An diesem Morgen steht plötzlich die alte Oberhexe vor der Tür. Sie braucht Hilfe. Ein Drache hat Feuer gespuckt und damit alle Besen der alten Hexen jenseits des Waldes verbrannt. Man stelle sich vor: Die Oberhexe musste zu Fuss herkommen! So besteigen die beiden Hexen kurz darauf den krummen Besen der Schusselhexe und fliegen los. Jetzt ist es an der jungen Schusselhexe, den Drachen mithilfe eines Zauberspruchs zu verjagen. Wenn sie sich dabei nur nicht wieder verhaspelt!
Die grossformatigen Bilder mit den ungewohnten Perspektiven, den plakativen Formen und einer immensen Farbenpracht werden Kinder sofort in ihren Bann ziehen. Und mit der kleinen, ständig etwas schusseligen Hexe können sich wohl die meisten Kinder und vielleicht auch einige Erwachsene sehr gut identifizieren. Hinzu kommt, dass der Plot sehr spannend ist und linear erzählt wird. Ein ideales Erzählbuch also, das schon Kinder ab dem Kindergartenalter mit Sicherheit begeistern wird. Dies ist bereits das dritte Buch mit Abenteuern der kleinen Schusselhexe.

Anu Stohner / Henrike Wilson: Die kleine Schusselhexe und der der Drache. Hanser, 2016. ISBN: 978-3-446-25310-0

Rezension: Maria Riss

Valija Zinck: Jakob und die Hempels unterm Sofa

27.09.2016 by

hempelJakob geht gern zu Tante Ellie auf Besuch. Hier im alten Haus bleibt immer alles gleich, nicht so wie bei ihm daheim. Seine Familie ist erst kürzlich umgezogen und Jakob hat dadurch seinen besten Freund verloren. Jakob setzt sich also bei der alten Tante aufs Sofa und knabbert ein Käsebrot. Als Tante Ellie in die Küche verschwindet, entdeckt er es: Da krabbelt doch tatsächlich ein klitzekleines Männchen auf dem Sofa herum. Eines der Männchen stellt sich auch gleich vor, Hempel ist sein Name, Hempel junior. Jakob schliesst das kleine wohlerzogene Männchen sofort ins Herz. Hempels, die wohnen meist in alten Polstermöbeln. Hempels werden sichtbar, wenn sie sich bewegen. Ansonsten nehmen sie die Gestalt ihrer Umgebung an. Hempels ernähren sich von Brotkrumen. Am liebsten mögen sie allerdings Gurken. Von nun an besucht Jakob seine alte Tante fast täglich. Und nicht nur seine Freundschaft mit dem kleinen Hempel wird immer inniger, Jakob mag auch Tante Ellie mit jedem Besuch besser. Aber dann passiert die Katastrophe: Tante Ellie zieht um und verkauft das alte Sofa. In allerletzter Minute rettet Jakob seinen winzigen Freund. Aber ohne Sofa überleben Hempels nicht. Jakob setzt alle Hebel in Bewegung und muss ganz schön mutig sein, um seinen so wichtigen neuen Freund zu retten.
Das Buch von Jakob und den Hempels liest sich in einem Zug. Obwohl solche Wichtel-Motive in der Kinderliteratur gang und gäbe sind, hat Valija Zinck ein sehr lesenswertes Buch geschrieben. Dies vor allem, weil die Freundschaft zwischen Jakob und dem Hempel nicht einseitig verläuft. Jakob rettet dem kleinen Hempel zwar das Leben, der Hempel wiederum erreicht aber durch seine Hartnäckigkeit, dass Jakob in der neuen Umgebung endlich Freunde findet, dass er aus sich herauskommt und sich etwas traut. Die Geschichte ist linear erzählt und der Spannungsbogen beginnt schon auf den ersten Seiten. Das Buch von Jakob und seinem Hempel eignet sich ganz hervorragend zum Vorlesen. Für Kinder ab etwa 9 Jahren, zum Vorlesen auch für Jüngere.

Valija Zinck: Jakob und die Hempels unterm Sofa. Fischer, 2016. ISBN: 978-3-7373-4035-9

Rezension: Maria Riss

Ralf Leuther: Der kleine Zauberer Wackelzahn und der Gewitterdrache

01.09.2015 by

wackelErst wenn dem kleinen Zauberer Wackelzahn der erste Zahn ausgefallen ist, wird er richtig zaubern können. Dies kann jedoch noch eine ganze Weile dauern und bis dahin passieren ihm beim Zaubern unzählige Missgeschicke.Die erste Geschichte erzählt, wie er sich mit seinen Gefährten Prinzessin Pustilla, Ritter Rübe und Drache Flatterich auf die Suche nach der Krone von König Schläfchen macht. Dieser hat die Krone auf einem Flug über den grossen Wald verloren, da er auf seinem Flugdrachen eingenickt ist. Ohne Königskrone kann jedoch das erste Tanzfest von Prinzessin Pustilla nicht stattfinden. Da auf Wackelzahns Zauberei kein Verlass ist, sind die Gefährten unterwegs auf gute Hilfe angewiesen – die sie zum Glück auch bekommen!
Die fünf unbeschwerten Geschichten dieses farbig illustrierten Buches eignen sich hervorragend zum Vorlesen für Kindergarten- und Unterstufenkinder. Selberlesen können Kinder das Buch ab etwa 8 Jahren.

Ralf Leuther: Der kleine Zauberer Wackelzahn und der Gewitterdrache. Thienemann 2015. ISBN: 978-3-522-18372-7

Rezension: Anita Fehr

Lissa Evans: Stuart Horten. Acht Münzen und eine magische Werkstatt

27.08.2015 by

Cholyremefarben und Schwarz ist die äussere Gestaltung des Buchumschlags. Konservativ und zurückhaltend. Erst beim genaueren Hinschauen zeigen sich kleine Details, die bereits auf eine magisch verzauberte Welt verweisen. Auf das Glitzern, die Spannung, den Zauber und die bunte Welt, die beim Eintauchen in diese Geschichte auf die jungen Leserinnen und Leser wartet. Auch die Qualität vom Papier ist eine haptische Wohltat, denn es fühlt sich sehr zart und hochwertig an.

Das passt zur Hauptfigur Stuart Horten. Er ist für sein Alter von erst 10 Jahren klein, genau genommen «klitze-klein», was er spielend leicht durch andere Gaben wettmachen kann, wie sich im Verlauf dieser Geschichte zeigt. Stuarts Familie zieht um. Seine Eltern haben diese «unvernünftige» Entscheidung trotz seiner Einwände nun mal getroffen. Langweilig ist es am neuen Ort und weil Ferien sind, findet Stuart zumindest vorläufig auch keine neuen Freunde. An diesen Tatsachen ändern auch die Tipps seines Vaters nichts. Zwar hat er hier einmal gelebt als kleiner Junge, aber das ist lange her. Erst als Stuart auf dem Schreibtisch seines Vaters eine geheimnisvolle Schatulle entdeckt, ist es mit der Langeweile vorbei. Er findet darin nicht nur acht goldfarbig schimmernde Münzen, sondern auch äusserst mysteriöse Hinweise auf einen Grossonkel. Die acht alten Münzen aus der Spardose gehören in acht alte Münzautomaten, die Stuart zur geheimen Werkstatt des Grossonkels mit all den magischen Maschinen führen. Nach und nach kommt Stuart dem Geheimnis seines Onkels auf die Spur und löst schliesslich eine Aufgabe, die eigentlich für seinen Vater bestimmt war. Dabei gelingt es dem hellwachen Jungen bis zum Ende der Sommerferien nicht nur, eine wirkliche Freundin zu finden. Er hat auch die Familien-Geschichte seines Vaters zu einem guten Ende gebracht.Eine spannende, humorvolle, phantastische Geschichte, voller Überraschungen, Rätsel und Magie für Kinder ab etwa 10 Jahren.

Lissa Evans: Stuart Horten. Acht Münzen und eine magische Werkstatt. mixtvision 2011. ISBN: 978-3-939435-53-2

Rezension: Stefanie Kappus

 

 

 

Irmgard Kramer: Sunny Valentine – Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen

25.08.2015 by

sunnySunny Valentine ist etwa 10 Jahre alt. Sie lebt mit ihren beiden Brüdern und den Eltern in einem ungewöhnlichen Haus, das sie für 85 Cent selbst gekauft hat. Das Haus wird «seine Herrlichkeit» genannt und verändert sich ganz nach Lust und Laune. Sunny kann mit dem Haus sprechen, das Haus ist ein regelrechtes Zauberhaus. Als die Sommerferien zu Ende sind und die Kinder jeden Tag in die Schule müssen, reagiert das Haus mit rasender Eifersucht. Es will, dass die Kinder weiterhin möglichst den ganzen Tag im Haus verbringen. Wie gesagt, das Haus kann zaubern und verlegt deshalb den Unterricht in seine eigenen vier Wände. Doch dann geht doch etwas schief: Die nette Lehrerin Helene verschwindet. Sunny macht sich sofort auf die Suche nach ihr und landet mitten in New York City. Doch wo in dieser Millionenstadt soll Sunny nur ihre Lehrerin finden?
Das vorliegende Buch ist der zweite Band dieser witzigen Reihe, die Bücher lassen sich aber unabhängig voneinander lesen. Alle Bände beginnen immer mit einem Brief an eine berühmte Persönlichkeit (in diesem Fall ist es Brad Pitt, dem Sunny schreibt), um die Botschaft dieses Briefes zu verstehen, muss das Buch nun gelesen werden. Die Geschichte ist wirklich sehr skurril und witzig, weil das Haus einen eigenen Willen hat, es ziemlich empfindlich und etwas launisch ist und weil es trotz einiger unüberlegter Handlungen total liebenswert und freundlich bleibt. Immer wieder werden Leserinnen und Leser von unerwarteten Wendungen überrascht. Fazit: Ein richtiges Lesevergnügen! Eine grosse Schrift und die Auflockerung des Textes durch Bilder sind sehr lesefreundlich. Daher eignet sich das Buch auch für schwächere Leserinnen und Leser ab etwa zehn Jahren.
Die Reihe besteht mittlerweile aus drei Bänden, die auch als Hörbuch lieferbar sind. Der dritte Band ist im Juni 2015 erschienen.

Irmgard Kramer: Sunny Valentine – Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen. Loewe 2015. ISBN: 978-3-7855-7889-6

Rezension: Jolanda Zimmerli

Michael Kleeberg: Luca Puck und der Herr der Ratten

25.08.2015 by

puckLuca, ein elfjähriges Mädchen, lebt nach dem Tod der Mutter mit ihrem Vater und dem alten Kater Scottie in Paris. Als der Vater gerade auf Geschäftsreise ist und der Kater durchs Fenster entwischt, folgt ihm Luca auf den nahegelegenen Friedhof. Dort muss sie feststellen, dass ihr Stubentiger ein Doppelleben führt: er kann sprechen und ist ein ehrwürdiger Anführer einer Horde Katzen. Ohne es zu wollen, schlittert Luca mitten in ein gefährliches Abenteuer: Die Katzen von Paris sind nämlich in grosser Gefahr, da die Ratten – die  Todfeinde der Katzen – die Herrschaft zu übernehmen drohen. Mit allen Mitteln wollen Luca und die Katzen dies verhindern und ahnen dabei nicht, dass sie damit mächtigen Menschen in die Quere kommen.
«Luca Puck und der Herr der Ratten» ist der erste Kinderroman von Michael Kleeberg. Die Geschichte ist spannend erzählt und trotz teilweise rasantem Tempo sehr anschaulich und detailreich geschrieben. Nebst dem Krieg zwischen Gut und Böse, geht es um Themen wie Gerechtigkeit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft. Luca freundet sich im Laufe der Geschichte mit dem Aussenseiter Aristid an, demonstriert für den Erhalt eines Kinderspielplatzes in einem sozial schwachen Quartier von Paris und ist im Allgemeinen sehr höflich und artig. Falls sie dies einmal nicht ist, wird im Buch darauf hingewiesen, wie man sich richtigerweise zu verhalten hätte. Das Buch eignet sich für Leserinnen und Leser ab etwa 10 Jahren, die spannende Geschichte empfiehlt sich aber auch sehr gut für Vorlesestunden. Das Buch hat 260 Seiten und ist in 33 kurze Kapitel unterteilt.

Oetinger Taschenbuch 2014. ISBN: 978-3-8415-0308-4

Rezension: Jolanda Zimmerli

 

Susan Niessen: Fips Fidibus und das Geheimnis des schwarzen Haderich

25.08.2015 by

FIBSFips ist ein junger Zauberer, der jeden Tag brav die Zauberschule besucht. Eines Tages verschwindet sein Vater, der berühmte Zauberer Ferdinand, einfach spurlos. Fips macht sich heimlich auf, seinen Vater zu suchen. Dabei erlebt er wirklich sehr, sehr viele Abenteuer. Er begegnet Drachen, Räubern, bösen Rittern und wunderschönen Prinzessinnen. Natürlich findet Fips seinen Vater und natürlich war der böse Ritter Haderich Schuld an allem und natürlich wird zu guter Letzt alles wieder gut.
Dieses Buch ist in jeder Hinsicht witzig, spannend, unbeschwert und unterhaltsam. Viele Kinder werden begeistert sein, weil die Handlung sehr rasch voranschreitet und man beim Lesen nicht allzu viel hinterfragen und überlegen muss. Die Geschichte ist märchenhaft, weil weder Raum noch Zeit eine Rolle spielen, weil der Text sich ausschliesslich auf die äussere Handlung konzentriert und die inneren Sichtweisen der Figuren ausser Acht lässt. Ein Lese- und Vorlesevergnügen für Kinder ab etwa 8 Jahren. Fips Fidibus ist auch als Hörbuch lieferbar.
Für alle, die weitere Abenteuer des kleinen Zauberers lesen wollen, ist  ein zweiter Band erschienen: «Fips Fidibus und der verflixte Zauberkelch».

Susan Niessen: Fips Fidibus und das Geheimnis des schwarzen Haderich. Oetinger 2012. ISBN: 978-3-7891-4334-2

Rezension: Maria Riss

Knister: Das grosse Hexe Lilli Vorlesebuch. Hexe Lilli wird Detektivin

25.08.2015 by

lilliHexe Lilli ist eine ganz besondere Hexe: Eine Geheimhexe. Das heisst, niemand weiss von ihrem Hexenbuch und den wilden Hexentricks, die darin stehen. Als Lilli eines Mittags mit ihrem neuen Detektivkasten spielt, hat sie plötzlich einen echten Fall zu lösen: Mamas Fahrrad wurde geklaut. In der Nacht als alle schlafen kann Lilli das Fahrrad natürlich zurückhexen. Doch irgendetwas stimmt nicht: Manche Teile des Fahrrads sind ausgetauscht worden. Sowas lässt eine Hexe und Detektivin natürlich nicht auf sich sitzen. Mit Hilfe ihres Detektivkastens und ihrer Hexereien überführt Hexe Lilli schliesslich den raffiniertesten Fahrradknacker der ganzen Stadt.

Dieser Band aus der Hexe Lilli – Reihe ist besonders spannend und witzig zugleich. Die rasante Handlung reisst jede und jeden mit, man will immer wissen, wie es weitergeht. Der grosse Clou am Ende begeistert. Mit Lilli können sich Kinder sehr gut identifizieren, denn sie wirkt nach aussen wie ein normales Kind. Doch was sie durch ihr Hexenbuch alles erreichen kann, lässt Kinder träumen. Ein aufregendes (Vor-)Leseabenteuer, das durch das Thema Detektiv für Mädchen und Jungen ab circa 8 Jahren geeignet ist. Das Vorlesebuch enthält noch einen zweiten Band, in dem Hexe Lilli den wilden Westen entdeckt. Beide Bände aus dem Vorlesebuch sind auch separat als Hörbücher lieferbar:

Knister: Das grosse Hexe Lilli Vorlesebuch. Hexe Lilli wird Detektivin. Arena 2012. ISBN: 978-3-401-06704-9

Rezension: Franziska Walter

 

Ylva Karlssen: Zauberhafte Dorabella, Samsons 13. Kindermädchen

25.08.2015 by

dorabellaAls das zwölfte Kindermädchen von Samuel und Samson kurzfristig ausfällt, steht wie aus dem Nichts Dorabella vor der Tür. Als Kindermädchen Nummer 13 nimmt sie gleich ihre Arbeit auf. Dorabella ist überaus liebenswert, aber auch ein bisschen seltsam. Dorabella hat so viele verrückte Einfälle und bald merken die beiden Brüder, dass Dorabella erstaunliche Zauberkräfte besitzt. Sie unternimmt mit den beiden ein Picknick im Park, obwohl es in Strömen regnet, sie befreit einen Roboter aus einem eintönigen Kinderfilm oder sie besuchen gemeinsam eine Meerjungfrau auf dem Buddelschiff. Vor allem für den scheuen Samson, der sich nie zu Wort meldet, der sich rein gar nichts zutraut und am liebsten still für sich in die Luft schaut, ist Dorabella ein wahrer Segen. Sie lockt ihn aus seiner Reserve und gewinnt ganz langsam sein Vertrauen. Während ihre Eltern keine Zeit für ihre Kinder haben, da sie völlig von ihrer Arbeit eingenommen sind, lernen die Kinder Dorabellas spannende Welt kennen und erleben viele ungewöhnliche Abenteuer. Ihre fantastischen Erlebnisse müssen die beiden Buben jedoch vor ihren Eltern verheimlichen, nicht dass Dorabella plötzlich entlassen wird!
Das Buch lässt sich sehr gut vorlesen, weil jedes Kapitel mehr oder weniger in sich abgeschlossen ist und von einem der Abenteuer erzählt. Über das ganze Buch hinweg wird aber deutlich, wie Samson allmählich mutiger wird, wie er sich immer mehr traut, selbständig zu handeln. In Dorabellas fantastische Geschichte eintauchen können Kinder ab etwa 9 Jahren. Jüngeren Kindern kann man dieses Buch gut vorlesen, den meisten wird diese spannende, warmherzige Geschichte gefallen. Dieses Buch ist auch als Hörbuch lieferbar,

Ylva Karlssen: Zauberhafte Dorabella, Samsons 13. Kindermädchen. Hanser 2015. ISBN: 978-3-446-24749-9

Rezension: Anita Fehr