Christian Linker: Der Schuss

18.11.2017 by

schussRobin lebt in einer heruntergekommenen Siedlung am Stadtrand. Die meisten hier haben keinen Job, es ist eine hoffnungslose triste Gegend und damit ein idealer Nährboden für nationalistisches Gedankengut. Robin hat die Schule abgebrochen, tut den ganzen Tag eigentlich gar nichts, ausser, sich aus allem rauszuhalten. Und dann passiert es: Robin wird in der Parkgarage zufällig Zeuge eines Mordes. Die Klappe halten ist angesagt, eine Aussage zu machen, wäre viel zu gefährlich. Auch als die Polizei kurz darauf einen Mann verhaftet, der mit der Sache nichts zu tun hat, schweigt Robin. In Wirklichkeit waren es Schlägertypen aus der rechtsradikalen Szene, die hier jeder kennt. Robin hält auch den Mund, weil Fred, ein politischer der Anführer der rechtsradikalen «Deutschen Alternativen Partei», ein alter Schulfreund von ihm ist. Aber dann taucht Henry auf, eine junge Praktikantin, die Journalisten werden will. Sie will der Wahrheit auf den Grund gehen und lässt nicht locker. Robin muss sich entscheiden: Weiterhin schweigen und so tun, als sei nichts passiert oder eine Aussage machen, damit die wirklichen Täter hinter Gitter kommen. Wenn Robin aber tatsächlich die Polizei aufsucht, bringt er sich selber in allerhöchste Gefahr.

Einmal mehr hat Christian Linker einen überaus spannenden Krimi geschrieben und dies nicht nur wegen der packenden Handlung. Robin erzählt einzelne Abschnitte des Romans selber, andere Teile beschreibt der Autor aus der Sicht anderer wichtiger Figuren. Damit ermöglicht er Leserinnen und Leser unterschiedliche Blickweisen und nimmt auch die Gelegenheit war, die Wurzeln des extrem rechten Gedankenguts darzustellen. So liest man den Roman wegen der spannenden Handlung und der leicht verständlichen, süffigen Sprache zwar in einem Zug durch, kommt aber auch immer wieder ins Nachdenken und Grübeln. Ein eindrücklicher Krimi, der viele Jugendliche ansprechen wird.

Christian Linker: Der Schuss. dtv 2017. ISBN: 978-3-423-43324-2

Rezension: Maria Riss

 

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie

05.11.2017 by

charlieNiks und sein Vater Mahris leben in Riga. Sie reisen in den Sommerferien nach Deutschland, Mahris will endlich richtig gut Geld verdienen. Sie landen in Dortmund in einem heruntergekommen Wohnblock. Niks staunt, wie unterschiedlich hier die Menschen sind, sie scheinen aus der ganzen Welt zu kommen und kaum jemand spricht Deutsch. Gleich gegenüber ihrer Wohnung leben Russen. Mit Russen haben Niks und Mahris in ihrer Heimat nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht. Mahris findet nach ein paar Tagen endlich einen Job auf dem Bau und Niks, der ist ab sofort allein in dieser tristen Umgebung, fühlt sich einsam und hat Heimweh, das vor allem. Doch dann begegnet er Charlie. Der gehört zwar zu diesen Russen, aber Charlie ist so einer, der sich auskennt, der Niks einfach mitnimmt. Charlie muss man wegen seiner offenen Art und seinem verschmitzten Grinsen einfach gern haben. Niks und Charlie schliessen ganz schnell Freundschaft. Charlie zeigt Niks nicht nur, wie man sich in der Stadt zu Recht findet, er lernt ihm auch allerhand Tricks. Wie man sich unsichtbar machen kann oder wie man Dinge, die man gerne haben möchte, auch einfach mitgehen lassen kann. Niks lernt schnell und Niks ist gut. Nachdem sich Niks Vater auf der Baustelle so schwer verletzt, dass er ins Spital muss, verbringt Niks fast seine ganze Zeit mit Charlie. Dann taucht ein paar Tage später der Hausbesitzer auf, will die fällige Miete, aber die Blechdose mit dem Geld im Küchenschrank ist leer. Und es sind die Russen, die Niks aus der Patsche helfen und die ihn bald mitnehmen auf ihre geheimen Touren in der Nacht. Niks weiss, dass er Unrecht tut, aber er mag Charlie so sehr und es bleibt ihm ja gar nichts anderes übrig! Als sich die Dinge überstürzen und Niks in allergrösster Gefahr schwebt, da taucht er plötzlich auf, wie ein rettender Engel: Sein Vater Mahris, der seinen Sohn in die Arme schliesst und ihn aus diesem ganzen Schlamassel rausholt. Deutschland ist nichts für die beiden und sie packen sofort ihre Koffer. Auch die Russen hauen ab und mit ihnen Charlie. Charlie, der in so kurzer Zeit zum besten Freund wurde, den wird Niks vermissen, wohl sein ganzes Leben lang.
Tanya Lieske hat ein ganz wundervolles Buch geschrieben. Niks erzählt seine Geschichte mit so treffenden Worten und Sätzen, dass man beim Lesen ganz nah dabei ist, dass man selbst den Geruch im Treppenhaus zu riechen scheint. Es geht im Buch um Heimat, um Zusammenhalt, um Vorurteile und um Freundschaft. Berührend ist dieser Roman und sehr spannend zugleich, eine grossartige Mischung aus Krimi und darüber, was Freundschaft bedeuten kann. Das Buch sei Leserinnen und Lesern ab etwa 12 Jahren wärmstens empfohlen.

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie. Beltz 2017. ISBN: 978-3-407-82321-2

Rezension: Maria Riss

Ulf Nilsson / Gitte Spee: Ein Fall für Buffy

02.09.2017 by

buffyDie Maus Buffy ist Kommissarin. Sie wohnt, zusammen mit der bereits pensionierten Kröte Kommissar Gordon, in der Polizeistation des grossen Waldes. Heute nun kommen zwei Kinder zu Besuch, der Krötenjunge Bert und das Mäusemädchen Gertrud. Die beiden Kleinen dürfen zwei Tage bleiben und ein bisschen etwas über die harte Arbeit einer Kommissarin lernen. Dazu gehört auch, in der gemütlichen Gefängniszelle zu übernachten. Liebevoll werden die beiden Kinder von ihren Müttern verabschiedet, nochmals ermahnt, geherzt und geküsst. Dies ist der Moment, in dem in Buffys Herz etwas aufbricht. Wo ist ihre Mama? Wo die vielen Geschwister? Es war ein Fuchs, der ihre Höhle vor über einem Jahr angegriffen hat. Buffy rannte damals einfach weg, möglichst schnell, möglichst weit, bis sie Gordons Polizeistation erreichte. Buffy fängt an, sich zu erinnern und nachzudenken. Schon am nächsten Morgen zieht sie den alten Gordon ins Vertrauen und eine Stunde später ist klar: Sie müssen losziehen und nach Buffys Familie suchen. Ganz egal, wie nah sie dabei dem gefährlichen Fuchs kommen. Natürlich gibt es zu guter Letzt ein Wiedersehen, aber bis dahin müssen Gordon, Buffy und die zwei kleinen Polizeianwärter eine ganze Menge Abenteuer bestehen.
Auch diesmal werden Leserinnen und Leser nicht enttäuscht: Buffy und Gordon, das sind zwei dermassen liebenswerte Protagonisten, dass man den beiden Seite um Seite mit grossem Interesse folgt. Es ist diese einfache Geschichte um zutiefst menschliche Regungen und Gefühle, die einen beim Lesen so berühren. Und zwischendurch ist auch immer wieder ein Lächeln oder Schmunzeln angesagt. Für Leserinnen und Leser ab etwa 8 Jahren, zum Vorlesen auch für kleine Kinder.
Dies ist bereits der 4. Band dieser aussergewöhnlichen Krimi-Serie. Die Besprechungen zu allen Bänden finden Sie ebenfalls auf diesem Blog.

Ulf Nilsson / Gitte Spee: Ein Fall für Buffy. Aus dem Schwedischen von Ole Könnecke. Moritz 2017. ISBN: 978-3-89565-348-3

Rezension: Maria Riss

Caroline Carlson: Der weltbeste Detektiv

01.08.2017 by

etektivDie Geschichte spielt irgendwo in England zu einer Zeit, als es weder Autos noch Handys gab. Toby ist etwa 12 Jahre alt und erst kürzlich zu seinem Onkel an die Schnüfflergasse gezogen. Toby ist Vollwaise und wird von einem Familienmitglied zum nächsten weitergereicht. Bei seinem Onkel, einem bekannten Detektiv, gefällt es ihm aber auf Anhieb. Er will später unbedingt selber Detektiv werden. Wenn nur das Geld bei seinem Onkel nicht so knapp wäre. Da erfährt Toby von einem Wettbewerb, den der berühmte Detektiv Hugo Abercrombie ausgeschrieben hat. Gesucht wird der beste Detektiv der Welt und als Gewinn lockt eine sehr hohe Geldsumme. Mittels einer kleinen Lüge gelingt es Toby auf das Landgut zu reisen, wo der Wettbewerb stattfinden wird. Alle bekannten Detektive des Landes haben sich dort versammelt, um den fingierten Fall zu lösen. Aber schon am ersten Abend geschieht ein wahres Verbrechen: Hugo Abercrombie wird tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Er wurde vergiftet. Alle versammelten Detektive machen sich sofort an die Arbeit. Auch Toby und seine neue Freundin Ivy, ebenfalls eine junge Ermittlerin, suchen mit Feuereifer nach dem Täter. Alle sind verdächtig, aber nur einer wird den Fall lösen und das Preisgeld gewinnen. Klar, dass Toby und Ivy da ein Wörtchen mitreden.
Das Buch besticht nicht nur durch die spannende Handlung, sondern auch besonders durch die leicht ironische Beschreibung dieser englischen Detektive, die sich allesamt als kleine «Sherlock Holmes» fühlen. Gemeinsam mit den beiden Protagonisten geht man beim Lesen falschen Fährten nach und weiss nie, wem man trauen kann. Umso überraschender ist dann im allerletzten Kapitel die Auflösung des Falls. Die Lektüre ist nicht immer einfach, man muss viele Personen und Indizien im Kopf behalten. Beim Lesen helfen aber einerseits der wirklich spannende Plot und die gute Gliederung in kurze Kapitel. Für Kinder ab etwa 12 Jahren.

Caroline Carlson: Der weltbeste Detektiv. Aus dem Amerikanischen von Emily Huggins. Ueberreuter 2017. ISBN: 978-3-7641-5130-0

Rezension: Maria Riss

Helme Heine/Gisela von Radowitz: Kriminalfälle für Freunde

03.10.2016 by

freundeDieser Erzählband von Helme Heine enthält 11 Kurzgeschichten. Darin spielen die drei Freunde Johnny Mauser, Franz von Hahn und das Schwein Waldemar die Hauptrollen, diesmal als Detektive. Auf dem Bauernhof, wo die drei zu Hause sind, ist immer etwas los: Da ist einmal plötzlich ein fremdes Ei im Hühnerstall, im Sommer entzündet sich das Stroh in der Scheune auf unerklärliche Weise, oder es taucht eines Tages ein fremder schwarzer Vogel auf und baut sich sein Nest auf dem Hühnerstall. All diesen seltsamen Ereignissen wollen die drei Freunde auf die Spur kommen. Meist kommen ihnen beim gemeinsamen Radeln oder im Boot auf dem Dorfteich gute Ideen und gemeinsam können sie schliesslich alle Fälle auf ihre ganz spezielle Art und Weise lösen.

Die Geschichten sind humorvoll geschrieben und illustriert. Sie eignen sich zum Vorlesen für die Unter- und Mittelstufe. Die meisten Kinder werden die Figuren und deren Charaktere wohl aus den bekannten Bilderbüchern schon kennen, dies erleichtert den Zugang. Für Kinder ab etwa 6 Jahren.

Helme Heine/Gisela von Radowitz: Kriminalfälle für Freunde. Geschichten aus Mullewapp. Reihe Gulliver Beltz, 2016. ISBN: 978-3-407-74641-2

Rezension: Rahel Romanowski

Martin Nusch: Spione & Detektive – Die geheimen Tricks der Ermittler

03.10.2016 by

geoSpione, Agenten und Detektive gab es bereits in früheren Jahrhunderten. Ihre Tricks haben sich allerdings sehr verfeinert. Diese Hör-CD gibt nicht nur Einblick in die Arbeit von Detektiven, sie erzählt auch von berühmten Ermittlern wie Pinkerton und Sherlock Holmes, von Krimireihen oder von moderner Industriespionage. Für Kinder, die lieber zuhören als selber lesen, eignet sich diese Wissens-CD sehr gut. Es bedarf allerdings einer hohen Konzentration, um all die Fülle an Informationen zu verstehen. Aber solche CDs kann man sich ja auch einfach mehrmals anhören. Für am Thema interessierte Kinder ab etwa 10 Jahren.

Martin Nusch: Spione & Detektive – Die geheimen Tricks der Ermittler. GEOlino extra Hör-Bibliothek, 2015. ISBN: 978-3837131185

Maria Riss

Gabi Neumayer: Der BLOG des geheimnisvollen Sherwood Holmes

03.10.2016 by

nashSherwood Holmes hat es satt, die Welt immer wieder vor bösen Schurken zu retten und keine Anerkennung dafür zu bekommen. Er ermittelt heimlich und niemand weiss von seinen Heldentaten. Aus diesem Grund beginnt er über seine geniale Ermittlungstätigkeit einen Blog zu schreiben. In seinem neusten Fall bekommt er es mit Grosswildjägern zu tun: In Afrika verschwinden auf rätselhafte Weise Elefanten, Nashörner, Tiger und Büffel. Sherwood reist mit seinem Hamster Dr. Watson in die Sahara, wo er einen gigantischen unterirdischen Park ausfindig macht. Ob sein fieser Gegenspieler und Erzfeind Möhren-Arty mal wieder dahintersteckt?
Die Geschichte kommt als Blog daher, inklusive «DC» und Kommentaren anderer User. Daher ist das Buch nur bedingt zum Vorlesen geeignet. Ironie, Wortwitz, anspruchsvoller Stil – das Buch sollte aufmerksam gelesen werden. Dafür sind die Kapitel kurz und der Buchumfang ist so gering, dass er auch Kinder, die nicht so viel lesen, nicht erschreckt. Die rund 100 Seiten Lesespass sind zu empfehlen für Leser und Leserinnen ab etwa 11 Jahren, die mit der Form eines Blogs vertraut sind.

Gabi Neumayer: Der BLOG des geheimnisvollen Sherwood Holmes. Der Fall der verschwundenen Nashörner. Knesebeck, 2016. ISBN: 978-3-86873-813-1

Rezension: Jolanda Zimmerli

Timm Milan: Geheimnis Nr. 32

03.10.2016 by

geheimPsst! David und Daniel sind Freunde und besuchen die gleiche Klasse, kloppen sich, versöhnen sich, ärgern sich und helfen einander durch Dick und Dünn. Sie haben eine besondere Art, mit Geheimnissen umzugehen. Wenn sie ein Geheimnis entdecken, schreiben sie es mit einer fortlaufenden Nummer auf einen Zettel, dieser kommt in einen Umschlag und der Umschlag in eine leere Pringles-Dose. Die Dose ist im Schrebergarten von Davids Mutter vergraben. Sie haben fast über alle Leute ein Geheimnis herausgefunden, auch über die Lehrer. In der nun folgenden Woche erfahren sie allerdings sehr viel mehr Geheimnisse, als ihnen lieb ist: Als Geld aus dem Lehrerzimmer verschwindet, wissen nur David und Daniel, wer die Scheibe «eingebolzt» hat, sie erfahren auch von einem ganz speziellen Liebesbrief und finden heraus, warum die Eiskunstläuferin nicht mit in die Eishalle will.
Eine unterhaltsame, immer wieder lustige Detektivgeschichte, spannend, turbulent, mit überraschenden Wendungen. Es geht in diesem Buch nebst all den vielen geheimen Informationen auch um Freundschaft, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und darum, welche Geheimnisse wirklich geheim bleiben sollten. Das Buch eignet sich zum Selberlesen oder Vorlesen für Kinder ab etwa 10 Jahren.

Timm Milan: Geheimnis Nr. 32. Beltz, 2016. ISBN: 978-3-407-82110-2

Rezension: Hans Muggli

Sabrina J. Kirschner: Das Geheimnis der Bärenhöhle

03.10.2016 by

bärLinus und Finn sind Brüder. Finn ist einer, der gern und schnell zupackt und handelt. Es geht ihm dann besonders gut, wenn er irgendwas tun kann, am liebsten Abenteuer erleben. Linus, sein kleiner Bruder hingegen ist einer, der immer alles ganz genau überlegt und plant, bevor er handelt. Die Erwachsenen sagen oft, Linus sei ein kleines Genie. Diese beiden ungleichen Brüder sollen nun mit Opa auf Campingurlaub in die Berge, da ist Langeweile wohl sicher Programm. Opa Botzplitz ist ein Privatdetektiv in Rente und vertreibt ihnen die Reisezeit, indem er ausführlich von seinen Heldentaten erzählt. So ganz glauben ihm die beiden Brüder seine haarsträubenden Geschichten allerdings nicht. Endlich in diesem gottverlassenen Tal angekommen, entdecken sie nach langem Suchen nur einen einzigen andern Wohnwagen. Da wohnen reiche Leute drin, mit viel unnötigem Krimskrams und einer, so scheint es, ziemlich verwöhnten Tochter namens Charlotte.
Alles kommt dann aber doch ganz anders und schon am ersten Tag geht das Abenteuer los. Im Wohnmobil wird eingebrochen und ein Bergrutsch verschüttet das Tal. Opa will Hilfe holen und schliesslich müssen Linus, Finn und Charlotte (die sich als kleiner wagemutiger Haudegen entpuppt) ganz alleine durchkommen und überleben (vor allem nachts). Sie kommen dabei einem gefährlichen Opa-Geheimnis auf die Spur und müssen zwei gefährliche Banditen überlisten.
Sabrina Kirscher hat mit ihrem ersten Kinderbuch ein tolles Abenteuerbuch geschrieben, das viele Kinder begeistern wird. Ganz hart an der Grenze des real Möglichen lässt sie ihre Figuren ums Überleben kämpfen. Obwohl die Kinder schier unglaubliche Heldentaten vollbringen, wirken die Figuren glaubhaft. Sich das Geschehen bildlich vorzustellen, ist nicht immer ganz einfach. Da ist es gut, dass Susanne Göhlich so tolle Bilder zu den einzelnen Kapiteln gezeichnet hat. Eine sinnvolle Gliederung in Leseportionen und Steckbriefe der einzelnen Figuren helfen zusätzlich mit, dem verzwickten Plot zu folgen. Die Abenteuergeschichte eignet sich zum Vorlesen oder Selberlesen für Kinder ab etwa 10 Jahren.

Sabrina J. Kirschner: Das Geheimnis der Bärenhöhle. Gerstenberg, 2016. ISBN: 978-3-8369-5898-1

Rezension: Maria Riss

Volker Weidermann: Ma.Lu.Lu.Ka – Ein Ratekrimi

03.10.2016 by

berlinMa.Lu.Lu.Ka. – das sind Marlene, Lu, Ludwig und Karim. Ein Schulausflug führt die vier Kinder zum stillgelegten Flughafen Tempelhof, wo sie in einem Tunnelsystem auf ein altes Tonband stossen. Die Geräusche auf dem Band werfen mehr Fragen auf, als sie klären. Und so beginnt für Ma.Lu.Lu.Ka. eine Spurensuche quer durch Berlin. Verschiedene Puzzleteile weisen darauf hin, dass sich vor vielen Jahren ein mysteriöser Vorfall im Elefantengehege des Zoos ereignet hat. Ganz klar, dass die vier Kinder den Fall unbedingt lösen müssen!
Ein spannender Krimi quer durch Deutschlands Hauptstadt. Jedes der kurzen Kapitel enthält ein Rätselbild, das den Leser zum Mitraten einlädt. Die Rätsel sind abwechslungsreich und teilweise ganz schön knifflig. Fazit: Spannung garantiert! Die Geschichte ist nicht nur sehr spannend und die Handlung verzwickt, der Autor ermöglicht seinen Leserinnen und Lesern auch gleich einen Stadtrundgang durch Berlin. Ein ideales Buch also nicht nur für Lesenächte, sondern auch eine lohnenswerte Lektüre für junge Berlin-Reisende. Die Auflockerung des Textes durch Bilder ist leserfreundlich, die Sprache aber teilweise nicht ganz einfach. Daher eignet sich die rund hundertseitige Geschichte für geübte Leser und Leserinnen ab etwa 10 Jahren.

Volker Weidermann: Ma.Lu.Lu.Ka – Ein Ratekrimi. S.Fischer Verlag,2015. ISBN: 978-3-7373-5147-8

Rezension: Jolanda Zimmerli