Archiv für die ‘ Unterrichtsideen ’ Kategorie

Michael de Cock/Judith Vaninstendael: Rosie und Moussa

17.05.2013 von

 

Rosie ist eben mit ihrer Mutter umgezogen. Es fällt ihr schwer, sich in der neuen Wohnung und der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden. Und das alles auch noch ohne ihren geliebten Papa. Aber schon nach wenigen Tagen trifft sie Moussa, der wohnt ebenfalls im Hochhaus, auch ihm ist oft langweilig. Obwohl es verboten ist, überredet Moussa Rosie, mit ihm aufs Dach zu steigen, da hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt und manchmal, da sieht man sogar das Meer. Er meint: «Wenn man alles bleiben lässt, was Mütter  nicht wollen, dann ist das Leben ziemlich öde». Aber dann passiert es: Die beiden bewundern auf dem Dach die Aussicht währendem der Hausmeister die Tür nach oben mit dem Schlüssel abschliesst -– Rosie und Moussa sind auf dem Dach gefangen. Die beiden gehören aber zu der Sorte Kinder, die niemals aufgeben und sie finden einen Ausweg. Rosie und Moussa, das ist ein grandioses und spannendes Buch. Es nicht nur die einfache und doch gestaltete Sprache, die so Vieles zwischen den Zeilen erzählt und die beiden Hauptfiguren, mit denen sich Leserinnen und Leser schnell und gerne identifizieren werden, es sind auch die fantastischen Illustrationen, die das Geschehen so stimmungsvoll widergeben. Da haben ein Autor und eine sehr begabte Illustratorin zusammengefunden und ein in sich geschlossenes, wunderschönes Ganzes geschaffen. Zum Selberlesen eignet sich das Buch für Kinder ab etwa der 3. Klasse, zum Vorlesen schon für Kleinere.

Michael de Cock/Judith Vaninstendael: Rosie und Moussa. Beltz 2013. ISBN: 978 3 407 82024 2

Rezension: Maria Riss

Sherman Alexie: Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers

28.02.2013 von

Arnold Spirit, genannt Junior, lebt in einem Reservat der Spokane Indianer. Er stottert und lispelt, er trägt eine übergrosse Brille und sagt von sich selbst, er sei mit Wasser im Gehirn zur Welt gekommen. Er wird ausgelacht, gehänselt, er wird fertig gemacht und ausgegrenzt. Nur seine Eltern und sein einziger Freund Rowdy halten zu ihm. Und dann beschliesst dieser verrückte Junior etwas absolut Unmögliches zu tun: Er will als Erster seines Stammes auf eine «weisse» High Scool ausserhalb des Reservates wechseln.

Dass dies ein echt schwieriges Unterfangen wird, das zeigt sich schon in den ersten Tagen: Niemand von den weissen Schülerinnen und Schülern spricht mit ihm, er kommt sich vor wie ein Aussätziger.

Aber Junior verschafft sich ganz allmählich Respekt, nicht nur weil er urkomische Comics zeichnet und weiss, wie man sich prügelt, sondern auch, weil er schlicht niemals aufgibt. Im Basketballteam ist er bald ein Spieler-Star, er gewinnt neue Freunde und verliebt sich in die wunderschöne Penelope. So wird aus dem Einzelkämpfer in kleinen Schritten ein akzeptierter, seine eigenen Grenzen überschreitender Mitschüler. Junior lebt in Widersprüchen, er gehört weder zur einen noch zur andern Welt und er drückt viele dieser Konflikte in seinen Cartoons aus.

Sherman Alexie ist mit den Tagebuchaufzeichnungen von Junior ein ganz wunderbarer Balanceakt geglückt: Die schrägen Comics, voller Witz und Ironie verbindet er mit einem überaus ernsthaften und auch spannenden Plot. Das bringt Lesende zum Lachen und zum Weinen zugleich. In leichter, ungezwungener, treffender und salopper Sprache berichtet der Autor über schmerzhafte Erfahrungen wie Tod, Einsamkeit und Verlust. Gerade diese Sprache macht das Buchgeschehen so authentisch. Junior ist ein Held, dem man gern begleitet, der zwar sehr viele Probleme hat, der sich aber wehrt, etwas unternimmt und auch zumindest in einzelnen Bereichen Erfolg hat. Wer mit dem Lesen dieses Romans beginnt, wird nur schlecht wieder aufhören können, zu sehr nimmt man bei der Lektüre Anteil. Sherman Alexie ist selbst in einem Spokane-Reservat aufgewachsen, «Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers» ist sein erstes Jugendbuch.

Rezension: Maria Riss

Sherman Alexie: Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers. dtv, 2011.

Michelle Paver: Wolfsbruder – Chronik der dunklen Wälder

24.09.2012 von

Roman. Leserinnen und Leser sind 6000 Jahre zurückversetzt und befinden sich mitten in der Steinzeit. Genau da spielt die Geschichte von Torak – einem zwölfjährigen Jungen –  der gerade seinen Vater verloren hat. Er musste diesem das Versprechen geben, den Berg des Weltgeistes zu suchen. Torak hat Angst ganz alleine, vor allem, weil ein unheimlicher, von Dämonen besessener Bär in der Nähe sein Unwesen treibt. Doch Torak ist nicht lange allein. Sein neuer Begleiter: ein Wolfswelpe. Was Torak zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht weiss: Die Zukunft des Waldes und seiner Bewohner hängt von ihm ab. Und so beginnt eine spannende, mysteriöse Reise.

Ein fesselndes Abenteuerbuch, das man fast nicht mehr aus den Händen legen kann, wenn man mit Lesen begonnen hat. Für alle, die nach knapp 300 Seiten traurig sind, dass die Geschichte endet, gibt es aber eine tolle Nachricht. Dies ist nämlich nur der erste Band einer ganzen Reihe. Im cbj Taschenbuch Verlag sind bis jetzt 5 Bände aus der Reihe «Chronik der dunklen Wälder» erschienen, weitere sind in Vorbereitung.

Das Buch eignet sich für Kinder ab der Mittelstufe. Wer im Fach Realien die Steinzeit behandelt, sollte nicht verpassen, diese Geschichte dazu vorzulesen. Ausserdem sollte es in keiner Schulbibliothek fehlen.

Rezension: Jolanda Zimmerli

Michelle Paver: Wolfsbruder – Chronik der dunklen Wälder. cbj Taschenbuch, 2009.

Jo Pestum: Die Waldläufer

17.09.2012 von

Deutschland, 1947. So kurz nach dem Krieg fehlt es eigentlich an allem. Vor allem den Kindern. Gereon ist einer von ihnen. Er erzählt seine Geschichte und die seiner Freunde Jupp und Hansi. Die drei werden von Köln nach Schwaben in die Ferien aufs Land verfrachtet, um sich dort von den Entbehrungen zu erholen. Bei ihrer Gastfamilie angekommen müssen die drei jedoch sehr schnell merken, dass an der Sache etwas ziemlich faul ist. Denn statt viel Schlaf und gutem Essen erwartet die drei dort neben einer üblen Unterkunft und viel Arbeit auch noch schlechteres Essen als zuhause. Wie sollte man sich unter solchen Bedingungen erholen können? Die drei beschliessen recht schnell: Dieses Spiel spielen sie nicht mit. Bei nächster Gelegenheit türmen sie gemeinsam und schlagen sich in die Wälder: Nichts wie heim, zurück nach Köln. Anfangs lässt sich die abenteuerliche Reise recht gut an, doch nicht alle Begegnungen auf ihrem Weg enden für die drei glücklich. Einige Hürden wollen überwunden sein, bis die Türme des Kölner Doms von Ferne anzeigen, dass die drei den Heimweg fast geschafft haben…

Lebendig, spannend und einfühlsam erzählt Jo Pestum von der Reise der drei Jungen, ihren Hochs und Tiefs und ihrer Freundschaft durch dick und dünn. Ein erlebnisreiches Lesevergnügen, dass sich dank grossem Druckbild und wenig komplexer Sprache bereits für Lesende ab dem 4. Schuljahr eignet, insbesondere (aber nicht nur) für Jungen.

Nora Kernen

Jo Pestum: Die Waldläufer. Fischer, 2004.

 

Unterrichtsideen zu Jo Pestum, Die Waldläufer

1. Übersicht und Orientierung: Wo geschieht was? (möglich als Einzel- oder Gruppenaufgabe, einzelne Kinder oder Gruppen übernehmen einzelne Kapitel bzw. Buchteile; Bearbeitungszeit: ca. 30 Minuten)

- Mithilfe einer Karte von Deutschland (1950 oder aktuelle Karte möglich) können Schülerinnen und Schüler den Weg der drei Jungen quer durch Süddeutschland nachvollziehen.

- Am schönsten ist es, wenn auf einer stark vergrösserten Karte an der Wand die einzelnen Stationen mit den jeweiligen (stichwortartig dargestellten) Ereignissen markiert werden.

- Als Abschluss können die Schülerinnen und Schüler die Kilometeranzahl pro Kapitel bzw. die Gesamtkilometer ausrechnen.

 

2. Wie lange sind die Jungen unterwegs? (möglich als Einzel- oder Gruppenaufgabe, einzelne Kinder übernehmen einzelne Kapitel bzw. Buchteile; Bearbeitungszeit ohne Lesezeit: 20 Minuten)

- Während des Lesens erhalten einzelne Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, sich die Zeiten (Tage/Nächte) einzelner Ereignisse bzw. Kapitel zu merken, sodass pro Kapitel z.B. eine Schülergruppe zuständig ist, die Zeit zu rekapitulieren, welche vergeht. Anschliessend wird die Reisezeit „zusammengezählt“.

 

3. Einzelne Szenen eignen sich sehr gut zum Vorspielen als Rollenspiel (Gruppenarbeit)

- jede Gruppe wählt eine Szene, welche sie spielen will. (Sie schreibt ein „Drehbuch“ oder „Storyboard“ [benötigt Vorwissen] und) sie führt ihre Szene vor. Die anderen Schülerinnen und Schüler erraten, welche Szene gespielt wird und suchen die entsprechende Stelle im Buch heraus.

 

4. Die Heimkehr (Einzelaufgabe; auch möglich als Partnerarbeit)

- Verfasse ein zusätzliches Schlusskapitel für die Geschichte, in welchem du aus der Sicht eines der Jungen schilderst, wie es ist, als sie endlich ganz zu Hause bei ihren Familien ankommen.

 

5. Spielt einander eine Figur aus der Geschichte pantomimisch oder als Standbild vor. Wer spielt wen? Erratet gegenseitig, welche Figuren ihr übernommen habt.

 

6. Reportage, Fernsehshow.Stell dir vor, ein Reporter deckt das wüste Spiel der Landwirte aus Schwaben auf.

1. Was ist passiert? Schreibe eine Reportage darüber, was im Dorf ablief, bevor die Kinder ankamen. War das Verhalten der Landwirte eine Verwechslung oder absichtliche Täuschung?

2. Wie bist du heimgekommen? Wähle einen der Jungen und führe ein Interview mit ihm am Tag, nachdem er zuhause angekommen ist.

3. Verfasse einen Skandal-Artikel über die üble Täuschung der Bauersleute gegenüber den Familien der Jungen.

 

7. Lose Enden weiterspinnen… Führe folgende Geschichten weiter (in die Vergangenheit oder Zukunft), die im Buch nur angefangen werden:

1. Geschichte der Frau

2. Geschichte der Bauersfamilie vom Beginn

3. Geschichte der Räumer

4. Geschichte des Mädchens mit der Kuh

5. Geschichte des Alten-Hospizes

 

8. Die Jungen werden älter. Schreibe einen Tagebucheintrag eines der Jungen über die Erlebnisse, als sie sich zum 10ten mal jähren.

 

9. Warum heisst das Buch „Die Waldläufer“?

 

10. Rätselwörter: Erkläre die Bedeutung der folgenden Wörter. Schaue dazu auch im Wörterbuch nach.

    • Greis
    • Schmuggler
    • Tornister
    • Derwisch
    • Schleppzug
    • Saloon
    • Klamm
    • Gespann
    • Trosse
    • Tschako
    • Balkonsims
    • Pötte
    • Kuppe
    • Goliath
    • Kaff

 

11. Rechercheaufgaben mit Wörterbuch und Internet

1. Geschichte von Lederstrumpf recherchieren

2. Was sind und wie funktionieren Lebensmittelkarten?

 

12. Geographie: Auf der Seite 80 erklärt Jupp, wie man an Bäumen die Richtung erkennt. Erstelle eine Skizze mit einer Erklärung, wie er dabei vorgeht.

 

13. Geschichte des Hundes weiterschreiben, aus Sicht des Hundes die Geschichte schreiben.

 

14. Literarisches Verstehen: Warum sagen die Jungen am Ende der Geschichte, es müssten eigentlich die Glocken des Doms läuten?

Medienlandschaft

10.04.2012 von

Unterrichtsideen von Thomas Sommer, Zentrum Lesen (Rundschreiben 2005/9)

Lese-, Schreib- und Medienkompetenz sind eng miteinander verbunden; sie sollen deshalb auch in didaktischer Hinsicht zueinander gebracht werden. Ohne Zweifel eröffnen sich mit dem vielfältigen Medienangebot und der oft schon weit entwickelten Medienkompetenz der Kinder ganz neue Chancen für den Lese- und Schreibunterricht: Filme, Bücher, Hörbücher, Internetseiten und CD-ROMs können den manchmal steinigen Weg zum Schreiben und Lesen ebnen und begleiten …

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SELEKTISSIMA – Bücher-Voting via Internet

10.04.2012 von

von Thomas Sommer, Zentrum Lesen, und Ludwig Hotz, Leiter des Projekts «Selektissima» (Rundschreiben 2007/13)

«Selektissima» ist ein Leseförderprojekt aus Österreich, eine Aktion der Vorarlberger Landesarbeitsgemeinschaft für Schulbibliotheken. Schülerinnen und Schüler wählen jedes Jahr das Kinder- und Jugendbuch des Jahres. «Selektissima» verbindet somit herkömmliches Buchlesen mit dem Bewerten von Büchern via Internet. Seit 2007 werden nun auch Schulen aus der Schweiz zum Mitmachen eingeladen. Dazu der Beitrag aus dem Jahr 2007 …

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Kommas und Könige

03.04.2012 von

eine Unterrichtsidee von Thomas Lindauer, Zentrum Lesen, und Elisabeth Sutter, Primarlehrerin und Lehrmittel-Autorin (Rundschreiben 2006/11)

Die Kommasetzung zwischen (Teil-)Sätzen gilt als notorisches Problem. Die Schwierigkeiten liegen aber nicht etwa darin, dass die Kommaregeln besonders unsystematisch wären; im Gegenteil: Die Regeln zur Kommasetzung zwischen Sätzen sind hoch systematisch. Das Problem liegt vielmehr in der grammatischen Komplexität und in der methodisch wenig optimalen Vermischung von Satzanalyse bzw. -klassifikation und Kommasetzung.

Für die Rechtschreibung reicht folgende Vorstellung von einem Teilsatz: Sätze sind Verben mit ihren zugehörigen Wortgruppen, Mitspielern. Das Verb mit seinen Mitspielern bildet  eine Einheit, die immer mit einem Satzzeichen von anderen solchen Einheiten abgegrenzt wird. Um diese grobe grammatische Analyse verständlicher zu machen, verwenden wir folgende Metapher auf allen Schulstufen mit Erfolg: Verben sind Könige, die Satzglieder ihre Untertanen. Zusammen bilden sie ein Königreich. Wenn man ein Königreich betritt, kommt man an einem Grenzposten (= Komma) vorbei …

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Konnten die Leute früher kein Schriftdeutsch?

03.04.2012 von

eine Unterrichtsidee von Thomas Lindauer, Zentrum Lesen, und Stephan Nänny, PH Thurgau (Rundschreiben 2006/11)

Zur Rechtschreibkompetenz gehört nicht nur die Fähigkeit, Texte möglichst fehlerfrei schreiben zu können, sondern auch die Fähigkeit, Phänomene der Rechtschreibung untersuchen und reflektieren zu können. Wir stellen hier ein Modell vor, das im ersten Schritt den reflexiven Aspekt fokussiert, bevor es den Ausbau der Fertigkeiten in den Bereichen e/ä- und ck-Schreibung thematisiert. Die Grundlage bildet die Luther-Fabel «Der Wolf und das Lämmlein», die den Schülern und Schülerinnen sowohl in alter wie auch neuer Orthografie für einen Vergleich vorgelegt wird …

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Zeitungen in der Schule

03.04.2012 von

eine Unterrichtsidee von Thomas Sommer, Zentrum Lesen (Rundschreiben 2007/12)

Haben vor einigen Jahren noch diverse Tageszeitungen zumindest einmal in der Woche ihre jugendliche Leserschaft mit einer eigenen Zeitungsseite bedient, so sind diese Sonderseiten heute durchwegs verschwunden. Hingegen versucht der Verband «Schweizer Presse» seit dem Frühjahr 2005 zusammen mit seinen Mitgliedverlagen und den Bildungsbehörden das Zeitungslesen via Schule zu fördern. Mit dem Projekt «Zeitung in der Schule» werden Primarschulkinder direkt angesprochen. Während zwölf Wochen integrieren die Lehrpersonen in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Redaktionen das Zeitungslesen in ihren Unterricht. Jedes Kind erhält dabei täglich sein eigenes Zeitungsexemplar. Viele grössere und kleinere Tageszeitungen beteiligen sich an diesem Projekt, erfrischende Interviews und Schülerreportagen beleben während dieser Wochen die Blätter …

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Mit Wörtern arbeiten

03.04.2012 von

eine Unterrichtsidee von Thomas Lindauer, Zentrum Lesen (Rundschreiben 2007/12)

Das Unterrichtsbeispiel stammt aus dem Arbeitsheft des  Sprachlehrmittels «Die Sprachstarken», das vom Verlag Klett & Balmer in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Lesen der Pädagogischen Hochschule FHNW und der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz entwickelt wird.
Es ist aus der Einheit «Wörter» der 4. Klasse entnommen. Entsprechend dem Konzept des Lehrmittels erweitert es den traditionell eher engen Blick auf Wortarten (dem Hauptthema dieser Einheit) mit Bezug zu einer anderen Sprache um einen sprachhandlungsbezogenen Aspekt, das Schreiben. Die Schülerinnen und Schüler nutzen das lateinische Muster, um in ihrer Muttersprache (in der Standardsprache, im Dialekt oder in einer anderen Sprache) verdichtete Texte herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen hier gemäss der grammatischen Zielrichtung die drei Hauptwortarten. Gleichzeitig bauen sie dabei auch ihre schriftsprachlichen Fertigkeiten aus und erweitern ihren Wortschatz: Die Mustervorgabe verlangt die Arbeit in einem Wortfeld und die offene Anlage ermöglicht eine Vielfalt an Themenfeldern …

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