Archiv für die ‘ 09 Sachbücher ’ Kategorie

Gregor Markl: Die Erde – Eine Reise durch ihre Geschichte

24.09.2012 von

Sachbuch. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bereits vor der Entstehung der Erde irgendwo im All Planeten gegeben hat oder gar noch gibt, auf denen Menschen wie wir die Geburt unseres Planeten vor rund 4.55 Milliarden Jahren miterlebt haben könnten? Berücksichtigt man sämtliche Faktoren, so wird ein derartiges Ereignis ziemlich wahrscheinlich, fast zum sicheren Ereignis, zumindest statistisch gesehen. Das bedeutet, es könnte sein, muss aber nicht unbedingt. Diese Erkenntnis bildet in Gregor Markls Buch den Ausgangspunkt einer Reise zweier Jugendlicher durch die Geschichte der Erde. Beide haben für die Schule eine Arbeit zu schreiben: Pauls Thema ist die Entstehung eines Planeten, während Melanie eine Arbeit über Vulkanismus schreiben will. Möglich wird die Forschungsreise der beiden Protagonisten durch Pauls FORD (Fast Orbital Racing Device = schöner, schneller und stabiler Raum-Raser…). So beginnt ihre Expedition also am Freitag, dem 27. Juli vor 4‘556 Millionen Jahren. Lesende werden in der Folge Zeugen von fast ausnahmslos allen geologischen und kosmischen Ereignissen, die schlussendlich vor rund 3.6 Milliarden Jahren zum Planeten Erde geführt haben, auf dem Leben entstehen konnte. Auf 172 dichten Seiten erfahren Leserinnen und Leser alles über Vulkanismus, Gesteine, Mineralien, Diamanten, Gold, Gebirge und vieles mehr. Auch die verbleibenden 3.6 Milliarden Jahre der Erdentstehungsgeschichte werden beschrieben, allerdings in einer etwas geraffteren Form. Aber auch in diesem Teil lässt der Autor bei der Entstehung von Atmosphäre, Flora und Fauna keinen einzigen wichtigen Bereich aus: Saurier, Säuger, die Eiszeiten und schliesslich die Menschwerdung.

Das Buch endet in der Gegenwart und mit einem Ausblick auf die Zukunft. Wird der Mensch schliesslich irgendwann einmal alles Leben wieder vernichten? Markls Antwort ist zumindest im wissenschaftlichen Sinne tröstlich: Nein, denn es wird ihm nicht gelingen. Zumindest ganz einfaches Leben wird es immer geben, solange die Erde existiert, denn bestimmte Mikroben überleben Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt beinahe beliebig lange, anderen wiederum vermag auch kochendes Schwefel- oder Natronwasser nichts anzuhaben.

Gregor Markl – 1999 in Tübingen zum jüngsten Professor Deutschland berufen – versucht sich mit dem Buch «Die Erde» in der Quadratur des Kreises. Und er schafft es, beinahe zumindest! Denn hält man sich den Umfang und die Komplexität des Themas vor Augen, nichts weniger als die Entstehung, Geologie und Mineralogie der Erde, so hat er tatsächlich etwas Sensationelles geschaffen: Ohne Abstriche an wissenschaftlicher Korrektheit und Genauigkeit ein populärwissenschaftliches Werk zu verfassen, das tatsächlich auch für Laien les- und nachvollziehbar ist! Ob das Buch aber tatsächlich, wie vom Verlag angeregt, bereits ab 8 Jahren Verwendung finden soll, wage ich zu bezweifeln, ausser bei angehenden Genies vielleicht. Überhaupt stellt Markels Sachbuch grosse Ansprüche an Lesekompetenz, Interesse und Ausdauer, selbst wenn Paul und Melanies Erlebnisse einen öfters vergessen lassen, dass man gerade am Studium eines hochkomplexen Sachbuches ist. Schade auch, dass die Qualität der verwendeten Fotografien – wie in den meisten Geologiebüchern übrigens – nicht mit jener des Textes mithalten kann. Trotzdem: «Die Erde» ist ein anspruchsvolles Meisterwerk mit nur wenigen kleinen Schwächen.

Dieses Buch werden alle lieben, die an Geologie Interesse haben und sich von Umfang und Schwierigkeitsgrad des Themas nicht abschrecken lassen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Laien aber auch geologisch Vorgebildete werden dieses tolle Werk in der Freizeit lesen oder und für den Unterricht verwenden können.

Rezension: Peter Steffen

Gregor Markl: Die Erde – Eine Reise durch ihre Geschichte. cbj Verlag, 2008.

Überleben in der Steinzeit – als der Mensch noch der Gejagte war

24.09.2012 von

DVD. Wie hat es der Mensch im Verlaufe seiner Entwicklungsgeschichte geschafft, vom ursprünglich hilflosen Aasesser Homo Ergaster vor rund 1.7 Mio. Jahren zum erfolgreichen Jäger vor rund 11‘000 Jahren zu werden? Dieser spannenden Frage geht der zweiteilige Film nach und zeigt mit faszinierend realistischen Animationen den unglaublich entbehrungsreichen und harten Überlebenskampf von Homo Ergaster, Homo Erectus, Neanderthaler und dem Homo Sapiens gegen Ende der letzten Eiszeit.

In anschaulichen und höchst wirklichkeitsnahen Sequenzen begleitet man unsere Ahnen auf der Suche nach Beutetieren und nimmt Anteil an der gefährlichen Jagd auf Riesenhirsche, Auerochsen, Bären oder Mammuts. Man wird Zeuge von tragischen Einzelschicksalen und erlebt erfolgreiche Quantensprünge in der menschliche Jagd- und Werkzeugtechnik. Der Film stützt sich dabei auf neuste Erkenntnisse und gewinnt zusätzliche Aktualität durch die neu erhärtete Tatsache, dass die gesamte Menschheit vor rund 78‘000 Jahren eher zufällig dem endgültigen Ausstreben, ausgelöst durch eine Naturkatastrophe, entgangen ist. So gesehen könnte diese DVD auch ein gänzlich neues Licht auf das Selbstverständnis unserer Zivilisation werfen, sofern wir denn dazu bereit wären…

Grundsätzlich gefällt der Film durch eine realistische und spannende Inszenierung weiter Teile der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Unterhaltungswert und Wissensgewinn halten sich meiner Meinung nach ungefähr die Waage – etwas, das Lernende zu schätzen wissen. Unsere Vorfahren bekommen durch den Film ein Gesicht und eine Stimme, was dem Lerngewinn im Unterricht durchaus förderlich ist. Der Kommentar begleitet das Geschehen den gesamten Ablauf hindurch sachlich, ohne jegliche dramatisierende Gefühlsduselei. Allerdings bleiben für interessierte Einsteiger möglicherweise viele spannende und berechtigte Fragen offen, weil Spielfilmsequenzen nie alle Bereiche vollständig abzudecken vermögen. Alles in allem aber ein sehr empfehlenswerter Beitrag zum Erfahren unserer Vorgeschichte, der sich wohltuend von überzeichneten, rührseligen Vorgängern – beispielsweise vom Film «Am Anfang war das Feuer» – abhebt.

Der Film wendet sich an alle, die mittels bewegten Bildern mehr über unsere Entwicklungsgeschichte erfahren möchten. Im Unterricht sollte er allerdings nur ergänzend und nicht isoliert zu diesem Thema eingesetzt werden.

Als Einstieg oder als Abschluss zum Thema Menschwerdung ist er jedoch ein wertvolles Lehrmittel, das bei Jugendlichen ab ungefähr 12 Jahren sehr gut ankommen wird. Für Jüngere sind die zu Beginn recht blutigen Szenen weniger geeignet.

Rezension: Peter Steffen

Überleben in der Steinzeit – als der Mensch noch der Gejagte war. Polyband Medien GmbH, 2006.

Die Steinzeit – Höhlen, Mammuts, Neanderthaler

24.09.2012 von

Sach-CD-Rom. Diese CD-Rom thematisiert die Entwicklungsgeschichte des heutigen Menschen sowie die Entstehung der verschiedenen Kulturen. Aus-gehend von den frühesten Hominidenfunden bis zum sesshaft werdenden CroMagnon-Menschen der Kupferzeit erfährt der zeit- reisende Betrachter auf verschiedensten Ebenen in Wort, Bild und Ton das Wichtigste über die bekanntesten Urmenschenarten: ihr Aussehen, ihre Lebensweise, ihre Erfindungen und ihre Kulturgüter. Ein umfangreiches Lexikon, verschiedene Lernspiele, zahlreiche ergänzende Texte und Fotografien über Funde – diese können sogar mit einer Lupe betrachtet und gedreht werden! – ergänzen diese umfassende und vielschichtige CD-Rom.

Selten bin ich auf eine in jeglicher Hinsicht derart gelungene CD-Rom gestossen wie diese: Ausgehend von einem einfachen, klar aufgebauten Layout, über eine einfache Navigation, über Links bis zu hervorragenden Bildern und verständlichen Texten bietet dieses Werk alles, was für einen individualisierenden Unterricht nötig ist. Schwächere wie auch begabte Lernende finden in unterschiedlichem Umfang und Tiefgang Spannendes und Wissenswertes zum Lernen und Erarbeiten. Acht verschiedene Lern- und Testspiele ermöglichen mit ihren unterschiedlich hohen Ansprüchen allen Spielenden Erfolgserlebnisse und gute Unterhaltung. Speziell witzig präsentiert sich beispielsweise das «Höhlenmaler-Spiel», bei dem sich die CD-Benutzenden selber als steinzeitliche Kunstschaffende betätigen dürfen. Selbstverständlich lassen sich ihre Kunstwerke wie auch alle übrigen Sachtexte, Erklärungen und Bilder einfach ausdrucken. Eine rundum gelungene Top-CD zu einem faszinierenden Thema, deren einzige Schwachstelle allenfalls in der nicht immer ganz einfachen Sprache liegt und die deshalb gewisse Ansprüche an die Sprachkompetenz stellt. Aber auch dem kann mit dem wiederholten Abspielen der betreffenden Sequenzen und dem integrierten, einfach zu bedienenden Lexikon begegnet werden.

Sehr empfohlen für interessierte Lehrkräfte und deren Schülerinnen und Schüler ab ungefähr 10 Jahren. Die CD-Rom eignet sich hervorragend für selbstgesteuertes, individualisierendes Lernen.

Rezension: Peter Steffen

Die Steinzeit – Höhlen, Mammuts, Neanderthaler. United Soft Media Verlag GmbH, 2007.

Rainer Crummenerl / Hauke Kock: Abenteuerreise – Von den Dinosauriern bis zu den Wikingern

24.09.2012 von

Sachbuch. Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit der Archäologinnen und Archäologen beginnt die Zeitreise vor 290 Millionen Jahren im Zeitalter des Perm. Auf einer Doppelseite wird der versteinerte Wald von Chemnitz erklärt, der durch einen Vulkanausbruch entstand. Dazu gibt es in einem Kästchen Informationen zum Museum, in dem die Fundstücke gezeigt werden. Diese eindrucksvolle Zeitreise mit den fantasievollen Illustrationen zu archäologischen Fundorten macht Lust auf den Besuch der Museen, um die Fundstücke «live» zu sehen. Die lebendigen Zeichnungen mit den Rekonstruktionen führen Leserinnen und Leser zu 20 Fundorten und in ganz verschiedene historische Epochen. Am Ende des Buches sind auf einer Karte alle Fundstätten und Museen mit Adressen aufgeführt. Zusätzlich verweist ein Register mit allen wichtigen Schlagworten zu den erklärenden Seiten im Buch.

Das Buch ist eine Fortsetzung des Bandes «Abenteuerreise in die Welt der Römer: Die spektakulärsten Fundorte in Deutschland, Österreich, Schweiz». Es ist sehr zu empfehlen für interessierte Leserinnen und Leser ab 10 Jahren. In leicht verständlichen, kurzen Sätzen erfahren sie viel über die Fundsituation und die historische Bedeutung der vorgestellten Fundstücke. Ein spannender Museumsführer für Kinder, der auch Erwachsene zu einer Zeitreise in die Geschichte einlädt.

Almut Hansen

Rainer Crummenerl / Hauke Kock: Abenteuerreise – Von den Dinosauriern bis zu den Wikingern. Arena Verlag, 2005.

Peter Chrisp: Frühe Kulturen

24.09.2012 von

Sachbuch. In der Reihe «Wissen mit Links» hat Dorling Kindersley einige Sachbücher herausgebracht, die gut für Mittel- und Oberstufe geeignet sind. Alle Werke der Reihe sind in derzeit gängiger Manier gestaltet: Jeweils eine Doppelseite ist einem Unterthema gewidmet, kurze Texte ordnen sich erläuternd um Illustrationen und Bilder an. Bezüge zwischen den einzelnen Textabschnitten herzustellen ist vor allem Sache der Leserinnen und Leser. Im vorliegenden Band werden auf diese Weise sehr unterschiedliche Themenbereiche zu frühen Kulturen entfaltet: Die Entwicklung des Menschen, seine Tätigkeiten wie Jagen oder auch künstlerische Leistungen, Erdzeitalter, kulturelle Entwicklungen in verschiedenen Ländern, einige Völker, die Evolution – all dies und noch mehr wird in lockerer Reihung zusammengestellt. Ein Inhaltsverzeichnis führt die einzelnen Abschnitte des Buches auf, sodass sich Lesende nicht in der Themenvielfalt verlieren. Glossar und Register, eine Zeittafel und Worterklärungen ergänzen die Ausführungen. Die Schrift dieser Sachbuchreihe ist für Kinder und Jugendliche recht klein geraten, so auch im vorliegenden Band. Auch Wortwahl und Satzbau sind nicht immer einfach strukturiert. Allerdings ist es gelungen, eine gute Auslegeordnung zum Thema „Frühe Kulturen“ bereitzustellen: Das Buch macht auf diese Weise dem einen oder anderen sicher Lust auf mehr. Ergänzt werden die Bücher dieser Reihe von einer eigenen Internetseite, auf welcher man nach einzelnen Stichworten weiter fahnden kann. Die Suchbegriffe sind im Buch hervorgehoben, sodass sich hier für Lesende daheim wie für den Unterricht Möglichkeiten der Verknüpfung von Buchlesen und Internetrecherche bieten.

Rezension: Nora Kernen

Peter Chrisp: Frühe Kulturen. Dorling Kindersley, 2008.

Bärbel Oftring / Jonas Lauströer: Wie fing alles an? Die Entwicklungsgeschichte des Menschen

24.09.2012 von

Sachbilderbuch. Die Autorin Bärbel Oftring und der Illustrator Jonas Lauströer haben hier ein wunderschönes Sachbuch geschaffen, das sich sehr gut für Jungen und Mädchen ab 12 Jahren eignet. Das Sachbuch ist nicht in eine Reihe eingebunden, sondern als Einzelband erschienen. In linearen, teilweise nicht ganz einfachen Texten werden hier Stationen der Geschichte der Menschheit dargestellt: Afrika als die Wiege der Menschheit, die Entwicklung des aufrechten Gangs, Sprache und Werkzeuggebrauch, Anfang und Ende der Steinzeit und weitere Themen werden hier erläutert. Ein Abschnitt beansprucht jeweils eine Doppelseite, wobei die Textlänge nicht über eine Seite hinaus reicht. Kürzere Texte in Informationskästen ergänzen den Lauftext, der übersichtlich gesetzt ist und Sinnschritte auch in der Anordnung (Absätze) zeigt. Illustrationen ergänzen die Texte gut: grossflächige Zeichnungen in gedeckten Farben, welche einzelne Szenen jeweils auf einer Doppelseite darstellen. Das Buch verfügt über kein Stichwortverzeichnis/Glossar. Das Inhaltsverzeichnis führt alle wichtigen Themen auf. Insgesamt ist es ein sehr empfehlenswertes Buch für die Mittelstufe, das als Einzelbuch neben den Massen an Sachbüchern aus Reihen hoffentlich seine Leserinnen und Leser findet.

Rezension: Nora Kernen

Bärbel Oftring / Jonas Lauströer: Wie fing alles an? Die Entwicklungsgeschichte des Menschen. Sauerländer Verlag, 2009.

Pierre Perlot: Das Leben in der Steinzeit

24.09.2012 von

Sachbuch und Fiktion. Die Cro-Magnon-Menschen sind vor ungefähr 50’000 Jahren in Europa eingewandert und unsere direkten Vorfahren. Ihr Leben und Sterben wird Lesenden anhand einer Geschichte der Sippe Arahu näher gebracht. Die Erzählung beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Leserinnen und Leser begleiten die Sippe durch ihren Alltag, wohnen aber auch ausserordentlichen Ereignissen wie Tod, Geburt und dem Ritus des Erwachsenwerdens bei. Begleitend liefert das Buch auch Sachinformationen zu verschiedenen anderen Themenbereichen des Lebens während der Steinzeit.

Die Abbildungen sind sehr vielseitig und stammen aus verschiedenen Epochen der urgeschichtlichen Forschung. So ist dieses Buch ein Geschichtsband über die Altsteinzeit, zugleich ein Werk über die Altsteinzeitforschung und über die Vorstellungen der heutigen Menschen vom Leben damals.

Ein reizvolles und sehr interessantes Buch, mit dessen Hilfe man in eine längst vergangene Epoche versinken und träumen kann; es eignet sich für Kinder ab etwa der 4. Klasse.

Hans Muggli

Pierre Perlot: Das Leben in der Steinzeit. Knesebeck, 2007. Aus der Reihe: Weltgeschichte für junge Leser.

Jakobs Günther: Die Steinzeitmenschen

24.09.2012 von

Eine Mischung aus Erzählung und Sachbuch. Zu Beginn erzählt das Buch eine kurze Geschichte aus der Steinzeit: Ala, ein kleines Steinzeitmädchen, hütet die Höhle, während ihre ganze Familie auf Jagd ist. Ala kümmert sich darum, dass das Feuer nicht ausgeht. Als sie langsam hungrig wird, nimmt sie sich ein Stück getrocknetes Pferdefleisch und klettert vor der Höhle auf einen Stein. Doch von den Eltern ist nichts zu sehen und zu hören, dafür vernimmt Ala etwas anderes: ein leises Wimmern. Sie geht dem Geräusch nach und findet einen jungen Schakal. Das Tierbaby scheint keine Mutter mehr zu haben. Ala zögert nicht, sie packt den Schakal beim Nacken und trägt ihn in die Höhle. Was wohl die Eltern dazu sagen werden? Sie hofft jedenfalls, dass sie den kleinen Findling behalten darf.

Nach dieser Erzählung werden die Leserinnen und Leser in das Leben der Steinzeitmenschen eingeführt: Mit Hilfe detaillierter Illustrationen werden die Lebensweise, Werkzeuge und Alltagsgegenstände der Steinzeitmenschen beschrieben. Auch die Geschichte von Ala fliesst  in die Ausführungen mit ein.

Dieses Buch eignet sich sehr gut für Kinder der 2. und 3. Klasse, die sich für das Leben der Menschen in der Steinzeit interessieren. Sie gewinnen einen guten Überblick über diese Epoche und möchten sich wahrscheinlich im Anschluss an diese Lektüre noch weiter in die Thematik vertiefen. Ein Erstlesebuch, das sich von der Aufmachung und vom Thema her auch für ältere Kinder eignet, die noch Mühe beim Erschliessen längerer Texte haben: Kurze Sätze, eine grosse Schrift und viele Illustrationen helfen beim Verstehen.

Rahel Romanowski

Jakobs Günther: Die Steinzeitmenschen. Arena, 2004. Aus der Reihe: Das will ich wissen.

 

Christa Holtei / Günther Jakobs: Bei den Steinzeitmenschen

24.09.2012 von

Sachbuch. Das mit schönen Bildern sorgfältig gestaltete Sachbuch führt uns in die Lebenswelt der Steinzeitmenschen. Es erzählt vom Leben in der Eiszeit, dem Nomadenleben und der Jagd nach Mammuts. Welche Spuren der Steinzeitmenschen finden wir heute und was können wir daraus schliessen? Auf einer Doppelseite wird jeweils ein Thema wie Handwerk, Kleidung oder Kunst der Steinzeitmenschen vorgestellt und mit kurzen, verständlichen Texten kindgerecht erklärt. Dazu gibt es jeweils ein Ausklappbild, das eine spannende Frage beantwortet.

Für Erstleser ist die Schrift leider etwas zu klein. Das Buch eignet sich aber sehr gut zum Anschauen und Vorlesen und es macht sicher auch Erwachsenen Spass, ihr Wissen über die Steinzeitmenschen aufzufrischen. Das Buch kann für Kinder von 5 bis etwa 8 Jahren sehr empfohlen werden.

Rezension: Almut Hansen

Christa Holtei / Günther Jakobs: Bei den Steinzeitmenschen. Sauerländer, 2007. Aus der Reihe: Kinder wissen mehr!

Jean-Philippe Chabot / Dominique Joly: Die ersten Menschen

24.09.2012 von

Sachbuch. Dieses bemerkenswerte Sachbuch über die Urgeschichte der Menschen enthält viele farbige Illustrationen. Die Bilder sind detailreich, informativ und entsprechen dem heutigen Wissensstand. Die Texte dazu sind in einfacher, gut verständlicher Sprache geschrieben. Sie vermitteln jungen Lesenden interessante Informationen über Ausgrabungen von heute, die Entwicklung des Menschen, seine Ausbreitungswege und seine Lebensweise in der Alt- und Jungsteinzeit.

Fünf transparente Seiten fördern das Sachverständnis. Durch sie können Vorgänge, die im Text beschrieben sind, übers Bild nachvollzogen werden. So sieht man beispielsweise auf der einen Seite dick verhüllte Rentierjäger gegen Ende der Eiszeit. Wendet man die Folie, kommt die gleiche Landschaft zum Vorschein, jedoch grün und mit leicht bekleideten Menschen beim Fischen. Die Gletscher haben sich vom einen zum andern Bild zurückgezogen. Auf ähnliche Weise werden verschiedene Vorgänge und Sachverhalte anschaulich vorgestellt.

Ein sehr ansprechend gestaltetes und informatives Buch für Kinder im Kindergarten und der Primarschule.

Rezension: Hans Muggli

Jean-Philippe Chabot / Dominique Joly: Die ersten Menschen. Meyers Lexikonverlag, 2007. Aus der Reihe: Meyers kleine Kinderbibliothek.