Forschungsprojekt: Internationalisierung an Fachhochschulen

19.01.2017 by

Schweizer Fachhochschulen werden zunehmend von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund besucht. Welche Bedeutung haben Geschlecht und Herkunft für den Bildungserfolg?

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(Quelle: iStock.com)

Fachhochschulen in der Schweiz sind seit dem Zeitpunkt ihrer Errichtung in den 1990er-Jahren einem weitreichenden Internationalisierungsprozess ausgesetzt. In Lehre und Forschung bilden sie heute Raum für internationale akademische Belegschaften, fördern den Austausch und die Mobilität von Studierenden sowie eine durch Vielfalt geprägte Hochschulkultur. Die Dynamik der Internationalisierung an den Fachhochschulen ist von Steuerungsformen und Richtgrössen des Erfolgs geprägt. Sie wird auch von Diskursen über Gerechtigkeit und gleichstellungspolitischen Kriterien begleitet. Diese schliessen neben der Kategorie Geschlecht weitere Dimensionen sozialer Ungleichheit wie den Herkunfts- und Migrationshintergrund ein.

Projekt «Internationalisierung an Fachhochschulen»
Das Projekt startete im September 2016 und dauert 30 Monate. Ziel ist, Bildungsvoraussetzungen und Bildungserfolg aus der Perspektive verschiedener Akteurinnen und Akteure an Hochschulen sowie von Studentinnen und Studenten mit Migrationshintergrund zu erforschen. Die Studie gilt der Untersuchung dieser Studierendengruppe im Bachelor- und Master-Studium in verschiedenen Fachbereichen (Technik und IT, Soziale Arbeit, Pädagogik sowie Wirtschaft und Dienstleistungen) an zwei ausgewählten Fachhochschulen der Deutsch- und Westschweiz.

Die Forschungsresultate sowie daraus abgeleitete Empfehlungen sollen Fachhochschulen in der Schweiz eine Grundlage bieten, geschlechter- und migrationsgerechte Studienbedingungen in verschiedenen Ausbildungsgängen zu optimieren und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zum Projekt

Kooperation     
Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Pädagogische Hochschule FHNW

Kontakt
Prof. Dr. Maritza Le Breton, Dozentin,
Institut Integration und Partizipation,
maritza.lebreton@fhnw.ch

Diskurse über MigrantInnen in Schweizer Integrationsprojekten

06.12.2016 by

Diskurse über MigrantInnen

Im Buch werden eingelagerte Diskurse in ausgewählten Integrationsprojekten für Migrantinnen und Migranten in der Schweiz analysiert. Anhand von vier Fallstudien zeigt die Autorin, dass Vorannahmen und Zuschreibungen in den Projekten die beruflichen Optionen beeinflussen, welche die Projekte für die Teilnehmenden anvisieren. Diese wiederum zielen darauf ab, dass die Teilnehmenden die Einschätzungen der Projekte übernehmen und ihre beruflichen Ziele entsprechend anpassen. Dabei fokussieren die Projekte vorrangig gering qualifizierte und traditionell lebende Migrantinnen und Migranten, andere Lebensrealitäten drohen aus dem Blick zu geraten. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Stereotypen verfestigen und eine nachhaltige Integration von Migrantinnen und Migranten nicht erreicht werden kann.

Bachmann, Susanne: Diskurse über MigrantInnen in Schweizer Integrationsprojekten. 2016. ISBN: 978-3-658-13922-3


Kontakt

Dr. Susanne Bachmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Forschung & Entwicklung, Hochschulzentrum,
susanne.bachmann@fhnw.ch

Arbeit, Migration und Soziale Arbeit: Prozesse der Marginalisierung in modernen Arbeitsgesellschaften

31.08.2016 by

Die Beiträge des vorliegenden Bandes beschäftigen sich mit Grundlagen und Systematisierungen, Übergangsmanagement, Arbeitsintegration und temporärer Beschäftigung im Kontext von Migration. In besonderer Weise wird dabei die Bedeutung Sozialer Arbeit im Kontext von Arbeit und Migration untersucht.

Migrantinnen und Migranten befinden sich vielfach in prekären, marginalisierten Lebenslagen. Dies gilt insbesondere für den Bereich Arbeit und Migration, weil unter anderem deren Qualifikationen nicht ausreichend anerkannt werden, ihnen der berufliche Aufstieg erschwert wird oder sie rassistischen Formen von Diskriminierung unterworfen sind, etwa bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Zugleich wächst aber auch in den westlichen Arbeitsgesellschaften der Druck, Migrantinnen und Migranten besser als bisher in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung haben dabei Beschäftigungs- und Qualifizierungsinitiativen im Kontext von Migration an Bedeutung gewonnen.

Arbeit, Migration und Soziale Arbeit
Geisen, Thomas/Ottersbach, Markus (Hrsg.): Arbeit, Migration und Soziale Arbeit. Prozesse der Marginalisierung in modernen Arbeitsgesellschaften. 2015. ISBN: 978-3-658-07306-0

Kontakt
Prof. Dr. Thomas Geisen, Dozent,
Institut für Integration und Partizipation IIP,
thomas.geisen@fhnw.ch