Klinische Sozialarbeit: “Mit Zielen arbeiten trotz widriger Umstände”

14.12.2012 by

Die Klientinnen und Klienten der Sozialen Arbeit befinden sich in prekären Lebensverhältnissen und sind vielfältigen sozialen und psychischen Belastungen ausgesetzt. In der Mehrzahl der Fälle befinden sie sich in schwierigen Lebenslagen, die die Sicht auf mögliche Veränderungen verstellt. Es stellt sich damit die Frage, wie die Klientinnen und Klienten Sozialer Arbeit zu Veränderungen motiviert werden können, wie sie Durchhaltewillen entwickeln und welche Prozesse im Kontext psychosozialer Praxis hilfreich sind. Als zentral in dieser Arbeit gilt die Motivation von Klientinnen und Klienten, welche umso einfacher zu wecken ist, je erreichbarer, aber auch bedeutungsvoller Ziele sozialer Interventionen für sie persönlich sind. Weiterführende Fragen sind: Wie können die Klientinnen oder Klienten bedeutsame Ziele für sich (wieder-)entdecken, (neu-)entwickeln und wie könnte eine Zielbindung besser gelingen? Das Wort Ziel kann dabei mit vielen verschiedenen Themen verbunden werden wie beispielsweise klar umschriebene Verhaltensziele, Motive oder Orientierungen, Lebensziele oder Beziehungsziele. Ziele können Vorstellungen, Wünsche, Werte oder andere bedeutsame Inhalte einer Person sein.

Arbeit mit Zielen beansprucht nicht, eine vollumfängliche Lösung sozialer Problemlagen zu sein, allerdings stellt sie einen essentiellen Beitrag zur Bewältigung psychosozialer Problemlagen dar. Ziele selbst haben dabei schon vor ihrer Erreichung einen wichtigen Wert in der Arbeit mit Klienten oder Klientinnen.

Am 13./14. Juni 2013 behandelt die 5. Fachtagung Klinische Sozialarbeit in Olten dieses Thema: „Mit Zielen arbeiten trotz widriger Umstände“ (www.klinischesozialarbeit.ch)