Soziale Netzwerke wirken!

05.06.2012 by

Dies unterstreicht die von Christakis und Fowler (2007) vorgelegte Netzwerk- und Längsschnittanalyse auf der Basis von 12’067 Personen zwischen 1971 und 2003 (Framingham Heart Study). Sie zeigen, dass Rauchende in Gruppen aufhören zu rauchen:

Das Risiko weiter zu rauchen ist

  • um 67% reduziert, wenn der Ehepartner aufhört
  • um 25% reduziert, wenn ein Geschwister aufhört
  • um 36% reduziert, wenn ein Freund aufhört
  • um 34% reduziert, wenn ein Arbeitskollege aufhört

Die Resultate sind unabhängig von der geographischen Nähe.

Ein Video illustriert eindrücklich die komplexe zugrundeliegende Analyse:

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Die Autoren schliessen, dass die Wirkung vieler Gesundheitsförderungsprogramme unterschätzt wird und dass die soziale Dimension von Gesundheit vermehrt in Programme einbezogen werden sollten: «Smoking- and alcohol-cessation programs and weight-loss interventions that provide peer support – that is, that modify the person’s social network – are more successful than those that do not. People are connected and so their health is connected. Consequently, medical and public health interventions might be more cost-effective than initially supposed, since health improvements in one person might spread to others» (Christakis & Fowler, 2007, p. 378).

Christakis, N. A., & Fowler, J. H. (2007). The Spread of Obesity in a Large Social Network over 32 Years. The New England Journal of Medicine, 357, 370-379.
Christakis, N. A., & Fowler, J. H. (2008). The Collective Dynamics of Smoking in a Large Social Network. The New England Journal of Medicine, 358, 2249-2258.