Decent Work! – Internationale Perspektiven im Eingliederungsmanagement

25.03.2015 by

Call for papers zur 4. Fachtagung vom 21./22. Januar 2016 in Olten läuft bis am 20. Juni 2015.

Fragen von Arbeitsintegration und Eingliederungsmanagement haben in den vergangenen Jahren weiter an Bedeutung gewonnen. Insbesondere Unternehmen, Sozial- und Privatversicherungen, Soziale Dienste und andere Institutionen sind angesichts von demographischem Wandel und Fachkräftemangel zunehmend damit befasst, Massnahmen und Aktivitäten zur Reintegration von leistungsveränderten und leistungsgeminderten Beschäftigten zu initiieren und weiter zu entwickeln.

Herausforderungen stellen sich hier vor allem auf Grund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Internationale Studien zeigen, dass es sich hierbei nicht allein um nationale Herausforderungen handelt, sondern dass sich insgesamt für die westlichen Industriestaaten vergleichbare Problemlagen zeigen.

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen der 4. Fachtagung Eingliederungsmanagement internationale Perspektiven im Eingliederungsmanagement vorgestellt und diskutiert. Dadurch sollen Erfahrungen in der Bearbeitung konkreter Problemlagen im Eingliederungsmanagement zugänglich gemacht und Impulse und Anregungen für die eigene Praxis gegeben werden.

Call for papers

Im Rahmen eines Call for papers sind Interessierte aus Forschung und Praxis eingeladen, Proposals einzureichen – unter anderem zu Eingliederungsmanagement in Unternehmen, wohlfahrtstaatlichen Entwicklungen, Arbeitsintegration, Rehabilitation, Sozialfirmen und Diversity Management.

Die Fachtagung wird gemeinsam von der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW und der Hochschule für Wirtschaft FHNW veranstaltet. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Proposals können bis zum 20. Juni 2015 eingereicht werden. Weitere Informationen unter: www.fachtagung-eingliederungsmanagement.ch

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Geisen

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Benedikt Hassler

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Prof. Dr. Guy Ochsenbein

Hochschule für Wirtschaft FHNW

 

 

Internationale Studie zu Disability Management in Unternehmen

13.01.2014 by

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Weshalb führen Unternehmen Disability Management Programme ein und welche Vor- und Nachteile bringen diese Programme mit sich? Diesen Fragen geht ein internationales Forschungsteam in Australien, China, Kanada und der Schweiz nach. Das Projekt wird an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW geführt und koordiniert; beteiligt sind Prof. Dr. Thomas Geisen und Benedikt Hassler des Instituts Integration und Partizipation sowie Prof. Dr. Guy Ochsenbein von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Finanziert wird das Projekt durch das Swiss Network for International Studies (SNIS). Beteiligt ist auch die University of Northern British Columbia (UNBC) in Prince George, Kanada, eine Kooperationspartnerin der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.

Alternde Belegschaften und Fachkräftemangel stellen für Unternehmen zunehmend eine grosse Herausforderung dar. Als Reaktion darauf setzen Unternehmen vermehrt auf den Erhalt des internen Arbeitsmarkts. Eine mögliche Strategie für die Stärkung des internen Arbeitsmarktes ist die Einführung von Disability Management-Programmen. Disability Management (DM) oder Eingliederungsmanagement ist ein Handlungsansatz, der innerhalb von Unternehmen sowohl auf der Fallebene als auch auf der Organisationsebene ansetzt. Ziel ist die Reintegration von erkrankten oder verunfallten Mitarbeitenden. Darin eingeschlossen ist auch die Etablierung und Umsetzung von Massnahmen zu Prävention sowie zur Gesundheitsförderung der Belegschaft.

Das international vergleichende Forschungsprojekt hat eine zweijährige Laufzeit und geht der Frage nach, welche Vor- und Nachteile Disability Management (DM) mit sich bringt, welchen Einfluss der Wohlfahrtsstaat auf DM hat und wie die Bewertung des DM durch die Arbeitnehmenden ausfällt. Dabei werden Fallstudien in jeweils acht Unternehmen basierend auf quantitativen und qualitativen Daten in den vier beteiligten Ländern durchgeführt. Die Resultate, welche Ende Oktober 2015 vorliegen werden, sollen Erkenntnisse über Vor- und Nachteile verschiedener Formen des Disability Management für Unternehmen liefern. Darüber hinaus erhalten Sozialversicherungen Einblicke in die Eingliederungsaktivitäten von Unternehmen. Der international vergleichende Ansatz ermöglicht sowohl die Bedeutung des gesellschaftlichen Rahmens für DM besser zu verstehen als auch einen Wissenstransfer. Die Forschungsbefunde fliessen in die Weiterbildungsprogramme im Bereich Eingliederungsmanagement der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, die auf Basis der Erkenntnisse gezielt weiterentwickelt werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Geisen, Institut Integration und Partizipation IIP, thomas.geisen@fhnw.ch
Benedikt Hassler, Institut Integration und Partizipation IIP, benedikt.hassler@fhnw.ch