Wohnversorgung in der Schweiz: Bestandesaufnahme über Haushalte von Menschen in Armut und prekären Lebenslagen

21.03.2016 by

Rund 84 Prozent der armutsbetroffenen Haushalte in der Schweiz leben in unangemessenen Wohnverhältnissen. Dies zeigt eine Studie der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS und der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW. Hauptursache der ungenügenden Wohnversorgung sind zu hohe Kosten.

Studie WohnversorgungIn den Städten mit gesättigten Wohnungsmärkten wird die Problematik besonders deutlich. Die Studie zeigt auch, dass ungenügende Wohnversorgung in der Tendenz ein urbanes Phänomen ist: Knapp 30 Prozent der Haushalte, die in dicht besiedelten Gebieten wohnen, sind ungenügend wohnversorgt. In ländlichen Gebieten sind es lediglich 18 Prozent der Haushalte. Weiter wird aufgezeigt, dass vor allem Menschen ausländischer Herkunft, Alleinstehende unter 65 Jahren und Alleinerziehende von ungenügender Wohnversorgung betroffen sind.

Die Autorinnen und Autoren haben mit Expertinnen und Experten für Wohnungsfragen und Sozialhilfe 20 Gespräche geführt und konkreten Handlungsbedarf eruiert.

Forschungsbericht Nr. 15/15. 2015.
ISSN: 1663-4659 (eBericht), 1663-4640 (Druckversion)

Kontakt:
Prof. Dr. Carlo Knöpfel,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung,
carlo.knoepfel@fhnw.ch

Yann Bochsler,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung,
yann.bochsler@fhnw.ch

Sozialfirma: Erfolgsmodell für die Armutsbekämpfung?

08.07.2015 by

Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW organisiert die Europäische Sozialfirmenkonferenz zum Thema «Sozialfirma: Erfolgsmodell für die Armutsbekämpfung?», die am 10./11. September 2015 in Olten stattfindet. Das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unterstützen die Europäische Sozialfirmenkonferenz 2015.

Die Zahl der Menschen, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, stieg in den letzten Jahren an. Die Folge: eine Zunahme von prekären Situationen und der Zahl der Armutsbetroffenen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Parallel gewann die Arbeitsintegration durch Sozialfirmen in der Armutsbekämpfung an Bedeutung. Sozialfirmen gelten als ein möglicher Königsweg der Arbeitsintegration. Aber: Inwiefern tragen Sozialfirmen zur Armutsbekämpfung bei, was ist hinderlich?

An der Europäischen Sozialfirmenkonferenz stehen diese Fragen im Zentrum der Keynotes, Workshops und Diskussionsrunden. Das Ziel: Erfolgreiche Strategien der Armutsbekämpfung im Dialog zwischen Praxis, Politik und Wissenschaft weiterzuentwickeln. Angesprochen sind Fach- und Führungskräfte aus Sozialfirmen, Politik, Verwaltung und Forschung aus der Schweiz und Europa.

Informationen, Programm und Anmeldung finden sich unter:
www.socialfirmsconference.ch

Mehr zum Nationalen Programm gegen Armut:
www.gegenarmut.ch

Kontakt:
Prof. Stefan M. Adam,
Institut Coaching, Beratung und Sozialmanagement ICSO,
stefan.adam@fhnw.ch
Bernadette Wüthrich, lic. phil.,
Institut Coaching, Beratung und Sozialmanagement ICSO,
bernadette.wuethrich@fhnw.ch

Schutz vor Armut = Kindesschutz?

13.06.2014 by

Am Kindesschutzkongress vom 8. April 2014, eine Veranstaltung des Amtes für Jugend und Berufsberatung und der Kindesschutzkommission des Kantons Zürich, referierten Prof. Dr. Stefan Schnurr, Prof. Dr. Kay Biesel und Clarissa Schär, M.A., der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW zum Thema “Schutz vor Armut = Kindesschutz?”.

kindesschutz
V.l.n.r.: Die Referierenden Clarissa Schär, M.A., Prof. Dr. Stefan Schnurr, und Prof. Dr. Kay Biesel des Instituts Kinder- und Jugendhilfe der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.

 

Die Referate stehen online zur Verfügung:

Clarissa Schär, M.A.:
Zum Zusammenhang von Armut und Kindeswohlgefährdung

Prof. Dr. Kay Biesel:
Zugänge zu armutsbetroffenen Familien im Kindesschutz finden: methodische Herausforderungen und Chancen

Prof. Dr. Stefan Schnurr:
Was kann die Sozialpolitik zum Schutz von Kindern beitragen?

 

Die Fotogalerie finden Sie hier.

 

Kontakt: Prof. Dr. Stefan Schnurr, Leiter Institut Kinder- und Jugendhilfe, stefan.schnurr@fhnw.ch