Archive for the ‘ Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ’ Category

Mini-Handbuch Gruppendynamik

21.04.2017 by

Mini-Handbuch Gruppendynamik

Wir erleben ein Revival der Gruppendynamik. Zu Recht: Kein Individuum kann die Komplexität, mit der wir konfrontiert sind, allein verarbeiten. Dies ist nur in Gruppen möglich. Damit Gruppen diese Kraft in Selbstorganisation entfalten können, müssen sich ihre Mitglieder aus eigenem Antrieb heraus engagieren. Dabei stellt sich ein Problem: In Organisationen kann man niemanden dazu zwingen, freiwillig zu kooperieren! Damit schliessen sich Zwang und hierarchische Kontrolle als Führungsinstrumente aus. Es gibt andere Lösungen. Dazu benötigen wir jedoch ein tieferes Verständnis für die Dynamik von Gruppen und wir benötigen Räume, in denen Prozesse der Selbstorganisation und Selbststeuerung angeregt werden.

Auf dem Weg dorthin gibt es keine einfachen Rezepte, aber viele Zutaten. Grafiken und Beispiele aus der Berufs- und Alltagswelt verdeutlichen die Ausführungen.

Geramanis, Olaf (Hrsg.): Mini-Handbuch Gruppendynamik. 2017.
ISBN: 978-3-407-36641-2

Kontakt
Prof. Dr. Olaf Geramanis,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung,
olaf.geramanis@fhnw.ch

Arbeits(un)fähigkeit herstellen

09.12.2016 by

Arbeitsunfähigkeit herstellenWie in den meisten entwickelten Ländern ist auch in der Schweiz zu beobachten, dass zunehmend Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und «Behinderungen» aktiviert und beruflich integriert werden sollen. Die immer stärker vorgetragene politische Forderung, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen beruflich einzugliedern, stellt die einschlägigen Institutionen und Fachkräfte vor grosse Herausforderungen. In der Folge vervielfältigen sich entsprechende Praktiken, während die Instrumente und Methoden zur Feststellung von Arbeits(un)fähigkeit verfeinert werden.

Anhand einer Ethnografie in zwei kantonalen Arbeitsintegrationsagenturen geht diese Studie der Frage nach, wie die untersuchten Organisationen die Arbeits(un)fähigkeit ihrer Klientinnen und Klienten konstruieren und bearbeiten. Im Fokus stehen die organisationalen Problematisierungs- und Bearbeitungsstrategien und dahinter stehende Logiken.

Koch, Martina: Arbeits(un)fähigkeit herstellen. Arbeitsintegration von gesundheitlich eingeschränkten Erwerbslosen aus ethnografischer Perspektive. 2016. ISBN: 978-3-03777-155-6

Kontakt
Dr. Martina Koch, wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung,
martina.koch@fhnw.ch

Arbeiten im Call Center

16.08.2016 by

Arbeiten-im-Call-CenterDie Call Center-Branche beklagt sich oft über ihr schlechtes Image in der Schweiz. Tatsächlich ist ein Grossteil der Medienberichte negativ gefärbt und fokussiert  auf Probleme – insbesondere auf schlechte Arbeitsbedingungen. Wie steht es aber wirklich um die Arbeitswelten in der Call Center-Branche? Welche Perspektiven hat die Branche und unter welchen Bedingungen arbeiten die Angestellten?

In der Schweiz arbeiten schätzungsweise knapp 30‘000 Personen in mindestens 900 Call Centern. Die vorliegende Studie fragt nach den Arbeitsverhältnissen in den Betrieben technologisierter Dienstleistungsarbeit. Im Mittelpunkt stehen die einzelnen Mitarbeitenden. Als Fachleute ihrer eigenen Arbeitssituation berichten sie über ihre tägliche Arbeit. Die Untersuchung bietet Einblick in die veränderte Arbeitssituation der Beschäftigten und beleuchtet deren Entwicklungsmöglichkeiten.

Mäder, Ueli/Mugier, Simon (2015). Arbeiten im Call Canter. Eine Fallstudie zur Arbeitspraxis und beruflichen Perspektive von Beschäftigten in Schweizer Call Centern. Basel: gesowip.
IBAN: 978-3-906129-94-5

Kontakt
Prof. Dr. Ueli Mäder, Dozent,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS