Archive for the ‘ Institut Kinder- und Jugendhilfe ’ Category

Prozessmanual. Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung

29.06.2017 by

ProzessmanualDas Prozessmanual bietet Fachpersonen, die Abklärungen des Kindeswohls durchführen, eine Wegleitung für den gesamten Abklärungsprozess: von der Entgegennahme von Hinweisen auf die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bis zum Besprechen der Abklärungsergebnisse mit der Familie.

Das Prozessmanual:

  • bietet praxisbezogene Orientierung für das konkrete Vorgehen in Abklärungsprozessen;
  • definiert die für die Abklärung von Kindeswohlfragen relevanten Schlüsselprozesse;
  • enthält Vorschläge zum Vorgehen bei der Hilfeplanung;
  • ist für die Verwendung im freiwilligen und zivilrechtlichen Kindesschutz konzipiert;
  • kann mit anderen Verfahren, Methoden und Instrumenten kombiniert werden;
  • wurde in Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft entwickelt und erprobt;
  • dient der Sicherung des Kindeswohls bereits während der Abklärung;
  • unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Sozialdiensten/Kinder- und Jugenddiensten und anderen im Kindesschutz tätigen Organisationen und Fachpersonen.

Das «Prozessmanual. Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung» kann im Buchhandel bezogen werden.

Biesel, Kay/Fellmann, Lukas/Müller, Brigitte/Schär, Clarissa/Schnurr, Stefan (Hrsg): Prozessmanual Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung. 2017.
ISBN 978-3-258-08008-6

Kontakt
Prof. Dr. Kay Biesel,
kay.biesel@fhnw.ch
,
Lukas Fellmann, MA,
lukas.fellmann@fhnw.ch
,
Dr. Brigitte Müller,
brigitte.mueller@fhnw.ch
,
Clarissa Schär, MA,
clarissa.schaer@fhnw.ch
,
Prof. Dr. Stefan Schnurr,
stefan.schnurr@fhnw.ch
,
Institut Kinder- und Jugendhilfe

Patenschaften für Kinder aus Familien mit einem psychisch erkrankten oder belasteten Elternteil: Projektevaluation

21.12.2015 by

In der Schweiz gibt es erst wenige spezifisch auf die Bedarfe von Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil ausgerichtete Hilfsangebote. Professionell, d.h. durch eine Fachperson der Sozialen Arbeit, begleitete Patenschaften ermöglichen betroffenen Kindern im Sinne der Resilienzförderung eine konstante und vertrauensvolle Beziehung zu einer zusätzlichen Bezugsperson, gleichzeitig werden die Eltern entlastet. Das Angebot ‘HELP! Patenschaften’ wurde gemeinsam durch die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW und den Basler Träger «Help! For Families» in enger Zusammenarbeit entwickelt – die Kooperation erfolgte dabei im Rahmen der Konzeptentwicklung, der Begleitung während der Umsetzung und der Evaluation.

Bild-Patenschaften_WebDie Evaluation zeigt seitens der Zielgruppe, insbesondere bei alleinerziehenden psychisch belasteten Müttern, einen klaren Bedarf für das Angebot. Die Akquise von Paten- und Nutzerfamilien, die Abklärung von Ressourcen, Wünschen und Bedarfen sowie die Anbahnung und Vermittlung der Patenschaften gestaltete sich anspruchsvoll und forderte von der Patenschaftskoordinatorin ein hohes Mass an Fachwissen und Handlungskompetenzen. Auch zeigte sich, dass die niederschwellige und ehrenamtlich organisierte Unterstützung durch Patinnen und Paten für die Nutzerfamilien hilfreich ist und von den Freiwilligen als Bereicherung wahrgenommen wird. Für das Gelingen bzw. die Aufrechterhaltung einer langfristig laufenden Patenschaft sowie die Unterstützung der Beteiligten in Krisensituationen ist jedoch eine engmaschige und professionelle Begleitung unabdingbar.

Die Analyse der Zielerreichung hinsichtlich der angestrebten Wirkungen zeigte, dass sich auf Basis der wöchentlichen Treffen zwischen Kindern und ihren Patinnen und Paten eine Kontinuität im Beziehungsaufbau ergab, der sich positiv auf ihre Entwicklung auswirkte und als förderlich hinsichtlich einer erhöhten Resilienz gegenüber belastenden Lebensumständen gewertet werden kann. Die psychisch belasteten Mütter wurden durch die regelmässige Betreuung ihrer Kinder sowohl zeitlich wie auch emotional entlastet, was sich durch die langfristige Anlage der Patenschaften und des daraus resultierenden Vertrauens in die Stabilität des Arrangements noch verstärkte. Auch die Patinnen und Paten erlebten die Beziehung zu ihrem Patenkind als Bereicherung. Somit bestätigten sich die im Konzept festgehaltenen Wirkungsziele dieser Unterstützungsform.

In einem weiteren Schritt wird das Konzept des Patenschaftsangebots auf der Basis der Erfahrungen in der Pilotphase sowie der Evaluationsergebnisse überarbeitet und ist ab Mitte 2016 auf Nachfrage zugänglich.

Link zu Evaluationsbericht
(Gesamtbericht und Kurzbericht zum Download):
www.irf.fhnw.ch/handle/11654/10875

Link zu Projektträger und Projekt:
www.help-for-families.ch

Kontakt
Dr. Brigitte Müller,
Institut Kinder – und Jugendhilfe,
brigitte.mueller@fhnw.ch

Evaluation Projekte Peer Education / Peer Tutoring zur Förderung von Medienkompetenzen

11.11.2015 by

Kinder und Jugendliche erlernen Medienkompetenzen meist auf indirekte Weise, zum Beispiel in der Familie, über Freunde oder in der Freizeit. Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen findet der Austausch immer mehr innerhalb der Gruppe der Gleichaltrigen, der sogenannten Peer Group, statt. Deshalb hat das Programm Jugend und Medien die Erprobung des Potenzials der Peer Group als eigenständige Sozialisationsinstanz im Hinblick auf die Aneignung von Medienkompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu einem Schwerpunkt gemacht.

Nun ist ein Forschungsbericht mit detaillierten Ergebnissen zu den Modellprojekten erschienen. Der Bericht ist online verfügbar auf www.jugendundmedien.ch.
Am Bericht mitgearbeitet haben Rahel Heeg und Olivier Steiner vom Institut Kinder- und Jugendhilfe IKJ der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.

Beiträge-zur-Sozialen-Sicherheit
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Kontakt
Dr. Rahel Heeg, Institut Kinder- und Jugendhilfe
rahel.heeg@fhnw.ch

Prof. Dr. Olivier Steiner, Institut Kinder- und Jugendhilfe
olivier.steiner@fhnw.ch