Der Impuls für die Tagung «Mit Zielen arbeiten trotz widriger Umstände»

24.06.2013 by

Letzte Woche fand die Workshop-Tagung Klinische Sozialarbeit zum Thema «Mit Zielen arbeiten trotz widriger Umstände» statt.  Die Tagung wurde am 13./14. Juni an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Olten mit rund 200 Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt.

Das Tagungsthema «Mit Zielen arbeiten trotz widriger Umstände» fokussierte auf die Bedeutung zielorientierter, psychosozialer Arbeit mit schwer erreichbarer Klientel (Geissler, 2005). Klinische Sozialarbeit wurde dabei verstanden als die Fachwissenschaft für die soziale Dimension von Gesundheit und Krankheit (Hüttemann, Rüegger & Wüsten 2012).

Pauls (2011) hebt den Aspekt der behandelnden Sozialarbeit hervor. Damit wird der methodischen Perspektive innerhalb Klinischer Sozialarbeit eine wichtige Bedeutung zugemessen.

Klinische Sozialarbeit als Disziplin und Profession sammelt, überprüft und entwickelt Wissen über psychosoziale Prozesse, die mit sozialer und psychischer Gesundheit verbunden sind. Damit verbindet sich auch die Orientierung an Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit in Korrespondenz zum Verständnis zu allgemeinen Modellen der Sozialen Arbeit.

Im Kontext einer grundlegend ressourcenorientierten Perspektive (Grawe, 2004, Flückiger, 2008 Schmid, 2012, Wüsten, 2009) kommt der Arbeit mit Zielen eine wichtige Bedeutung zu, die je nach Handlungsfeld weiterer Ausgestaltung bedarf.

Graf (2011) spricht von einer Gratwanderung zwischen «Good Lives Model» und Realisierbarkeit der Ziele. In der Sozialen Arbeit findet Zielarbeit vielfach unter erschwerten Bedingungen statt.

Inhaltlich wurden auf der Tagung Methoden und Wissen über die Arbeit mit Zielen in psychosozialen Kontexten thematisiert, erörtert, diskutiert und weiterentwickelt.

Kontakt: Prof. Dr. Günther Wüsten, Tagungsleiter, guenther.wuesten@fhnw.ch

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