Integrierte Quartierentwicklung Aarburg Nord

19.04.2013 by

Vorstellung des “Projet Urbains Integration in Wohngebiete” und der Arbeit des Quartierbüros

Im August 2012 startete das Projekt “Integrierte Quartierentwicklung Aarburg Nord” des Instituts Sozialplanung und Stadtentwicklung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW und der Gemeinde Aarburg, das im Rahmen der 2. Phase des Modellvorhabens des Bundes “projet urbains” umgesetzt wird. Das Projekt zielt über die Einrichtung eines Quartierbüros darauf ab, eine soziale und städtebauliche Vision zu entwickeln und konkrete Massnahmen in den Themenfeldern Soziales, Städtebau, Gewerbe und Verkehr zu realisieren. Schwerpunktthemen sind kinderfreundliches Quartier, Urban Gardening, Gewerbe und Bildung sowie Wohnen und Liegenschaften.

Aarburg-Nord (4100 Bewohnerinnen und Bewohner) ist ein durch Verkehrsachsen (Kantonsstrasse, SBB-Linien, topographische Felsenge, Aare) sowie politisch-administrative Lage (Kantonsgrenze) geteiltes Wohngebiet. Die Folgen drücken sich im Sozialen, Städtebaulichen und Gewerblichen aus: hohe Fluktuation der Bevölkerung, Vernachlässigung einzelner Wohnsiedlungen, Konzentration von sozial benachteiligten Menschen, Abwanderung des Kleingewerbes und Ausbreitung von agglomerationstypischen Gewerben entlang der Kantonsstrasse. Gleichzeitig ist Aarburg Nord sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Aare und Wald sind in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.

Ideensammlung für Aarburg Nord
Im Herbst 2012 forderte das Quartierbüro die Bevölkerung auf, Ideen und Wünsche für Aarburg Nord einzureichen. Der dafür gestaltete Flyer wurde entsprechend der unterschiedlichen Nationalitäten der Bewohnerinnen und Bewohner in fünf Sprachen (Deutsch, Türkisch, Portugiesisch, Serbokroatisch, Englisch) veröffentlicht.

Insgesamt haben 40 Personen fast 100 Vorschläge eingereicht, die in einer Ausstellung im Oktober 2012 der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Konkrete Vorschläge wurden den Themen Natur und Gärtnern, Spazieren, Quartiergestaltung, Begegnung und Austausch, Nachbarschaft, Essen und Kochen u.a.m. zugeordnet. Während der Ausstellung konnten Besucherinnen und Besucher aus dem Quartier die Vorschläge bewerten, indem sie ihre drei Lieblingsideen mit einem Punkt bezeichneten.

So wurde beispielsweise folgender Vorschlag mit vielen Punkten bewertet: gute Verpflegungsmöglichkeiten für Kinder, Gemeinschaftsessen, Verpflegung vor Schulbeginn, Mittagstische vernetzen und koordinieren, gemeinsam bewusst essen, gemeinsam kochen und essen, Projekt Gesund kochen in der Kochschule, etc.

Auch Vorschläge zur Quartiergestaltung und zur Qualität von Aussenräumen wurden von vielen als sehr wichtig eingeschätzt, beispielsweise eine Fussgänger-Brücke über die Aare zwischen Längacker/Kloosmatte zum Ruttiger (das würde das Wandern v.a. für ältere Leute erleichtern), den fehlenden Fussweg ab Rotel bis Olten ergänzen, Personenunterführungen besser unterhalten und gestalten (Beleuchtung, Bemalung) und beleben.

 

 

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