«AIDS-Free Generation» als Ziel der diesjährigen Internationalen Aids Conference

24.07.2012 by

Das Ende der Epidemie muss das Ziel aller Anstrengungen sein im weltweiten Kampf gegen HIV/AIDS. Das heisst, dass die Zahl der HIV-Infektionen und der AIDS-Todesfälle gegen Null tendieren muss.

Hillary Clinton bei ihrer Rede

Erreicht werden soll dies gemäss der heutigen Rede von Hillary Clinton durch die Verbesserung in der Früherkennung und Behandlung von HIV durch verbesserten Zugang zum HIV-Test und zur medikamentösen Behandlung (ART). Eine weitere Massnahme ist die Verbesserung der Prävention der Mutter-Kind-Übertragung, z.b. in Ländern südlich der Sub-Sahara durch bessere Versorgung schwangerer Frauen hinsichtlich Test und HIV-Therapie. Grosse Hoffnung sieht die USA auch in der freiwilligen Beschneidung erwachsener Männer. Letzteres ist aber wissenschaftlich und ethisch umstritten, denn Studien haben gezeigt, dass die Reduktion der HIV-Ansteckung von Frau zu Mann durch die Beschneidung lediglich  bei 65% liegt. Zudem wird diese biomedizinische Präventionsmethode überwiegend für afrikanische Länder propagiert. Viel wichtiger sei es, so Phil Wilson, Präsident und CEO des US-amerikanischen Black AIDS Institute, auf Verhaltensprävention zu setzen. Biomedizinische Methoden, wie etwa die antiretrovirale Therapie zur Senkung der Viruslast im Blut bis zur Nicht-Infektiösität seien zwar wirksam, doch hänge diese Wirksamkeit massgeblich davon ab, dass die Betroffenen die Medikamente auch regelmässige einnehmen: “Biomedizinische Prävention wirkt, aber sie setzt ein  Verhalten voraus, nämlich, dass die Betroffenen konsequent die entsprechenden Medikamente einnehmen.”  Ein weiterer wichtiger Schritt sei es auch Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV abzubauen um Betroffene zu motivieren, sich vermehrt zu outen und HIV ein Gesicht zu geben.

Wie dies gemacht werden kann, zeigte das Satellite Symposium “Speaking Out – HIV Prevention without barriers” des deutschen Gesundheitsministeriums, der Deutschen Aids-Hilfe und des Goethe-Institutes. Gesundheitsminister Daniel Bahr stellte zwei Kampagnen vor, eine aus Deutschland und eine aus Nepal.

Marcel (rechts) berichtet über seine Erfahrungen, offen zu seiner HIV Infektion in Kampagnen zu stehen und darüber zu berichten

In beiden Kampagnen treten HIV-positive Menschen auf, die offen zu ihrer HIV-Infektion stehen. Es wurde nochmals deutlich wie wichtig es ist, offen über Sex zu sprechen, um auch HIV thematisieren zu können. Marcel, HIV-positiv und schwul, der zwei der deutschen Kampagnen repräsentierte, berichtete, warum es so wichtig sei, offen über Sex und HIV zu reden: “Je mehr man erklärt, wie das Leben mit HIV ist, umso mehr kann das stigmatisierende Bild von HIV-positiven Menschen abgebaut werden, um zu zeigen, dass ganz normal mit HIV gelebt werden kann.”

Weitere Informationen über die Kampagnen finden sich unter www.healthrightnow.de

 

Kommentare (1)

Finally, someone is painyg attention to women. I live in Winston-Salem, NC. I was infected in 2002. I became AIDS May 2008. I am fighting diligently to overcome the ignorance that HIV/AIDS is only a gay male disease.I will be sharing this info with my peers when we meet for our support group this week. INCREDIBLY EXCITING AND LONG OVERDUE.I would be appreciative of any guidance you may have to offer. I am working towards becoming 501-3c. Trying to fill some of the gaps in services her, ie, tranportation issues. I am in my infancy though. I believe funding will come to enable me to get vehicle for this purpose. I work as a connector . Many people are reluctant to go for testing, afraid of being seen. I also am working with homeless. There is much to be done. Just glad someone is finally acknowledging what I have been voicing here for long time,

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