Woraus besteht die Sonne?

16.07.2013 by

 

Struktur der Sonnenoberflaeche

Hintergrundwissen zur Sonne:

Mit einem Teleskop sieht man die Sonnenoberfläche als körnige Struktur. Ein einziges dieser Körnchen hat etwa 1000 km Durchmesser!

 

Sonne in hoher Auflösung

Auf diesem Bild wirkt die Struktur pelzig. Noch besser sieht man das in der vollen Auflösung. Es lohnt sich, die Bilder anzuklicken. Die Farben sind künstlich.

 

Was ist das?

Die Körner im ersten Bild entsprechen den Enden der Pelzfäden im zweiten Bild. Die Fäden sind Ströme von heissem, hell leuchtendem Plasma, das aus der unteren Schicht der Sonne an die Oberfläche steigt, erkaltet und am Rand als dunkles Material wieder zurück sinkt. Die Sonne brodelt.

 

Was ist Plasma?

Plasma ist ein geladenes, leuchtendes Gas. Die Sonne besteht aus sehr heissem Plasma. Im Sonneninneren ist es 15 Millionen Grad heiss und sehr dicht. An der Oberfläche ist das Plasma ‘nur’ noch etwa 5500 Grad heiss und eher leicht und gasähnlich.

Auf der Erde kommt natürliches Plasma selten vor, etwa in Polarlichtern oder in Blitzen. Plasma wird künstlich hergestellt für Leuchtstofflampen oder Bildschirme.

Plasma ist kein Material, sondern ein Zustand davon. Es gib verschiedene Plasmen, so wie es verschiedene Gase gibt.

 

Welches Plasma gibt es auf der Sonne?

Das Sonnenplasma besteht hauptsächlich aus Wasserstoff  (75%) und Helium (23%). Ein sehr kleiner Teil (2%) sind schwere Elemente wie Sauerstoff oder Eisen.

Gold? Ein winziger Anteil ist tatsächlich Gold. Da die Sonne so gross ist, dass eine Million Erden darin Platz hätten, ergäbe ein winziger Anteil davon zusammen genommen immer noch einen Brocken von 1,200,000,000,000,000,000,000 kg Gold!

 

Woher kommen diese Elemente?

Wasserstoff und Helium sind beim Urknall entstanden. Die anderen, schwereren Elemente stammen von früheren Sternen.

 

Sonnenforschung

Wilhelm Herschel, ein berühmter Astronom des 18. Jahrhunderts, hielt es für möglich, dass die Sonne eine feste Oberfläche habe und wie alle anderen Planeten bewohnt sei. Vor hundert Jahren wusste man immer noch nicht genau, woraus die Sonne besteht und wie sie funktioniert. Erst Sir Arthur Eddington fand 1920 heraus, dass die Sonne ein riesiger Nuklearreaktor ist.

Auch die anderen Sterne sind aus Plasma. Aber die Sonne ist der einzige Stern, bei dem wir mit einem Teleskop tatsächlich Details wie die körnig aussehende Oberfläche sehen können. Die Sonnenforschung ist auch darum so nützlich, weil wir damit sehr viel über die anderen Sterne lernen, ohne es direkt sehen zu können.

 

Bilder: Swedish Solar Telescope SST in La Palma, Kanarische Inseln

Informationsquellen: www.suntrek.org, SOHO classroom, Wikipedia

 

Kommentare (1)

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