Wunderschöne Polarlichter

11.02.2013 by

Weltraumwetter aktuell: Polarlicht-Beobachtende wurden dieses Wochenende nicht enttäuscht. Der Sonnensturm vom letzten Mittwoch, den 6. Februar, streifte die Erde und brachte die Atmosphäre zum Leuchten.

Polarlicht, Nordlicht, Aurora

Wundervolle Polarlichtnacht nach dem Sonnensturm vom 6. Februar, hier bei Tromsø, Norwegen. Foto: Truls Tiller

Was sind Polarlichter?

Elektrisch geladene Teilchen strömen ständig von der Sonne weg – der Sonnenwind. Entwickelt sich dieser zu einem Sonnensturm, der die Erde trifft, stossen  beim Nord- und Südpol Sonnenteilchen auf die Atmosphäre. Sie kollidieren mit den Luftmolekülen und bringen diese zum Leuchten, ähnlich wie in einer Leuchtstoffröhre.

 

Wieso gerade bei den Polen?

Dort ist die Magnetblase, die uns vor dem Sonnenwind schützt, mit der Erde verbunden. Bei einem Sonnensturm werden die Magnetfelder gestört. Man spricht von einem geomagnetischen Sturm. Sehen Sie in diesem 26-Sekunden Film, was dabei passiert:

 

Wie weit südlich kann man Polarlichter sehen?

Am häufigsten kommen die Polarlichter natürlich im Norden Skandinaviens, Kanadas und Alaskas (Aurora Borealis) oder auf der Antarktis (Aurora Australis) vor. Sichtungen sind auch in Mitteleuropa möglich. 2012 gab es im deutschsprachigen Raum 13 Nächte, in denen Nordlichter gesehen wurden, 2013 noch keine. Es braucht dazu sehr klares Wetter. Während des letzten Sonnenmaximums konnte man sogar in Italien und Griechenland Nordlichter sehen. Das ist aber selten.

Polarlicht beim Bodensee

2004 fotografierte Harald Wochner dieses Polarlicht beim Bodensee.

 

Verbringen Sie Ihre Ferien im Norden?

Schicken Sie uns ein Foto, falls Sie das Glück haben, Polarlichter zu sehen. Gerne suche ich Ihnen Bilder des dazugehörigen Sonnensturms heraus.

 

Und schon ist der nächste Sturm unterwegs, ausgelöst am 9. Februar durch einen Filamentenausbruch. Mehr Polarlichter in Sicht! Mehr Bilder in der Realtime Space Weather Photo Gallery.

 

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