infraVIS – erstes Etappenziel mit grossem Medienecho

30.07.2014 by

Ein erstes Teilziel des KTI-Projektes infraVIS war die soft- und hardwareseitige Integration eines Ladybug5-Panoramakamerasystems in das bestehende stereobildbasierte Vermessungsfahrzeug des Instituts Vermessung und Geoinformation (IVGI). Die Deadline für dieses Vorhaben war bereits seit einiger Zeit durch den Termin der Befahrung von Basel vorgegeben. Ziel dieser Befahrung war die komplette Aufnahme des Grossbasels mit einer Panoramakamera sowie drei weiteren Stereosystemen in Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner iNovitas. Die anspruchsvolle mobile Datenerfassung des komplexen ca. 300 km langen Strassennetzes konnte Mitte Juli erfolgreich durchgeführt werden, womit ein erstes wichtiges Etappenziel unseres Forschungsprojekts erreicht ist.

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Das erweiterte IVGI-Vermessungsfahrzeug mit Panorama- und Stereokameras auf dem Basler Münsterplatz

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Interessierte Medienschaffende an der Medienorientierung des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt

An einer Medienorientierung des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt vom 16.7.14 wurde über die Befahrung, die Nutzung der erhobenen Daten und Datenschutzaspekte informiert, was wiederum zu einer Vielzahl von Artikeln und Meldungen in den Medien führte.

Nachfolgend eine kleine Auswahl an Beiträgen und Artikeln.

Erste Testfahrt mit Panoramakamera

09.04.2014 by

Ein grosses Zwischenziel des Multiview Projektteils war es, im Frühling eine Testfahrt mit der Ladybug5 Panoramakamera zu absolvieren. Dazu wurde die Panoramakamera komplett in das bestehende stereobasierte Mobile Mapping System des IVGI integriert. Diese Integration enthielt vor allem die Abstimmung der neuen Hard- und Software auf die bestehenden Komponenten.

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Die Fahrt führte von Frenkendorf, vorbei am Schloss Birseck, nach Arlesheim durch die schöne Baselbieter Landschaft. Im Vordergrund stand, die nahtlose und synchrone Erfassung von hochaufgelösten Bilddaten mit den Stereokameras zusammen mit der Mehrkopf-Panoramakamera. Die Orientierungsdaten von GNSS und IMU wurden während der ganzen Testfahrt ebenfalls aufgezeichnet. Getestet wurde sowohl die regelmässige Auslösung sämtlicher Kamerasysteme mit fixem Zeitabstand, als auch die Auslösung mit einem distanzabhängigen Triggering über die GPS-Zeit.
Das Resultat der ersten Testfahrt erwies sich als sehr erfreulich. Sämtliche Kameras lösten während der Fahrt zu identischen Zeitpunkten aus. Obwohl während der Aufzeichnung der Daten bei der Panoramakamera ein paar Aufnahmen verloren gingen (kameraseitige Komprimierungsfehler und Probleme mit der Speichereffizienz bei hohen Geschwindigkeiten), konnten die Bildreihen der unterschiedlichen Kamerasysteme, trotz ein paar Lücken in einer Aufnahmeserie, gegenseitig aufeinander abgestimmt werden.
Zukünftig sollen die hochaufgelösten Stereobilddaten bei Befahrungen auf Wunsch um 360° Panoramabilddaten erweitert werden können.

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Neues KTI-Projekt infraVIS gestartet

03.12.2013 by

Erfreulicherweise konnten wir in diesem Herbst ein neues, ambitioniertes Forschungsprojekt lancieren. Das von der Kommission für Technologie und Innovation KTI mitfinanzierte Projekt infraVIS mit Start am 1. Dezember 2013 und einer Laufzeit von 2 Jahren wird in Zusammenarbeit mit der Industriepartnerin iNovitas AG durchgeführt.

infraVIS steht für «Sustainable Infrastructure Management based on Versatile Intelligent 3D Image Spaces». Wie der Titel bereits erahnen lässt, geht es im Projekt um die konsequente Weiterführung unserer bisherigen Forschungsaktivitäten im Bereich bildbasiertes Mobile Mapping für das Infrastrukturmanagement (vgl. KTI-Projekt SmartMobileMapping). Im Fokus stehen Weiterentwicklungen unseres Mobile Mapping Erfassungssystems durch Integration von Panoramakameras sowie deren Implementierung in die gesamte Bildprozessierungskette. Zudem werden neue Matching-Algorithmen für die robuste Generierung hochauflösender Tiefenkarten aus Bildern unterschiedlicher Sensoren und verschiedenster Aufnahmerichtungen untersucht. Auf Nutzerseite sollen weitere Tools zur Nutzung der so generierten 3D-Bilder entwickelt werden, bis hin zur semi-automatischen Rekonstruktion von Strassenmöblierungsobjekten. Das Projekt ist unterteilt in die drei Teile infraVIS.3DExtraction, infraVIS.MultiView und infraVIS.intellImage (siehe Abbildung).

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Abbildung: Die 3 Teile des infraVIS Projektes

Das 7-köpfige infraVIS-Projektteam des IVGI freut sich auf spannende Forschungsaktivitäten, deren Ergebnisse dank der engen Zusammenarbeit mit der Industriepartnerin wiederum direkt in die Praxis einfliessen werden.

SCRUM Kurs zum Projektstart

01.11.2013 by

SCRUM-Workflow aus dem IVGI-Workshop

Letzten Montag und Dienstag fand am IVGI der Kurs zum „Certified SCRUM Master“ statt. Dr. Jürgen Hoffman von der Firma “Das ScrumTeam” führte uns auf sehr anschauliche und interaktive Art und Weise in die verschiedenen SCRUM-„Werte und Prinzipien“ ein. Er vermittelte uns, welche Aufgaben SCRUM Master, Product Owner oder das Entwicklungsteam im gesamten SCRUM-Produktentwicklungszyklus haben und zeigte unter anderem wie man Produktanforderungen stichhaltig und aussagekräftig formuliert.

 Praktisch durchgängig waren die Teilnehmenden bei vielen „Hands-on“ Übungen auch selbst gefordert, beispielsweise beim Marshmallow Challenge oder bei der Durchführung mehrerer praktischer SCRUM-Sprints zur Entwicklung einer neuen Lego-Stadt. Was spielerisch aussieht, hat jedoch einen sehr fundierten und handfesten Hintergrund, so half das „Erleben“ solcher SCRUM Sprints, die Begrifflichkeiten und die Rollenteilung der Teilnehmer besser zu verstehen.

SCRUM wird am IVGI seit mehreren Jahren für Forschungsprojekte eingesetzt. Dieser Kurs stellt sicher, dass die Methodik weiterhin gepflegt und in unsere Forschungs- und Entwicklungs-Prozesse integriert wird. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Kursteilnehmer und den Kursleiter für einen spannenden, aufschlussreichen und lehrreichen Kurs.

Hier ein paar Impressionen aus dem Kurs:

Eines der SCRUM-Teams bei der Beratung des Marshmallow-Challenges

Zweites SCRUM-Team im konzentrierten Schlussspurt

Zufriedene Kursteilnehmer vor ihrem “Product Release”