Gestenerkennung und Tracking Server

Der Funktionsumfang der Android App wurde nun um die Gestenerkennung für Kopfschütteln und Kopfnicken erweitert. Im Video ist zu sehen, wie der Tracking Server mit dem Client kommuniziert, indem er die “Ja”- und “Nein”- Messages vom Android Smartphone empfängt und entsprechend des mittels Skript programmierten Ablaufplans reagiert. Die Programmierung erfolgt in Form eines Text Files, welches die Ausgangszustände und die Zielzustände und die dazugehörigen Übergangsbedingungen eines Clients beschreibt. Übergangsbedingungen können z.B. eine bestimmte Position im Raum, Ja und Nein oder eine bestimmte Wartezeit sein.

Lost in Space? Aktuelles zum Thema “Indoor-Tracking”

Apple gegen Google: Der Kampf um die Vormachtstellung von Software-Unternehmen findet jetzt auch auf dem bislang von Google dominierten Entwicklungsfeld “Indoor-Mapping” statt – die findigen Start Ups von WifiSLAM arbeiten jedenfalls ab sofort für Apple. Einen weiteren Beleg für die wirtschaftliche Relevanz von Indoor-Lokalisation liefert das KTI-Projekt DYGOS an der Hochschule Luzern (siehe hierzu auch diese Studie) mit Projektpartnern wie Netcetera und SBB Immobilien, wobei wiederum Bahnhofsbenutzer im Zentrum des Interesses stehen. Hier kommt Goldgräberstimmung auf – kritische Seiten der Entwicklung (Missbrauch von Ortungstechnologie) bleiben vorerst noch im Hintergrund.

Karten und Navi für Innenräume

In seinem Vortrag beim Workshop vom 10.12.2012 hat Tobias Gädeke mit Nachdruck empfohlen, Gebäudepläne in Indoor-Lokalisationsverfahren einzubeziehen. Solche sind bei öffentlichen Gebäuden oftmals als Fluchtpläne zugänglich. Unlängst hat Google einen Kartendienst für Gebäude gestartet, von dem neben orientierungsschwachen Shopping-Mall-Nomaden auch Indoor-Tracking-Projekte wie das unsere profitieren könnten. Auf der Liste der kartierten Gebäude ist der Badische Bahnhof allerdings noch nicht enthalten. Gebäudepläne konnen hier hochgeladen werden.

Zudem haben Ingenieure vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung nun ein Navigationssystem auch für Innenräume entwickelt: Bisher funktionieren Systeme nur unter freiem Himmel, weil sie ihre Position mittels GPS-Satelliten ermitteln, deren Signale aber nicht durch Decken und Wände dringen. Abhilfe soll ein kleiner Sensor etwa im Smartphone schaffen: Sobald dieses Modul keine GPS-Signale mehr empfängt, misst es, wohin sich der Benutzer bewegt. Natürlich muss das Innenraum-Navi das Gebäude “kennen”. Zu diesem Zweck sollen Smartphones künftig automatisch dreidimensionale Gebäudepläne aus dem Internet herunterladen. Diese werden mit dem Sensormodul gekoppelt, so dass die aktuelle Position auf dem Smartphone angezeigt wird.

 

Workshop, Diskussionen, Apéro: Milestone 1 ist erreicht

Am 10.12.2012 fand zum Abschluss der Initiailsierungsphase unseres Projekts ein Workshop im Entwicklungsbüro der HGK statt. Nach einer ausführlichen Projektpräsentation, inspirierenden Vorträgen von Julia Jochem und Tobias Gädeke aus Karlsruhe und Diskussionen versammelten sich Projektmitarbeitende und Gäste um das köstliche Apéro-Buffet (ganz herzlichen Dank an Nuria Barcelo Gribling!). Zum Abschluss gewährte uns Matthias Krebs einen Einblick in sein erfolgreich abgeschlossenes Projekt einer Space-Mission per Heliumballon.

Erste Version des Tracking Simulators

Eine erste Version des Tracking Simulators ist verfügbar. Der Tracking Simulator erzeugt interaktiv kontrollierbar Trackingdaten und soll — unabhängig vom Zugang zu den realen Räumen und der gegebenen Verfügbarkeit eines installierten Trackingssystems — ermöglichen die Soundapplikation zu entwickeln und zu testen.

Der Tracking Simulator baut auf der aktuellen Processing 2.0 Beta 7 auf. Er kann durch eine xml Datei konfiguriert werden und benutzt, auf der Basis von oscP5, Open Sound Control (OSC) als Datenprotokoll. Der Tracking Simulator erzeugt interaktiv Daten als live stream und ist ausserdem in der Lage selbst einen Stream von Tracking Daten zu lesen und die Positionen in der Kartendarstellung darzustellen.

1. Workshop

Am 10. Dezember 2012 13.30-17 Uhr findet der erste Workshop zu unserem Projekt im Entwicklungsbüro HGK im Basler Dreispitz, Florenzstrasse 9 statt. Wir freuen uns auf unsere erste öffentliche Projektpräsentation, auf zwei Vorträge eines Kollegen und einer Kollegin aus Karlsruhe – Dipl.-Ing. Tobias Gädeke vom Institut für Technik und Informationsverarbeitung referiert über “Hybride Indoor-Lokalisierung in drahtlosen Ad hoc-Netzwerken durch Inertialsensorik”, Julia Jochem vom ZKM über “Lokalisationstechnologien im künstlerischen Kontext, Aktionen im öffentlichen Raum” – sowie auf lebhafte Diskussionen: ein Muss für alle GrenzgängerInnen zwischen Kunst und Technik! Das ausführliche Programm findet sich hier.

Haben Sie Angst, als Maschine entlarvt zu werden?

Diese Frage stellen Sibylle Hauert und Daniel Reichmuth in ihrer interaktiven Installation V.O.C.A.L. (2010/11). Während das Künstlerpaar im Moment dabei ist, ein neues Konzept für das Indoor-Tracking-Projekt auszuarbeiten, lohnt sich ein Blick in die Dokumentation von V.O.C.A.L.:

 

 

 

 

Ein theoretischer Essay zum künstlerischen Schaffen von Sibylle Hauert und Daniel Reichmuth findet sich hier.