Aufteilung Infostand und Startpunkt für Walks

Das Projektteam hat beschlossen, Informationsstand und Startpunkt der Walks, sowohl thematisch als auch örtlich, voneinander zu trennen. Im Eingangsbereich des Badischen Bahnhofs wird ein FHNW-Informationsstand positioniert. Der zweite Stand wird in der “Bar du Nord” positioniert und steht für den Start und Endpunkt der Walks und beinhaltet auch die Ausgabe und Entgegennahme der Headsets.

Klicken Sie auf “weiterlesen”, um detailliertere Infos zu den beiden Ständen zu erhalten.

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Zimmerreisen

Zwischendurch ein Hinweis auf eine zu wenig bekannte Literaturgattung, die Parallelen zum künstlerischen Konzept unseres Projekts (konkreteres dazu in Kürze hier) aufweist: der literarischen Zimmerreise.

“Begründet” wurden sie durch Xavier de Maistre, (Offizier au service de Sa Majesté Sarde). Er erhielt 1789/ 90 eines Duells wegen einen 6-wöchigen Hausarrest. Diesen verwandelte er in eine zweiundvierzigtägige Reise – durch sein Zimmer! Es ist ein sehr besonderer Reisebericht, der das Bett erkundet, das Sofa, die Gemälde an den Wänden, den Spiegel und manchmal auch die eigene Befindlichkeit. Das ist witzig, ironisch, nachdenklich und auch heute noch sehr vergnüglich zu lesen – und irgendwie auch noch immer modern. Oder wie es Bernd Stiegler schön formuliert: “es ist ein Reisebericht, dem es um die ferne Nähe und die nahe Ferne geht und um Ereignisse in einem Raum, in dem es eigentlich keine Ereignisse gibt. Die Zimmerreise ist eine Art Ent-fernung, die abrückt von einem Raum der Gewohnheit und diesen neu erkundet und zugleich beschreibt”.

Natürlich bildete diese besondere Reiseliteratur einen Kontrapunkt zu den damals gerade aufkommenden Abenteuer- und Exkursionsreiseberichten aus den entlegensten Winkel der Welt. Bernd Stiegler hat das näher untersucht: in “Reisender Stillstand – Eine kleine Kulturgeschichte der Reisen in und um das Zimmer herum”. Übrigens unglaublich, was er alles so zutage bringt, Xavier de Maistre blieb bei weitem nicht der einzige, zum Beispiel haben Carol Dunlop und Julio Cortazar in den 1980ern eine ganz besondere Autobahnreise unternommen: jeder Rastplatz musste angefahren und erforscht werden, auf jedem zweiten wurde im Bus genächtigt, so brauchten die beiden für die Strecke Paris-Marseille 32 Tage und Nächte, und entdeckten entlang dieser Route, zu Ihrem eigenen Erstaunen, das Paradies …

Wir sind durch den Titel einer Ausstellung auf dieses literarische Phänomen gestossen: “Zimmerreisen”, ein Projekt von Esther Hiepler mit SchülerInnen des Vorkurses der Schule für Gestaltung.

Xavier de Maistre, Die Reise um mein Zimmer, München: Winkler Verlag 1968

Bernd Stiegler, Reisender Stillstand, Frankfurt am Main: S.Fischer 2010

Julio Cortazar, Carol Dunlop, Die Autonauten auf der Kosmobahn, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996

Gestenerkennung und Tracking Server

Der Funktionsumfang der Android App wurde nun um die Gestenerkennung für Kopfschütteln und Kopfnicken erweitert. Im Video ist zu sehen, wie der Tracking Server mit dem Client kommuniziert, indem er die “Ja”- und “Nein”- Messages vom Android Smartphone empfängt und entsprechend des mittels Skript programmierten Ablaufplans reagiert. Die Programmierung erfolgt in Form eines Text Files, welches die Ausgangszustände und die Zielzustände und die dazugehörigen Übergangsbedingungen eines Clients beschreibt. Übergangsbedingungen können z.B. eine bestimmte Position im Raum, Ja und Nein oder eine bestimmte Wartezeit sein.