Tech Talk 4

Der Tech-Talk 4 findet ausnahmsweise im elektronischen Studio statt und erlaubt uns dadurch einen spannenden Blick in die Räumlichkeiten des Studios.

Die künstlerische Leitung stellt uns die erstellte Partitur vor und präsentiert uns den Wunschkopfhörer.

Es wird über die Anforderungen aus Sicht Technik und Musik an eine Simulationsumgebung diskutiert. Die künstlerische Leitung macht klar, dass sie auf eine Simulationsumgebung nicht angewiesen sind. Da die HGK nicht vertreten ist, bleiben deren Absichten bezüglich Simulationsumgebung weitgehend unklar. Eine entsprechende Klarstellung wird allseits gewünscht. Folgende Anforderungen werden festgehalten:

  • Funktionsüberprüfung des Gesamtsystems
  • Visualisierung der lokalisierten Personen inkl. Ausrichtung
  • Mithören des Audiostreams pro lokalisierte Person
  • Simulation: interaktives verändern der Personenattribute und Mitverfolgung der sich daraus erge-benden Konsequenzen
  • Einblick ins System für Interessenten

Als Gate-Watching-Technologie wird Ultraschall vorgesehen.

Karten und Navi für Innenräume

In seinem Vortrag beim Workshop vom 10.12.2012 hat Tobias Gädeke mit Nachdruck empfohlen, Gebäudepläne in Indoor-Lokalisationsverfahren einzubeziehen. Solche sind bei öffentlichen Gebäuden oftmals als Fluchtpläne zugänglich. Unlängst hat Google einen Kartendienst für Gebäude gestartet, von dem neben orientierungsschwachen Shopping-Mall-Nomaden auch Indoor-Tracking-Projekte wie das unsere profitieren könnten. Auf der Liste der kartierten Gebäude ist der Badische Bahnhof allerdings noch nicht enthalten. Gebäudepläne konnen hier hochgeladen werden.

Zudem haben Ingenieure vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung nun ein Navigationssystem auch für Innenräume entwickelt: Bisher funktionieren Systeme nur unter freiem Himmel, weil sie ihre Position mittels GPS-Satelliten ermitteln, deren Signale aber nicht durch Decken und Wände dringen. Abhilfe soll ein kleiner Sensor etwa im Smartphone schaffen: Sobald dieses Modul keine GPS-Signale mehr empfängt, misst es, wohin sich der Benutzer bewegt. Natürlich muss das Innenraum-Navi das Gebäude “kennen”. Zu diesem Zweck sollen Smartphones künftig automatisch dreidimensionale Gebäudepläne aus dem Internet herunterladen. Diese werden mit dem Sensormodul gekoppelt, so dass die aktuelle Position auf dem Smartphone angezeigt wird.

 

Workshop, Diskussionen, Apéro: Milestone 1 ist erreicht

Am 10.12.2012 fand zum Abschluss der Initiailsierungsphase unseres Projekts ein Workshop im Entwicklungsbüro der HGK statt. Nach einer ausführlichen Projektpräsentation, inspirierenden Vorträgen von Julia Jochem und Tobias Gädeke aus Karlsruhe und Diskussionen versammelten sich Projektmitarbeitende und Gäste um das köstliche Apéro-Buffet (ganz herzlichen Dank an Nuria Barcelo Gribling!). Zum Abschluss gewährte uns Matthias Krebs einen Einblick in sein erfolgreich abgeschlossenes Projekt einer Space-Mission per Heliumballon.

Erste Version des Tracking Simulators

Eine erste Version des Tracking Simulators ist verfügbar. Der Tracking Simulator erzeugt interaktiv kontrollierbar Trackingdaten und soll — unabhängig vom Zugang zu den realen Räumen und der gegebenen Verfügbarkeit eines installierten Trackingssystems — ermöglichen die Soundapplikation zu entwickeln und zu testen.

Der Tracking Simulator baut auf der aktuellen Processing 2.0 Beta 7 auf. Er kann durch eine xml Datei konfiguriert werden und benutzt, auf der Basis von oscP5, Open Sound Control (OSC) als Datenprotokoll. Der Tracking Simulator erzeugt interaktiv Daten als live stream und ist ausserdem in der Lage selbst einen Stream von Tracking Daten zu lesen und die Positionen in der Kartendarstellung darzustellen.