Indoor Tracking für Bahnhöfe

Das bahnhofsspezifische Potenzial der Indoor-Tracking-Technologie haben nun auch die SBB erkannt und lancieren diese Ausschreibung:
“Die SBB sucht einen Partner zur Entwicklung eines öV-Navigation-Systems, welches den Reisenden beim Ein- und Umsteigen in die verschiedenen Verkehrsmittel sowie bei der Orientierung und Suche im Bahnhof und dessen näheren Umgebung unterstützt.
Der Antragsteller erstellt für die strategisch wichtigen Bahnhöfe der SBB ein Navigations-System welches die folgenden Elemente enthält:

• Anzeige Bahnhofplan und Perimeter Bahnhof auf dem Smartphone
• Manuelle Suche eines Ziels (Gleis, Shops, POI, Services) mit Anzeige auf dem Bahnhofplan. Zu gewünschten Shops oder Bahnhofservices sollen zusätzliche Detailinformationen wie Öffnungszeiten, Angebote, Logo, Tel.-Nr. etc. angezeigt werden
• Punktuelle Anzeige des Standorts für Ankunft und Abfahrt auf dem Bahnhofplan auf Basis der Fahrplanauskunft
• Anzeigen des Fusswegs in geeigneter Form auf dem Bahnhofplan
• Automatische Standorterkennung
• Aktive Lenkung der Kundenströme im Bahnhof”

Lautlots Workshop 2

Mit dem Workshop 2 am 14.9.2013 im Rahmen der Tagung Synthesize konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Unmittelbar nach den öffentlichen Soundwalks wurden die technischen und künstlerischen Implikationen der Projektarbeit diskutiert, bereichert durch Ausführungen unseres Praxispartners Peter Fierz zu Spezifikationen des Use-Cases (Badischer Bahnhof). In Vorbereitung sind Dokumentationen der künstlerischen und technischen Forschungsarbeit sowie auch Folgeprojekte, über die wie wir zu gegebener Zeit informieren.

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Das Forschungsteam. Continue reading

Generalprobe und Vernissage

Am 8.9.2013 fand die LautLots-Vernissage mit geladenen Gästen statt, die sich auch als Testpersonen für die Generalprobe zur Verfügung stellten. Alle Systeme funktionierten einwandfrei, so dass die (leider schon ausgebuchten) öffentlichen Soundwalks heute wie geplant beginnen können. Danke an alle Teilnehmenden und an Bruno Zihlmann und sein Team von der Bar du Nord für das feine Apéro!

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Einweisung des ersten Testteams – Bernd Eichinger (FHNW), Dieter Reith (Deutsche Bahn, verdeckt), Claudia Mareis (IDK), Crispino Bergamaschi (Direktionspräsident FHNW), Maria Iselin-Löffler (Fachhochschulrat) – durch Michael Kunkel und Sibylle Hauert.

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Crispino Bergamaschi (Direktionspräsident FHNW)

IMG_3182-1Claudia Mareis und Maria Iselin-Löffler

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Ursula Freiburghaus (Gare du Nord) und Erik Oña (Elektronisches Studio Basel)

IMG_3189Echtzeitige Visualisierung von getrackten Teilnehmenden in der Bar du Nord

IMG_3207Getrackte Spuren der Teilnehmenden

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Synthesize – Zur Zukunft digitaler Medienkulturen

Nach den Soundwalks findet am 14.9.2013, 14 Uhr im Rahmen des Symposiums Synthesize – Zur Zukunft digitaler Medienkulturen ein öffentlicher Workshop zum Projekt “Large Scale Indoor Tracking in transitorischen Räumen” statt. Teilnehmer sind  MitarbeiterInnen der beteiligten Hochschulen und Peter Fierz, der als Architekt des Rückbaus des Badischen Bahnhofs unser Projekt von Beginn an unterstützend und beratend begleitet hat. Der Workshop orientiert sich an den Leitfragen der Tagung: Welche Synthesen liegen gestalterisch-künstlerischen Verfahren und Praktiken zugrunde? Welche Synthesen wären möglich und wünschenswert? Welche Formen der interdisziplinären Wissensproduktion könnten daraus resultieren?

Baustelle Badischer Bahnhof

WP_20130812_001In der Woche vom 19. bis 23.8.2013 wurden diverse Testphasen in den einzelnen Klangräumen von LautLots durchgeführt. Alle Trackingsysteme sind installiert, die Bahnhofsräume mediatisiert. Im nächsten Schritt werden sie zum Rundgang verbunden.

Baustation für die LautLots-Headsets.

Baustation für die LautLots-Headsets.

Eine Testperson.
Eine Testperson.

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Kamerabasiertes Tracking in der Bar du Nord

IMG_3017In der Bar du Nord kommt eine selbst entwickelte Bildanalyse-Software zur Bestimmung der Positionen und Ausrichtungen der Personen zum Einsatz. Damit die Position im Raum und die Orientierung einer Person bestimmt werden kann, muss diese ein Headset (siehe rechts) auf dem Kopf tragen. Das Headset beinhaltet unter anderem speziell angeordnete Infrarot-LEDs, welche sowohl die eindeutige Identifikation als auch die Bestimmung der Kopfausrichtung ermöglichen.

WP_20130812_002Bei den eingesetzten Kameras handelt es sich um handelsübliche, weitwinklige Überwachungskameras, welche auch in der Nacht im nahen Infrarotbereich betrieben werden können. Durch zusätzlich eingebaute Infrarotfilter werden störende Bildinhalte aus dem sichtbaren Spektrum herausgefiltert, so dass die von den Headsets ausgestrahlten Infrarotsignale ohne grosse Bildbearbeitung analysiert und weiterverarbeitet werden können. Die Grösse des Raumes erfordert den Einsatz von mehreren Kameras, welche nebeneinander angeordnet sind und deren Videoströme parallel auf einem Rechner analysiert werden. Die ermittelten Positionen und Ausrichtungen der Headsets bzw. Personen werden mittels des OSC-Protokolls an einen Server gesendet, welcher die empfangenen Informationen an alle registrierten Datenkonsumenten weitersendet. Dadurch lassen sich die Bewegungen der getrackten Personen in verschiedenen Räumen des Badischen Bahnhofs gleichzeitig visualisieren.

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