Es kommt auf die Länge an …

31.01.2012 von

auch bei der Unternehmensbewertung.

Die Marktrisikoprämie ist Kernstück moderner Bewertungsverfahren. Zu deren Berechnung wird von der Rendite eines Aktienindex der risikofreie Zins abgezogen (Dimson/Marsh/Staunton-Methode). In einem aktuellen Beitrag der NZZ vom 30.1.2012 (S. 23) wird darauf hingewiesen, dass es dabei ganz erheblich auf die Länge des Betrachtungszeitraums ankommt. 2007 bis 2011 lag die Aktienrendite bei – 5.59%, 2002 – 2011 bei 1.27%. Erst in fast säkularer Betrachtung (1926 – 2011) werden die häufig behaupteten gut 5% (5.25%) nachgewiesen. Die Bedeutung dieser Betrachtungszeiträume zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des IFF zur Praxis der Unternehmensbewertung. Fast alle untersuchten Bewertungsgutachten verwenden zur Berechnung der Marktrisikoprämie die Langzeitstudie von PICTET, welche die Rendite Schweizer Aktien von 1925 bis 2011 berechnet. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Jahrbuch Treuhand und Revision 2012 veröffentlicht.

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