Wann können Dozierende ihre Arbeit gut machen?

20.06.2018 by

Angeregte Gespräche unter EUT-Dozierenden am Workshop an der “Klausur Technik”.

“Deine Sicht ist gefragt!” So eröffneten die Studiengangleiter Christoph Gossweiler und Peter Stuber sowie die Studiengangleiterin Concetta Beneduce gestern einen Workshop des Studiengangs EUT an der jährlichen “Klausur Technik”, einer Weiterbildungsveranstaltung für alle Mitarbeitenden der Hochschule.

“Was kann der Studiengang tun, damit ihr Dozierenden ihren Job noch besser machen können?”, lautete die Arbeitsfrage des Workshops. Während zweier Stunden analysierten Dozentinnen und Dozenten mit Moderatorin und Dozentin Ingrid Giel den Studiengang EUT: Was läuft gut? Wovon braucht’s mehr – wovon weniger? Was muss stoppen? Welche neuen Ideen gibt’s? Die Liste der positiven Aspekte und Entwicklungen war lang – das Entwicklungspotenzial hingegen wurde ebenfalls klar: Dozierende sollen sich über die Module hinweg austauschen, generell soll weniger Stoff “eingeprügelt” und mehr kritisch überlegt werden. Ziel bei allen Verbesserungen: Den Studierenden ein noch besseres, spannenderes Studium zu ermöglichen.

Die grosse Stille bei der Turbine

18.06.2018 by

Blick zu den Turbinen des Windparks Verenafohren: EUT-Exkursion ins deutsche Wiechs. Bild: ZVG. 

Zum Semesterabschluss trafen sich Studierende und Dozierende des Studiengangs EUT zu einer Windpark-Exkursion. Ziel war der Windpark Verenafohren im deutschen Wiechs, unmittelbar neben der Grenze zum Kanton Schaffhausen.

(Klaus Eisele) Der Windpark Verenafohren ist der grösste und modernste Windpark in der Region. Er besteht aus 3 Nordex-N131-Turbinen mit jeweils 3.3 MW Nennleistung und ist erst seit einem halben Jahr im Betrieb.

Spaziergang zu den Turbinen

Mit der Begleiterin Jutta Gaukler, Mitarbeiterin eines der Betreiberunternehmen solarcomplex, gingen die Studierenden und Dozierenden der Module «Erneruerbare Energie Solartrechnik» (eest) und «Realisierung von Windandlagen im Spannungsfeld von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft» (res) die letzten Kilometer des Weges der Windturbinen. Auf dem Weg wurden die juristischen Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz diskutiert und aufgezeigt. Dies war möglich, weil Reinhard Zweidler, Dozent für Recht im Studiengang EUT, dabei war.

Überraschung am Ziel

Überraschend waren die steilen Transportwege durch den Wald, den die Turbinen zurücklegten. Das überraschendste war jedoch die Stille um die grosse sich drehende Windturbine. Das lauteste Geräusch entstand durch das Drehen der Kanzel bei Windänderungen. Mit einem abschliessenden gemütlichen Flammkuchenessen wurde der spannende Tag abgeschlossen. Insgesamt war die Exkursion lehrreich, spannend und erholsam für alle Beteiligten.

Für weitere Informationen: www.verenafohren.de.

Das EUT-Fach: Was ist eeww?

21.05.2018 by

Energie- und Umweltingenieure arbeiten im Umfeld der Energiestrategie 2050. Deshalb müssen sie genau Bescheid darüber wissen, wie Wind und Wasser für die Stromproduktion genutzt werden können. Das ist anspruchsvoll und braucht Wissen aus verschiedenen Fachbereichen. Das Modul «Erneuerbare Energien: Wind und Wasser» (eeww) schult angehende Berufsleute für die Arbeit im Umfeld der nachhaltigen Stromproduktion.

Wer ein Wasserkraftwerk bauen will, braucht technisches Wissen. Bis es aber zum Bau kommt, ist Expertise in zahlreichen weiteren Fachgebieten wichtig – zum Beispiel über die rahmengebenden Gesetze und Verordnungen oder die politischen Prozesse bei der Bewilligung. Auch Berechnungen für die Wirtschaftlichkeit sind im Planungsprozess essenziell. Diese inhaltliche Komplexität betrachtet das Modul «Erneuerbare Energien: Wind und Wasser» genauer. Angeboten wir das Modul in der Fachergänzung «Energiesysteme» im letzten Studienjahr – für Studierende aus den Bereichen Energie- und Umwelttechnik sowie Maschinenbau.

Lernen am konkreten Beispiel

«Die Studierenden sollen lernen, ein System zu analysieren und ein Projekt aufzubauen», sagt Stefan Roth, Dozent des Moduls eeww. Natürlich behandeln sein Kollege Beat Ribi und er die theoretischen Grundlagen – die Eulergleichung oder verschiedene Bauarten von Wasser- und Windturbinen. Viel Zeit investiert Roth in seinem Unterricht jedoch in ein konkretes Kraftwerksprojekt. Dabei denken die Studierenden den Prozess eines Bauvorhabens von A bis Z durch.

Die Kunst des Perspektivenwechsels

In den Projektteams übernehmen die Studierenden unterschiedliche Warten ein: Einer ist Techniker, die andere Ökonomin, jemand beschäftigt sich mit den politischen und gesetzlichen Grundlagen. Und eine Person muss als Projektleitung alles koordinieren. «Ungewohnt sind für die Studierenden die gesellschaftlichen Themen: politische Prozesse und gesetzliche Grundlagen», sagt Roth. Aber genau diese Bereiche an den Schnittstellen zur Technik entscheiden häufig über den Erfolg eines grossen Wasser- oder Windprojekts. Aufgabe der Schlusspräsentation ist es jeweils, einen Geschäftsführer von einem Vorhaben zu überzeugen, auch mit Argumenten der Wirtschaftlichkeit.

Ein Traumtag auf dem Bodensee

28.04.2018 by

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Strahlendes Wetter für die Bootsfahrt. Bild: ZVG. 

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Die Mannschaft: Maximilian Schaffrinna, Projektleiter Stefan Henz, Bootsbesitzer Leonhard Widenhorn, Manuel Pfulg, Englisch-Dozentin Karen Schrader, EUT-Coach Klaus Eisele, Aline von Jüchen, EUT-Projektschienenverantwortliche Yvonne Zickermann und Jonathan Fercher. Bild: ZVG.

(Stefan Henz und Team) Ein Projektteam des Studiengangs EUT befasste sich im Rahmen eines Semesterprojekts (P2) mit effizienten Energiesystemen für Segeljachten. Nachdem alle theoretischen Grundlagen erfasst und die Energiebilanzen errechnet worden waren, konnte gestern eine solche Jacht auf dem Bodensee in Sipplingen besichtigt werden. Dies war hilfreich, da zuvor niemand Segelbooterfahrung hatte. Man bekam einen Eindruck der Grössenordnungen an Bord und wie das Energiemanagement an Bord funktioniert beziehungsweise wo Energielieferanten und Verbraucher platziert sind.

Ein grosses Dankeschön gilt Klaus Eisele für die Organisation sowie Leonhard Widenhorn für seine Bereitschaft, sein Boot zur Verfügung zu stellen und ausführlich zu erklären.

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Lagebesprechung an Bord: Klaus Eisele im AUstausch mit Studierenden. Leonhard Widenhorn erklärt seinen Bootsantrieb. Bilder: ZVG.

EUTler fassen Tritt im Beruf

27.04.2018 by

“Über 100 Firmen haben schon Abgänger aus unserem Studiengang angestellt – drei davon hören wir heute”, sagte Peter Stuber zur Begrüssung der Abendveranstaltung “EUT Berufspraxis”. Der Studiengang sei jung, aber doch: Im Herbst 2018 startet der 8. Jahrgang mit dem Studium Energie- und Umwelttechnik. Die EUT-Community wächst – heute Abend fand bereits die 10. Veranstaltung “EUT Berufspraxis” statt. 

Bastian Schmelzkopf von Schnyder Ingenieure BE AG Langenthal

Schmelzkopf

Kleines Team und viel Flexibilität: Bastian Schmelzkopf erzählt von seinem Alltag. Bild: RW.

  • Wann hast du abgeschlossen? Herbst 2015, Vertiefung Energiesysteme
  • Wie war die Jobsuche? “Ich schrieb 5 Bewerbungen, die 4. Bewerbung war’s!”
  • Was ist der Job? 5 Projekte als Projektleiter oder Projektmitarbeiter, alles Energieprojekte – “Hier bin ich zuständig für Sanierungen, Betriebsoptimierungen, Konformitätsprüfungen, Modernisierungen oder Energiecontrolling.”
  • Was magst du am Job? Kleines Team von 3 Orten am Standort, viel Flexibilität (“dieses Jahr war ich schon 3 Monate in Neuseeland”)
  • Welche Inhalte aus dem Studium sind dir heute nützlich? “Die Projektschiene war wichtig. Hier habe ich gelernt: Wie kann ich ein Problem angehen und lösen? Alles weitere kann man lernen.”

Marco Hächler vom ibe institut bau+energie ag in Bern

Hächler

Vielfalt im Berufsalltag: Marco Hächler erzählt von der Arbeit als Energieingenieur. Bild: RW.

  • Wann hast du abgeschlossen? Herbst 2015, Vertiefung Energie am Bau
  • Wie war die Jobsuche? “Die Stelle war nicht offiziell ausgeschrieben – ich hatte mich spontan beworben und sie nahmen mich.”
  • Was ist der Job? Projektleiter Energie, dazu gehören: Beratungen in allen Energie-Belangen für Private, Minergie-Anträge prüfen, Energieanalysen, Betriebsoptimierungen, Energieverbrauchsanalysen erstellen und Zielvereinbarungen machen, Gebäudeenergieausweise der Kantone (GEAK) erstellen
  • Was magst du am Job? “Er ist abwechslungsreich und anspruchsvoll zugleich.”
  • Welche Inhalte aus dem Studium sind dir heute nützlich? Interdisziplinäre und strukturiertes Denken und Vorgehen. Und: “Während des Studiums wollte ich es nicht wahrhaben, aber: Gute Energieberater müssen sich im Gesetzes-Dschungel auskennen!”

Carole Sägesser von TESTEX AG (Textilprüfungsinstitut) in Zürich

Sägesser

Zwischen China und der Schweiz: Carole Sägesser berichtet von ihrem Alltag als Teamleiterin. Bild: RW.

  • Wann hast du abgeschlossen? Herbst 2016, Vertiefung Umwelt und Management
  • Wie war die Jobsuche? Per Zufall, nach einer erfolglosen Suche im Nachhaltigkeitsbereich. “Nach zwei Wochen temporär wollte ich unbedingt bleiben – und nach zwei Jahren wurde ich schon befördert.”
  • Was ist der Job? “Kein klassischer technischer Job”, Teamleiterin Kundenberatung: Verantwortung verschiedener Schritte im Zertifizierungsprozess mehrerer Oeko-Zertifikate, dazu gehören Kundenkontakte, Ausstellung von OEKO-TEX-Label, interne Prozessentwicklung oder Führung eines Teams mit 6 Mitarbeitenden. Zudem: Master-Studentin International Management.
  • Was magst du am Job? die Vielfalt!
  • Welche Inhalte aus dem Studium sind dir heute nützlich? “Ich spreche nur Englisch – diese Module waren wichtig. Die EUTler denken analytisch und logisch. Das brauche ich jeden Tag.” Weitere wichtige Module: Umweltchemie und Chemie, Statistik, Nachhaltiges Marketing und die Projektmodule, vor allem fürs Zeitmanagement. Für das Master-Studium: sämtliche Module aus der Vertiefung Umwelt und Management.

Zuhörer

Rege Beteiligung an der 10. “EUT Berufspraxis”

 

Batterie statt Diesel bei den Winterthurer Trolley-Bussen

26.04.2018 by

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In der ersten Monatshälfte hat «Stadtbus Winterthur» einen neuen Trolley-Bus getestet. Statt ausserhalb der Oberleitungen auf Diesel umzuschalten, fährt dieser Bus mit Batterie. In «zwei bis drei Jahren» will die Firma batteriebetriebene Trolleys anschaffen, wie der «Landbote» Ende letzter Woche berichtete. Die Machbarkeit dieser Umstellung hat ein EUT-Team im Herbstsemester 2017 bewiesen.

(Klaus Eisele) Die Studierende konnten in ihrer Semesterarbeit zeigen, dass der Ersatz der Dieselbusse durch Batteriebusse dank der Infrastruktur – Oberleitungen für Trolleybusse – in Winterthur sehr gut möglich ist. Fast sämtliche Dieselbuslinien fahren kurze Strecken entlang der Oberleitungen. Diese kurzen Strecken können genutzt werden, um bei elektrisch betriebenen Bussen die Batterien für den Rest des Umlaufes wieder aufladen zu können. Damit sind nur kleine Batterien notwendig, da diese ein Mal pro Umlauf aufgeladen werden können. Damit ist für Stadtbus Winterthur der Ersatz der Dieselbusse möglich.

Testbetrieb erfolgreich

Das Team hatte vorgeschlagen, die Dieselbusse auf der Linie 4 und 11 zuerst mit Batteriebussen zu ersetzen. So wäre für die Linie 4 nur eine Batterie mit einer Kapazität von 50 kWh (Tesla 70 – 100 kWh) notwendig. Mit dieser Kapazität könnte der Bus mehrere Umläufe fahren. «Stadtbus Winterthur» nutzte die nächste Gelegenheit für den Testbetrieb auf Linie 3, der letzte Woche erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Einsatz von Elektro-Trolleys bringt eine beträchtliche CO2-Minderung, geringere Lärm- und Abgasemissionen für die Anwohner. Deshalb lohnt sich der Ersatz der Dieselbusse besonders auf Quartierlinien.

 

Unbenannt

In der Grafik ist der Ladezustand der Batterie für einen Bus der Linie 4 über den Tag dargestellt. Nur bei der ersten Fahrt würde die Batterie stark entladen. Im weiteren Tagesverlauf ist immer genügend Energie für einen zuverlässigen Betrieb in der Batterie gespeichert. Bild: ZVG.

Theorie nah an der Anwendung

17.04.2018 by

Wie dicht ist mein Haus? Wieviel Wärme brauche ich theoretisch, um es zu heizen? Habe ich bei Sanierungen Anspruch auf Subventionen? Wer sich diese Frage stellt, kommt nicht um eine Energiebilanz herum. Im dritten Semester lernen die Studierenden im Fach «Energie im Gebäude» (egb), wie man die Basis legt zu einem «Gebäudeenergieausweis», auch GEAK genannt.

«Mir ist die 1:1-Anwendung ein grosses Anliegen», sagt Christoph Sibold. Der Architekt ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Energie am Bau an der Hochschule für Bau und Geomatik der FHNW und spezialisiert auf Gebäudehüllen und Baukonstruktion.

Im letzten Herbst hat er das bereits bestehende Modul neu aufgebaut – und sogleich zeigte sich, wie praxisorientierter Unterricht zur Anwendung kommt: In gleich zwei Studierendenprojekten erwiesen sich die im Unterricht vermittelten Berechnungen als nützlich. Profitiert davon haben zwei externe Auftraggeber, die nun Bescheid über ihre Gebäudehüllen wissen.

Ein praktisches Tool

Zentral für diese Berechnungen war ein Tool, das in mehreren Kantonen der Zentralschweiz für Energiebilanzen verwendet wird. Es basiert auf der SIA-Norm 380-1 (Thermische Energie im Hochbau) und erlaubt die Berechnung des Heizwärmebedarfs von Gebäudehüllen beispielsweise von Wohn- oder Geschäftshäusern.

«Die Kunst ist es nicht, auf den Button im Tool zu drücken, sondern das Vokabular und die Theorie dahinter zu verstehen», sagt Sibold. In seinem Modul egb müssen die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure daher zuerst mit dem Bauvokabular und Bauplänen vertraut gemacht werden. In Kombination mit ihrem physikalischen Wissen zu Wärmeflüssen gelangen sie dann zu den Resultaten.

 

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Christoph Sibold erklärt, wie man eine Energiebilanz berechnet. Foto: RW.

Reale Fragen beantwortet

Wer die Basis der Berechnung von Gebäudehüllen verstanden hat, kann loslegen – zuerst mit einer Übung an einem konkreten Beispiel im Unterricht. Und schliesslich an einer realen Fragestellung.

So hat ein Projektteam einer Aargauer Gemeinde Vorschläge unterbreitet, wie die überdimensionierte Schnitzelheizung im Gemeindehaus ausgelastet werden kann. Ein anderes Team zeigte einem Solothurner Investor, wie es um den Heizenergiebedarf eines Industrie-Areals mit über zwanzig Gebäuden steht. Betreut wurden die Projekte von Christoph Sibold, der wie die Auftraggeber mit den Resultaten sehr zufrieden war.

 

 

Bild2a_HeizwärmebedarfBild2b_Formel Heizwärmebedarf

Was ist QH? Gemäss SIA 380/1 ist der Heizwärmebedarf «die auf die Energiebezugsfläche bezogene Wärmemenge, die pro Jahr erforderlich ist, um ein Gebäude auf einer gewünschten Temperatur zu halten“.

 

Wollen Sie QH  berechnen? Hier geht’s zu einer Aufgabe aus dem Fach «Energie im Gebäude» (egb). Aufgabe: ZVG.

Sie sind herzlich eingeladen! – zur Berufspraxis im FS 2018

17.04.2018 by

Wie verbringen eigentlich ehemalige EUT-Studierende ihren Alltag? Am Freitag der Projektwoche findet das beliebte “Kolloquium Berufspraxis EUT” statt. Drei Ehemalige berichten aus ihrem Beruf, “alte” und “junge” EUTler treffen sich und tauschen sich beim anschliessenden Umtrunk aus. Die Veranstaltung ist offen für alle aktuellen und ehemaligen  EUT-Studierenden, Dozierenden, Betreuenden und Gäste des Studiengangs EUT!

Wann? Freitag, 27. April 2018, 17.15 Uhr

Wo? FH Windisch, Aula, 3.-111

Es referieren

  • Bastian Smelzkopf, Ingenieur bei Schnyder Ingenieure BE AG in Langenthal
  • Marco Hächler, Ingenieur bei ibe institut bau + energie ag in Bern
  • Carole Sägesser, Ingenieurin bei TESTEX AG (Schweizer Textilprüfinstitut)

Im Anschluss: Umtrunk.

Einladung

Einladung als PDF

 

Alle Module sind gelegt!

27.03.2018 by

Plangemäss konnten alle Module auf dem Dach des Gebäudes 1 installiert werden. Noch diese Woche wird das Solarkraftwerk in den Testbetrieb gehen. Der genaue Zeitplan findet sich hier.

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Die Solaranlage auf Gebäude 1. Bild: ZVG Planeco GmbH.

Himalaya im Oberengadin

17.03.2018 by

Vergangene Woche traf sich der EUT-Student Pascal Meinen mit dem indischen Mathematiker Suryanarayanan Balasubramani, kurz auch Surya. Der Grund: Kleine Eis-Bauwerke am Fusse des Morteratsch-Gletschers, zu denen Pascal Meinen seine Bachelor-Thesis schreibt. In der “Ice Stupa Village” im Oberengadin wird über jeden Winter fast eine Million Liter Wasser zu Eis gespritzt. Die Eis-Kegel bilden ein Süsswasserreservoir für die trockenen Sommer. Die Idee für diese Kegel kommt aus dem Himalaya.

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Eis-Kegel namens Ice Stupa in Ladakh, Himalaya, und in Morteratsch, Engadin. Die Kegel speichern im Winter Wasser für die trockenen Sommer. Bilder: Dadul Lobzang, Ice Stupa Project; ZVG P.M. 

Das Treffen am letzten Samstag diente dazu, über die Forschungsdesiderate Suryas zu sprechen: “Wir haben uns unter anderem über Ziele meiner Bachelor-Thesis unterhalten”, sagt Meinen. Er hat sich bereits seit letztem Sommer in die Thematik der Ice Stupas eingearbeitet. Solche Eis-Kegel werden  im niederschlagsarmen und sehr kalten Ladakh (Himalaya) seit mehr als einem Jahrhundert gebaut: Die Inder spritzen im Winter Wasser zu Eis und brauchen es im Frühjahr für die Bewässerung der Felder.

Aus Indien stammt auch der Name “Stupa” – Sanskrit für tibetische religiöse Bauwerke, denen diese Eis-Hügel sehr ähnlich sehen. Diese Idee haben die Initianten der “Ice Stupa Village” für das Engadin übernommen.

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Selfie mit dem indischen Forscher: Surya und Pascal in Zürich. Bild: ZVG P.M.

Surya Balasubramani ist verantwortlich für ein Forschungsprojekt zu den Lebenszyklen der Ice Stupa in der indischen Hochebene Ladakh. Er wohnt in Nordindien und ist häufig unterwegs in Europa, wo er auch die Entwicklung im Engadin mitverfolgt. Diese Woche hat er in Amsterdam mit potenziellen Gründern einer Ice-Stupa-Firma unterhalten und hat auf dem Weg dorthin auch der Schweiz einen Besuch abgestattet. Gegenwärtig ist er daran interessiert, die Düsen zum Einspritzen des Wassers zu optimieren und genau zu untersuchen.

Pascal Meinen indes wird sich für seine Thesis damit beschäftigen, wie man verhindern kann, dass die Leitungen während der eisigen Wintertage nicht einfrieren. Er hat nun bis August 2018 Zeit, Vorschläge zu erarbeiten.