Rückblick auf den zweiten Workshop zum Thema Literaturverwaltung

27.02.2013 by

Im zweiten Workshop hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die in der Inputveranstaltung vorgestellten Werkzeuge für sich zu entdecken, zu installieren (falls notwendig), einzurichten und auszuprobieren.

Zunächst ging es für die Teilnehmenden darum, sich für ein Werkzeug (oder mehrere Werkzeuge in Kombination) zu entscheiden, also die persönlichen Bedürfnisse mit dem Funktionsumfang der einzelnen Werkzeuge in Verbindung zu bringen. Aufgrund der grossen Anzahl an verfügbaren Werkzeugen und deren teils umfangreichen Funktionen ein nicht einfaches unterfangen. Den Teilnehmenden haben wir daher ein paar Anregungen mit auf den Weg gegeben, wie sie sich für ein Werkzeug (oder auch mehrere Werkzeuge) entscheiden können.

Funktionsumfang von Literaturverwaltungsprogrammen
Grob lassen sich bei Literaturverwaltungsprogrammen vier Funktionen unterscheiden. Alle der vorgestellten Programme (Citavi, EndNote, Mendeley, Zotero) bringen diese Funktionen mit, setzen dabei jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Entsprechend der Funktion, welche für die Nutzerinnen und Nutzer im Vordergrund steht, empfiehlt sich demnach ein anderes Programm (respektive der Einsatz mehrerer Werkzeuge in Kombination, sofern der Datenaustausch zwischen den gewünschten Programmen sauber läuft).

collect
Literaturverwaltungsprogramme helfen dabei, die aufgefunden Ergebnisse (möglichst automatisiert) zu erfassen, in dem etwa Literaturhinweise direkt aus Datenbanken importiert werden können. Zotero setzt seinen Schwerpunkt in diesem Bereich.

organize
Die aufgefunden Literaturhinweise gilt es in einem zweiten Schritt zu ordnen, zu strukturieren, um sie später wieder auffinden zu können oder um einen Text vorzustrukturieren. In letzterem Bereich spielt Citavi seine Stärken besonders aus. Nachteil: Citavi ist das einzige der hier erwähnten Programme, welches nur für Windows (und nicht für Mac) verfügbar ist.

cite
Beim Schreiben von Texten können Literaturverwaltungsprogramme dabei unterstützen, Literaturverweise einzufügen und daraus automatisch ein Literaturverzeichnis zu generieren. Meiner Meinung nach unterstützt EndNote diesen Prozess am besten.

share
Texte entstehen oft in Teamarbeit, Literaturlisten werden an Kolleginnen und Kollegen oder Studierende weitergereicht und sind damit auch eine Form des Wissensmanagements. Mendeley setzte sein Augenmerk von Anfang an nicht nur auf die Verwaltung von Literatur, sondern auch auf das Teilen dieser Literatur in einem social network.

 

Auch wenn die Wahl nicht immer leicht fiel, ging es doch erst einmal darum, einzelne Werkzeuge auszuprobieren, um überhaupt festzustellen, ob es den persönlichen Bedürfnissen entspricht (oder auch nicht). Somit verstand sich der Workshop auch als Anregung, sich weiterhin mit den Werkzeugen auseinanderzusetzen respektive diese im Arbeitsalltag zu integrieren. Obwohl wir das Thema Informations-/Literaturrechere und -verwaltung mit diesem Workshop vorerst ein Stück weit hinter uns lassen, wird es weiterhin Thema in diesem Blog bleiben. Das E-Learning-Team steht diesbezüglich auch weiterhin für Fragen zur Verfügung.

P.S. Ein etwas genauerer Blick auf die einzelnen Softwarepakete findet sich hier (PDF, Stand August 2012).

Leave a Reply