Archive for Januar, 2013

Rückblick auf die Inputveranstaltung (Teil 2): Literaturverwaltungssoftware

31.01.2013 by

In einem ersten Blogbeitrag zur Inputveranstaltung vom 23.01.2012 haben wir uns mit Werkzeugen aus dem (Social) Web auseinandergesetzt. Diese können dabei helfen, den internetbasierten Informationsfluss ein Stück weit zu bändigen. Der zweite Teil der Inputveranstaltung drehte sich um Programme, mit welchen sich Literaturhinweise verwalten und teilen lassen. Diese wollen wir hier nun kurz vorstellen.


(Hinweis: Bei obiger Präsentation handelt es sich um eine mit neuen Screenshots aktualisierten Version.)

Citavi
Citavi besteht aus drei Komponenten: Zum einem können mit Citavi Literaturhinweise (bibliographische Angaben) erfasst und verwaltet werden. Hier funktioniert die Software ganz ähnlich wie die untenstehenden Programme. Zwei weitere Komponenten unterscheiden Citavi jedoch von diesen: Es können zu jedem Literaturhinweis Aufgaben erstellt werden (z.B. “Buch in Bibliothek ausleihen” oder “Exzpert erstellen”). Dies bringt den projektorientierten Charakter von Citavi zum Ausdruck. Am Ende der Arbeit mit Citavi steht in der Regel eine Publikation respektive eine schriftliche Arbeit. Hierbei werden die Nutzerinnen und Nutzer durch eine dritte Komponente unterstützt – der Wissensverwaltung. Zu jedem Text können Textausschnitte, Zusammenfassungen, Gedanken und Ideen erfasst werden. Diese können dann in einem zweiten Schritt in eine Kapitelgliederung einsortiert werden. Exportiert man diese Sammlung, erhält man einen vorstrukturierten Text, den es im Anschluss natürlich noch zu überarbeiten und ausformulieren gilt.

EndNote & EndNote Web
EndNote dürfte vielen Mitarbeitenden der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW nicht unbekannt sein, wird es doch auf allen Computern vorinstalliert. Neben der Literaturverwaltung spielt EndNote seine Stärken vor allem dann aus, wenn es darum geht, Literaturquellen in einen Text einzufügen. Mit der sogeannten “Cite While You Write”-Funktion lassen sich Literaturverweise direkt in einen Text einfügen (z.B. in Word) und am Ende des Textes wird dabei automatisch ein vollständiges Literaturverzeichnis erstellt. Mit EndNote Web steht allen Nutzerinnen und Nutzern von EndNote ein Webspeicher zur Verfügung, über den Literaturhinweise mit anderen geteilt und verwaltet werden können. Noch ist die Bedienung allerdings etwas umständlich: Um die Literaturhinweise von EndNote zu EndNote Web zu bringen (oder umgekehrt), müssen diese jeweils exportiert und dann wieder importiert werden (bei jeder Änderung) – zumindest in der an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW aktuell eingesetzten Version von EndNote (Version X4). In der neusten Version (X6) geht das bereits automatisch per Knopfdruck.

Mendeley
Mendeley ist nicht nur ein Programm zur Literaturverwaltung, sondern auch ein akademisches soziales Netzwerk. Konkret bedeutet das, dass die gespeicherten Daten nicht nur auf dem eigenen Computer lagern, sondern auch in einen Online-Bereich übermittelt werden. Dort können sie mit anderen Personen (z.B. innerhalb von Gruppen) getauscht werden oder man sieht sich an, welche Expertinnen und Experten welche Texte in Mendeley erfasst haben. Mendeley dient damit nicht nur der Verwaltung von Literatur, sondern auch zum Entdecken neuer Texte und der Zusammenarbeit mit anderen Personen.

Zotero
Zotero bringt wie die anderen Programme auch eine ganze Palette an Funktionen mit. Was die Software jedoch von den anderen unterscheidet, ist, dass Zotero sich direkt im Browser einnistet (z.B. Firefox) – also dort, wo die Recherche in der Regel stattfindet.

Zusammenfassung & Ausblick auf die Workshops
In diesem kurzen Überblick standen vor allem diejenigen Eigenschaften im Vordergrund, welche die einzelnen Programme besonders auszeichnen. Alle Programme bringen jeweils weitere Funktionen mit sich, auf die wir aus Zeitgründen in der Inputveranstaltung nicht eingegangen sind. Es gibt jedoch kein einzelnes Programm, dass alle möglichen Funktionen perfekt beherrscht. Aufgrund der Vor- und Nachteile gilt es, sich je nach Einsatzzweck für das eine oder andere Programm zu entscheiden oder aber verschiedene Programme in Kombination einzusetzen. In letzerem Fall muss darauf geachtet werden, dass die Datenbestände einwandfrei ex- und importiert werden können.

In einem Workshop zur Literaturverwaltung (13.02.2012) werden die Teilnehmenden Gelegenheit haben, sich mit solchen Fragen auseinander zu setzen. Am 06.02.2013 findet zudem ein Workshop zur Literaturrecherche statt, wo es um Literaturdatenbanken (aus dem Bereich der Sozialen Arbeit) gehen wird sowie um das grundlegende Vorgehen bei der Rechereche mit elektronischen Suchinstrumenten. Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden. Hier geht es zur Anmeldung.

Rückblick auf die Inputveranstaltung (Teil 1): Informationsrecherche und -verwaltung im Web

29.01.2013 by

Im ersten Teil der Inputveranstaltung vom 23.01.2012 haben wir uns mit Werkzeugen aus dem (Social) Web auseinandergesetzt, welche die Informationsrecherche und -verwaltung unterstützen können. Es ging dabei weniger um Werkzeuge, mit welchen man intentional nach Informationen oder Literaturhinweisen sucht (wie etwa Suchmaschinen oder Literaturdatenbanken). Diese werden wir im 1. Workshop vom 06.02.2013 genauer betrachten. Vielmehr ging es darum, einen Überlick über einige Werkzeuge zu geben, mit welchem sich der stetige Informationsfluss zumindest ein Stück weit bändigen lässt.


(Hinweis: Bei obiger Präsentation handelt es sich um eine leicht gekürzte, mit neuen Screenshots aktualisierten Version.)

 

Google Alerts
Mit Google Alerts stellt die populäre Suchmaschine eine Möglichkeit zur Verfügung, mit der einem neue Informationen zu einem definierten Suchbegriff automatisch per E-Mail zugestellt werden. Dabei werden zunächst die Suchbegriffe definiert und eine E-Mail-Adresse hinterlegt. Sobald Google neue, relevante Informationen zu diesem Suchbegriff indexiert, werden diese automatisch an die angegebene E-Mail-Adresse gesendet. Es besteht die Möglichkeit, mehrere solcher Alters zu unterschiedlichen Begriffen zu definieren. Diese Benachrichtigungen können jederzeit wieder abbestellt werden.

Blogs & Feed Reader
Blogs von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern respektive zu wissenschaftlichen Themen sind keine Seltenheit mehr. Blogs (und viele andere Informationsquellen ebenfalls) können in der Regel über sogenannte Feeds abonniert werden. Das bedeutet, dass einem neue Beiträge eines Blogs automatisch zugestellt werden, so dass man dort nicht immer wieder nachschauen muss, ob es etwas Neues gibt. Um die Feeds zu abonnieren, setzt man sogenannte Feed Reader ein. Das sind Werkzeuge, mit welchen man Feed-Abonnements verwalten und kategorisieren kann. Ein Beispiel wäre Google Reader. In Outlook können ebenfalls Feeds abonniert werden. Auf Blogs werden wir zu einem späteren Zeitpunkt der Veranstaltungsreihe wieder zurückkommen.

Social Bookmarking
Social Bookmarking-Dienste erlauben es, Lesezeichen direkt im Web abzulegen, so dass sie von überall und geräteunabhängig zugänglich sind. Die abgelegten Lesezeichen stehen dabei jedoch nicht nur mir selber zur Verfügung, sondern auch anderen Personen, welche die entsprechende Social-Bookmarking-Plattform nutzen (es sei denn, die Einträge werden explizit als privat gekennzeichnet). Um die Quellen zu ordnen, werden sie mit passenden Schlagworten (Tags) versehen und damit begrifflich eingeordnet. Rund um diese Begriffe und die Social Bookmarking-Plattformen entstehen Netzwerke von Personen, welche gemeinschaftlich Internetquellen verschlagworten und sich so zu bestimmten Themen informieren oder auf dem Laufenden halten. Im kleinen Rahmen lässt sich Social Bookmarking auch innerhalb von Arbeitsgruppen nutzen, um gemeinsam Informationen aus dem Internet zu organisieren. Delicious war lange Zeit die führende Plattform dieser Art. Mittlerweile gibt es eine Reihe weitere Dienste mit zum Teil anderen Funktionalitäten. Diigo spielt seine Stärken vor allem im Bereich der Gruppen aus, wobei sich sowohl öffentliche als auch geschlossene Gruppen einrichten lassen. Eine ähnliche Funktion bringt auch Kippt mit. Dort lassen sich Listen von Bookmarks definieren und mit anderen teilen. Solche Listen sind auch hilfreich, wenn man die Plattform alleine nutzt (im Gegensatz etwa zu den Gruppen bei Diigo).

Academic / Research Bookmarking
Eine spezifische Form des Social Bookmarking lässt sich als Academic oder Research Bookmarking bezeichnen. Dabei werden nicht (oder nicht nur) Weblinks kollaborativ verwaltet, sondern (primär) Literaturhinweise. Diese lassen sich wie beim Social Bookmarking verschlagworten oder in Gruppen teilen. Beispiele wären CiteULike und BibSonomy, wobei bei letzterem sowohl Literaturhinweise als auch Weblinks gesammelt und geteilt werden können.

Social Networks
Soziale Netzwerke wie Twitter, aber auch spezialisierte akademische Netzwerke sind in dem Sinne gute Quellen, da man hier einen direkten Draht zu Expertinnen und Experten in einem bestimmten Fachgebiet etablieren kann. In der Inputveranstaltung haben wir dieses Thema nur kurz gestreift. Wir werden in unserer Veranstaltungsreihe zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen.

Social Magazines
Soziale Magazine wie Flipboard oder Zite sind für Nutzerinnen und Nutzer von Smartphones oder Tablets interessant. Sie bündeln Informationen aus unterschiedlichen Quellen (auch aus dem eigenen Netzwerk) und stellen diese an einer zentralen Stelle bereit, wobei die Gestaltung an ein Magazin oder eine Zeitung erinnert. Zite geht dabei noch einen Schritt weiter und versucht, die ausgewählten Nachrichten noch besser auf die Bedürfnisse der Lesenden zuzuschneiden. Dazu hat man die Möglichkeit, einzelne Artikel oder Informationsquellen zu bewerten. Aus dieser Rückmeldung zieht die Applikation Rückschlüsse und stellt entsprechend (mehr oder weniger) ähnliche Informationen bereit. Mit paper.li (über das wir in der Inputveranstaltung nicht gesprochen haben) gibt es ein ähnliches Werkzeug, welches sich auch im Web verwenden lässt. Zudem lassen sich dort die “Zeitungen” anderer Personen abonnieren.

Instapaper, Pocket, Readability
Die drei Dienste Instapaper, Pocket und Readability sind bei der Recherche oder Sichtung von Informationen hilfreich, wenn im Moment nicht genügend Zeit bleibt, alle vorliegenden Texte zu lesen. Am Beispiel von Instapaper haben wir gesehen, wie das Prinzip dieser drei Werkzeuge funktioniert. Per Knopfdruck lassen sich Weblinks (aus dem Web oder aus anderen Applikationen heraus) in einen zentralen Speicher erfassen. Diese stehen dann dort zur Verfügung, wenn mehr Zeit für die Lektüre vorhanden ist. Es besteht je nach Dienst die Möglichkeit, die Texte auf mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder E-Book-Reader zu exportieren, um sie zum Beispiel auf dem Heimweg im Zug zu lesen.

Evernote
Evernote ist ein Programm, mit dem Notizen und Dokumente verwaltet werden können. Ordnung erhält man durch Notizbücher, in welche man die Notizen einordnet, und durch Schlagwörter, mit welchen man Notizen kennzeichnet. Mit dem Web Clipper besteht die Möglichkeit, markierte Bereiche von Webseiten als Notiz abzuspeichern. Das Programm synchronisiert seinen Datenbestand automatisch mit einem Onlinespeicher (oder mit anderen Endgeräten), so dass die Notizen von überall (wo es eine Internetverbindung gibt) und geräteunabhängig zur Verfügung stehen.

Literaturverwaltungssoftware
Im zweiten Teil der Inputveranstaltung standen Programme im Vordergrund, mit welchen sich Literaturhinweise verwalten lassen. Auf diese werden wir in einem zweiten Blogbeitrag eingehen.

Zusammenfassung & Ausblick auf die Workshops
Im Vordergrund der Inputveranstaltung stand ein grober Überblick über Mittel und Möglichkeiten der Recherche und Verwaltung von Informationen bzw. Literaturhinweisen. In zwei Workshops können nun die Teilnehmenden einzelne Aspekte der Veranstaltung vertiefen. Im ersten Workshop zur Informations-/Literaturrecherche (06.02.2013) stehen Literaturdatenbanken (aus dem Bereich Soziale Arbeit) sowie die gezielte Bedienung von Suchmaschinen im Vordergrund. Im zweiten Workshop zur Informations-/Literaturverwaltung können die Teilnehmenden die in der Inputveranstaltung vorgestellten Werkzeuge aus dem (Social) Web und die Literaturverwaltungsprogramme auf ihren Rechnern installieren (wo nötig), konfigurieren und ausprobieren.

Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden. Hier geht es zur Anmeldung.

Die Veranstaltungen zum Thema Informationsrecherche und -verwaltung im Detail

16.01.2013 by

Bereits nächste Woche beginnt mit der Inputveranstaltung zu Informationsrecherche und -verwaltung der erste Zyklus der Veranstaltungsreihe digitale Medien in Lehre und Forschung (Flyer). Höchste Zeit, dass wir hier nochmals genau beschreiben, was wir genau in den einzelnen Veranstaltungen thematisieren möchten.

Inputveranstaltung zu Informationsrecherche und -verwaltung
23.01.2013, 14:00 – 15:00 Uhr, Olten

Zum Auftakt des Veranstaltungszyklus möchten wir in einem Inputreferat einen Überblick über Möglichkeiten und Werkzeuge der Informationsrecherche und -verwaltung geben. Über das Internet steht uns ein immenser Fundus an Informationen zur Verfügung. Es gilt, darin Mittel und Wege zu finden, relevante Informationen zu finden, etwa, um sich rasch in ein neues Themengebiet einzuarbeiten. Rechercheprozesse lassen sich auch ein Stück weit automatisieren, beispielsweise, um in einem Themengebiet auf dem Laufenden zu bleiben. Die bei diesen unterschiedlichen Rechercheprozessen aufgefundenen respektive zugestellten Informationen können im Anschluss mit entsprechenden Werkzeugen kategorisiert und/oder verschlagwortet werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder auffindbar zu machen. Einige Werkzeuge helfen sogar dabei, wissenschaftliche Arbeiten vorzustrukturieren und automatisch ein Literaturverzeichnis zu erstellen.

Die Inputveranstaltung bietet eine Tour d’Ho­ri­zon über die angesprochenen Möglichkeiten und Werkzeuge. Die beiden auf die Inputveranstaltung folgenden Workshops geben Gelegenheit, einige der genannten Aspekte exemplarisch zu vertiefen.

1. Workshop zu Informationsrecherche
06.02.2013, 14:00 – 16:00 Uhr, Olten

Im ersten Workshop (06.02.2013) lernen die Teilnehmenden zunächst in einem Inputreferat die Grundlagen für die Informationsrecherche in Fachdatenbanken und gängigen Suchmaschinen kennen. Danach werden ausgewählte Datenbanken aus dem Bereich Soziale Arbeit vorgestellt und anhand von Übungen genauer betrachtet. Den Teilnehmenden bleibt dann im Anschluss noch genügend Zeit, das neu Erlernte direkt selber in den Datenbanken anzuwenden.

Der Workshop zur Informationsrecherche wird von Seraina Scherer (Informationsspezialistin FH, Fachreferetin für Soziale Arbeit) durchgeführt.

2. Workshop zu Informationsverwaltung
13.02.2013, 14:00 – 16:00 Uhr, Olten

Der zweite Workshop dreht sich um die Frage, mit welchen Werkzeugen Informationen (gemeinsam) verwaltet werden können. Die Teilnehmenden haben dabei die Möglichkeit, in selbständier Arbeit die Stärken und Schwächen verschiedener Werkzeuge kennen zu lernen, um sich auf der Basis ihrer eigenen Bedürfnisse für ein Werkzeug (oder mehrere) zu entscheiden. Im Workshop können diese Programme auf dem eigenen Computer installiert (wo nötig) und konfiguriert werden, um sie anschliessend auszuprobieren und genauer zu betrachten. Über die Veranstaltung hinaus möchte der Workshop dazu anregen, die gewählten Werkzeuge über einen längeren Zeitpunkt einzusetzen und deren Einsatz zu reflektieren.

Anmeldung
Die drei Veranstaltungen können als Ganzes oder einzeln besucht werden. Anmeldungen sind bis jeweils am Abend des Vortages (20:00 Uhr) möglich. Bei genügender Platzzahl (wir arbeiten in den Workshops in den Computerräumen) freuen wir uns natürlich auch über spontante Besucherinnen und Besucher.

Anmeldungen sind hier möglich.

Anmeldung für ersten Themenblock ab sofort möglich

03.01.2013 by

Wir hoffen, dass Sie gut ins 2013 gestartet sind. Zum Auftakt des neuen Jahres haben wir nun die Anmeldung für die Veranstaltungen des ersten Themenblocks (Informations-/Literaturrecherche und -verwaltung mit digitalen Medien) geöffnet. Sie können sich für einzelne oder gleichzeitig für mehrere der Veranstaltungen anmelden.

Hier geht es zur Anmeldeseite.