Archive for Dezember, 2012

Rückblick auf den Hochschultag

14.12.2012 by

Der diesjährige Hochschultag der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW vom 5. Dezember 2012 zum Thema “Schwerpunkte im Fokus – Wissen teilen konkret” war zugleich Auftakt zur Veranstaltungsreihe digitale Medien in Lehre und Forschung. In kurzen Workshops haben wir in die vier Themenbereiche der Veranstaltungsreihe eingeführt. Mit diesem Rückblick hier auf dem Blog wollen wir diese Themenbereiche etwas näher vorstellen.

Social Bookmarking
Im Zentrum des Workshops zu Informationsverwaltung/Wissensmanagement standen Social Bookmarking-Dienste. Es handelt sich dabei um webbasierte Plattformen, auf denen die Nutzerinnen und Nutzer gemeinsam Lesezeichen (Bookmarks) auffinden, ablegen und verschlagworten können. Damit sind verschiedene Vorteile verbunden: Einerseits werden die Lesezeichen nicht lokal im Browser gespeichert, sondern stehen über das Web geräteunabhängig zur Verfügung. Andererseits bilden sich um Themenbereiche Gruppen oder Communities, in denen gemeinsam neue Informationsquellen abgelegt und (über Schlagworte) eingeordnet werden. Damit entsteht nicht nur eine Art Nachschlagewerk, sondern auch eine Ressource, in der regelmässig neue Informationen zu Tage gefördert werden. Um auszuprobieren, wie Social Bookmarking funktioniert, haben wir uns am Hochschultag Diigo näher angeschaut. Diese Plattform spielt ihre Stärken vor allem in der Zusammenarbeit in Gruppen aus (diese können entweder öffentlich oder geschlossen, also nur für die Gruppenmitglieder einsehbar, sein).

Social Networks
Facebook hat mittlerweile über eine Milliarde Mitglieder und zeigt damit exemplarisch die Bedeutung von sozialen Netzwerken auf. Die oftmals kontroverse öffentliche Diskussion über Facebook kann jedoch bei der Frage, wie solche Technologien im Unternehmens- respektive Organisationskontext genutzt werden können, auch hinderlich sein (sofern man nicht das Marketing ins Auge fasst). Facebook ist natürlich nicht das einzige soziale Netzwerk. Twitter, Google+ und die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn erfreuen sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Diese Beliebtheit impliziert einen grossen Nutzen für die Benutzerinnen und Benutzer. Viele Unternehmen und Organisationen stellen sich daher die Frage, wie sie diesen für ihre tägliche Arbeit nutzen können. Unter anderem aus diesen Überlegungen entstanden Dienste wie Yammer, welchen wir uns im Workshop näher angeschaut haben. Yammer ist ein “enterprise social network”. Die Bezeichnung “enterprise” bringt zum Ausdruck, dass diese sozialen Netzwerke speziell für den internen Gebrauch in Unternehmen und Organisationen geschaffen wurden. Entsprechend ist das jeweilige Netzwerk nur für die Mitglieder einer Organisation, eines Unternehmens zugänglich.

Blogging
Weblog (oder kurz Blog) steht für eine Wortkreuzung aus World Wide Web und Log (für Logbuch). Damit sind Journale gemeint, in denen mindestens eine Person (Blogger) “Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt” (vgl. Wikipedia). Beiträge in Blogs (Posts) werden in der Regel umgekehrt chronologisch angeordnet. Die aktuellsten Beiträge erscheinen jeweils zuoberst. Unterhalb von Posts haben Leserinnen und Leser meist die Möglichkeit, Kommentare zum Artikel zu hinterlassen. Diese Rückmeldungen sind als integraler Bestandteil eines Blogs und als Ausdruck der Dialogkultur im Social Web zu betrachten. Die FHNW betreibt eine eigene Blog-Plattform auf der alle Mitarbeitenden der Fachhochschule Blogs einrichten können (auch dieser Blog und der Blog der Hochschule für Soziale Arbeit zu Sozialer Innovation werden dort gehostet). Im Workshop konnten die Teilnehmenden eigene Beiträge in einen Testblog einstellen und so die Plattform näher kennen lernen.

E-Collaboration
Der Workshop zur elektronischen Zusammenarbeit stand im Zeichen des gemeinschaftlichen Schreibens. Vielleicht kennen Sie das folgende Problem? Sie verschicken ein Dokument zur Überarbeitung an eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen und erhalten von jeder Person Rückmeldungen, die es wieder in das ursprüngliche Dokument einzupflegen gilt. Vereinfachten lässt sich dieser Prozess durch Werkzeuge, welche das gleichzeitige Bearbeiten von Texten durch mehrere Personen erlauben. Die beteiligten Personen melden dabei ihre Änderungswünsche nicht zurück, sonderen schreiben diese direkt in das Dokument. EtherPad (in unserm konkreten Fall TitanPad) ist ein solches Werkzeug, welches wir im Workshop vorgestellt haben. Im zweiten Teil des Workshops wurden Wikis thematisiert. Sie erlauben ebenfalls das gemeinschaftliche Bearbeiten von Texten. Während bei EtherPad jedoch einzelne Texte im Vordergrund stehen, zielt ein Wiki auf eine vernetzte Sammlung von mehreren Texten ab (wie das Beispiel Wikipedia aufzeigt).

 

Hinweis: Für Angehörige der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW stehen die Unterlagen zu den Workshops auf OLAT zur Verfügung.

Warum sich mit digitalen Medien beschäftigen?

12.12.2012 by

Den Auftakt zu unserer Veranstaltungsreihe zu digitalen Medien haben wir bereits angekündigt. In diesem Beitrag (und weiteren, noch folgenden Beiträgen) möchten wir genauer darauf eingehen, mit was wir uns in der Veranstaltungsreihe konkret beschäftigen werden und auch der Frage nachgehen, warum es sich lohnt, sich mit digitalen Medien auseinander zu setzen.

Was verstehen wir unter digitalen Medien?
Der Medieneinsatz in unserem Arbeitsalltag, in Lehre und Forschung, ist nichts Neues. Mit der Diskussion rund um Web 2.0 und Social Media ist in den letzten Jahren jedoch ein neues Interesse daran entflammt, welches teilweise auch kontrovers diskutiert wird. Neben den angesprochenen, internetbasierten Werkzeugen (Software) sind damit auch neue Zugangsgeräte (Hardware, z.B. Tablets wie das iPad) und Inhaltsformen (etwa User-generated content oder E-Books) angesprochen. Es geht uns hier weniger darum, eine exakte Definition zu geben (was auch gar nicht so einfach fällt), sondern die Bandbreite an unterschiedlichen Erscheinungsformen digitaler Medien aufzuzeigen.

Warum sich mit digitalen Medien beschäftigen?
Die Bedeutung digitaler Medien für das berufliche Handeln wird sich in Zukunft noch deutlich verstärken. Medienkompetenz wird sich damit zu einer immer wichtigeren Schlüsselqualifikation entwickeln (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2010 [PDF]). Medienkompetenz ermöglicht es, die Chancen digitaler Medien zu erkennen und für sich nutzbar zu machen. Im Zusammenhang mit der Nutzung von neuen Medien werden auch immer wieder kritische Stimmen laut. Ein kompetenter Umgang mit Medien bedeutet demnach auch, sich den möglichen Risiken bewusst zu werden und diese im persönlichen Handeln zu berücksichtigen.

Was ist Thema der Veranstaltungsreihe?
Mit der oben angedeuteten Bandbreite von digitalen Medien ist ein entsprechend breites Themenspektrum angesprochen, welches sogar den Umfang einer ganzen Veranstaltungsreihe sprengt. Wir werden daher vier Schlaglichter setzen, um beispielhaft Möglichkeiten für den Einsatz von digitalen Medien in Lehre und Forschung aufzuzeigen:

  • Informationsrecherche/-verwaltung
  • Soziale Netzwerke
  • Blogging und Microblogging
  • Kollaboratives Arbeiten (E-Collaboration)

Ziel und Ablauf der Veranstaltungsreihe
In unserer Veranstaltungsreihe geht es um eine erste Annäherung an digitale Medien im persönlichen Arbeitskontext, aber auch in Forschung und Lehre. Ziel ist es, einen Überblick über die vielfältigen digitalen Werkzeuge zu geben und exemplarisch einige dieser Tools genauer kennen zu lernen. Entsprechend ist auch der erste Themenbereich zum Recherchieren und Verwalten von Informationen gegliedert. Eine Inputveranstaltung (23.01.2013) gibt einen Überblick über den Gegenstand, in zwei Workshops (06.02.2013 und 13.02.2013) werden ausgewählte Aspekte vertieft. Die drei Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden (die Anmeldung wir anfangs 2013 geöffnet). Für diejenigen, welche sich darüber hinaus weiter mit der Thematik auseinandersetzen möchten, steht das E-Learning-Team der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW mit (persönlicher) Beratung und Unterstützung zur Verfügung. Wir freuen uns über entsprechende Anfragen.

Auftakt zur Veranstaltungsreihe

04.12.2012 by

Am Mittwoch, dem 05.12.2012, finden sich die Mitarbeitenden der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Baden zum jährlichen Hochschultag zusammen. Unter dem Titel  “Schwerpunkte im Fokus – Wissen teilen konkret” werden die Institute der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW ausgewählte Arbeits- und Forschungsschwerpunkte präsentieren. Im Kern wird es darum gehen, wie die beteiligten Personen den fachlichen Diskurs und den Austausch (auch über Institutsgrenzen hinaus) organisieren.

Das E-Learning-Team wird in Zusammenarbeit mit dem Team von Marketing & Kommunikation als Ergänzung respektive zur Anregung neuer Ideen Workshops zu Social Media anbieten. Vier Themen sind dabei vorgesehen: Blogging, Social Networking, E-Collaboration, Social Bookmarking.

Den Hochschultag verstehen wir zugleich als (internen) Auftakt für unsere Veranstaltungsreihe. Diese wird sich inhaltlich an den erwähnten Workshopthemen anlehnen. Im ersten Zyklus möchten wir Social Bookmarking in einen grösseren Kontext von Literatur- und Informationsrechere und -verwaltung stellen.

Gerne geben wir die ersten Termine der Veranstaltungsreihe bekannt:

23.01.2013: Inputveranstaltung
06.02.2013: Workshop zu Literatur- und Informationsrecherche
13.02.2013: Workshop zu Literatur- und Informationsverwaltung

Die Inputveranstaltung setzt sich zum Ziel, in kurzer Zeit einen Überblick über die Thematik sowie über verschiedene digitale Werkzeuge zu geben. In zwei Workshops werden ausgewählte Aspekte respektive Tools genauer betrachtet und ausprobiert. Die Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden.

Gerne informieren wir zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer über die einzelnen Veranstaltungen / Workshops.