Die ersten 100 Tage der Arbeit im Projekt Social Media in Lehr- und Lernszenarien sind vergangen. Das gibt Anlass zu einem Rückblick. In dieser kurzen Zeit sind Social Media für uns „Weg und Ziel zugleich“ (Julia Klammer) geworden: Wir erforschen den Umgang mit und den Einsatz von Social Media und sind gleichermassen selbst mitten drin im ‚Doing Social Media‘.

Die Strategische Initiative startete am 1. Juni 2012. Bereits beim Kick off stand fest, dass wir mehrgleisig in die Arbeit starten wollten und mussten. Grundsätzlich war vorgesehen, parallel mit der Ist- und der Potential-Analyse zu beginnen (mehr zum Forschungskonzept hier). Dazu kamen der Wunsch und der Bedarf, die Informationen zum Projekt ebenfalls über Social Media zu kommunizieren. Somit wurde diese Website mit integriertem Blog aufgesetzt. Unsere Internetpräsenz wird inzwischen durch flankierende Aktivitäten auf Facebook, Twitter und Yammer abgerundet.

Kaum war die Initiative online sichtbar, ging es Schlag auf Schlag:

Als qualitatives Element der Ist-Analyse und in Vorbereitung der Szenarien-Entwicklung wurden drei Fokusgruppen durchgeführt. Zeitgleich startete die Potential-Analyse. Bereits Mitte Juli konnten wir erste Ergebnisse vorstellen (Artikel: Social Media Stories: Ergebnisse aus den Fokusgruppen & Social … was? Vorschlag einer Definition von “Social Media”).

Unter anderem publizierten wir einen ersten Entwurf einer Definition von Social Media, die auf den Ergebnissen der Fokusgruppen basiert. In Bezug auf diese Definition geschieht, was ich oben mit ‚Doing Social Media‘ bezeichnet habe: Als Reaktion auf unsere erste Definition haben wir viele Kommentare erhalten, nicht nur im Blog. Auf der Basis dieser Kommentare entwickeln wir die Definition weiter und stellen unsere Ideen erneut zur Verfügung. Diese Weiterentwicklungen werden wiederum mit Links angereichert, durch Pingbacks verlinkt und kommentiert. In unserem Fall setzt sich die Diskussion der Definition von Social Media z.B. in Yammer im Netzwerk Social Media fort.

Insgesamt wurden inzwischen 9 Artikel publiziert, 21 Kommentare direkt im Blog gepostet, in anderen Medien werden die Diskussionen aufgegriffen und fortgesetzt. Eine aus meiner Sicht sehr erfreuliche Bilanz, quantitativ, aber auch qualitativ.  Durch diese vielfältige Beteiligung von anderen interessierten Mitarbeitenden der FHNW wurden Social Media für uns Forschungsgegenstand und Forschungswerkzeug zugleich.

Und damit sind wir auch wieder bei  unseren grundlegenden Fragen angekommen: Wer tut was, wie und womit und zu welchem Zweck? Das „Was“ in Bezug auf den user generated content haben wir im Rahmen der Definiton ein Stück weit aufgegriffen. Das “Wie”, “Womit” und „Zu welchem Zweck“ hoffen wir, in unserer Online-Befragung, die in den nächsten Tagen starten soll, herauszufinden. Für diese Befragung wünschen wir uns eine grosse Beteiligung aller Lehrenden der FHNW, so dass wir auch in den kommenden Wochen und Monaten hier via Social Media über Social Media berichten können!