Einladung zur Blogparade: Wer setzt Social Media in der Lehre ein?

Setzen Sie Social Media in der Lehre ein? Verwenden Sie Microblogging, Social Bookmarking, Blogs, Social Networks, Wikis oder anderes? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Im Rahmen der Potential-Analyse untersuchen wir den konkreten Einsatz von Social Media in der Hochschullehre (Aus- und Weiterbildung). Dazu werden Zeitschriftendatenbanken ausgewertet, Experten-Interviews geführt und Erfahrungsberichte von Dozierenden und Lehrbeauftragten gesammelt.

Zur Sammlung solcher Einsatzbeispiele starten wir diese Blogparade und möchten Sie ermuntern, Ihre Erfahrung in einem eigenen Beitrag zu schildern.

  • Welche Ziele haben Sie mit dem Einsatz von Social Media verfolgt?
  • Welche(s) Tool(s) haben Sie dazu eingesetzt?
  • Haben Sie Ihre Ziele erreicht?
  • Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen und welche Tipps können Sie weitergeben?

Was ist eine Blogparade?

Bei einer Blogparade gibt ein/e Blogger/in ein bestimmtes Thema vor und lädt andere Blogger/innen dazu ein, einen eigenen Artikel zu diesem Thema auf deren Blogs zu veröffentlichen und auf den Einladungsartikel zu verlinken. Dadurch wird über sogenannte Pingbacks der neue Artikel automatisch in den Kommentaren des Einladungsartikels sichtbar. Alle geschriebenen Artikel der Blogparade werden so miteinander verlinkt und an einem Ort gesammelt. Dadurch kommen unterschiedliche Ansichten, Erfahrungen und Tipps zusammen, die den Lesenden eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen.

Und so funktioniert‘s:

  1. Berichten Sie in einem Artikel auf Ihrem Blog über Ihre Erfahrung(en) mit dem Einsatz von Social Media in der Lehre.
  2. Verlinken Sie Ihren Artikel mit diesem Artikel (http://blogs.fhnw.ch/SMinLehre/?p=439). Ihre Verlinkung wird als Pingback im Kommentarteil sichtbar. Lesende wiederum können diesem Link folgen und gelangen auf Ihren Blog.
  3. Wenn Sie keinen eigenen Blog haben, können Sie einen Beitrag mittels Kommentarfunktion einfügen.

Was bringt die Teilnahme an der Parade?

  1. Erkenntnisgewinn für Sie und andere
  2. Sie vernetzen sich mit Gleichgesinnten
  3. Sie erreichen eine grösseren Anzahl Leser/innen und erhalten wahrscheinlich mehr Kommentare
  4. Und Sie erreichen vielleicht neue Leser/innen, die Ihren Blog noch nicht kennen!
  5. Mit Ihrem Blogbeitrag machen Sie wertvolle Erfahrungen für andere zugänglich und helfen uns, Empfehlungen zum Social Media-Einsatz in der Lehre zu erarbeiten.


Alle bis zum Schluss der Parade geschriebenen und verlinkten Artikel werden von uns in einem zusammenfassenden Beitrag an dieser Stelle veröffentlicht.

Die Blogparade endet am 30. November 2012.

 

Tags:

  1. Oliver Bendel’s avatar

    2005/2006 habe ich Wikipedia in der Lehre eingesetzt. Wir haben eine Form des organisierten Vandalismus praktiziert, zu einer Zeit, als es noch kein Vier-Augen-Prinzip (bzw. Zwei-Augen-ein-Bot-Prinzip) in diesem Lexikon gab: Bendel, Oliver. Wikipedia als Methode und Gegenstand der Lehre. In: Hildebrand, Knut, Josephine Hofmann (Hrsg.). HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik, 252 (2006) 43. S. 82 – 88. Noch während der Veranstaltung haben wir die Änderungen rückgängig gemacht. Für die Studierenden war es sehr hilfreich, die Funktionsweise von Wikipedia zu verstehen. Danach haben sie das Lexikon nicht mehr zitiert. Mehr auf das Unternehmen gerichtet und veraltet: http://www.oliverbendel.net/literatur/Bendel_Wikis_Weblogs.pdf … Auch studiVZ haben wir behandelt und eingesetzt, aber nicht systematisch: Bendel, Oliver. studiVZ – studentische Kommunikation im Web 2.0. In: Wissensmanagement, 10 (2008) 1. S. 32 – 34. Auch das ist bekanntlich Geschichte. Seit Jahren sind Mashups, Podcasts, Wikis, Blogs, Microblogs und Social Networks Gegenstand meiner Lehrveranstaltungen. Wir setzen regelmässig Wikis zur Zusammenarbeit ein (Gruppenarbeit). Jede Veranstaltung wird durch Moodle unterstützt; hier verwende ich die Nachrichtenfunktion, das Gruppenforum und das Wiki. Meine Studierenden setzen Social Media privat ein, finden aber interessanterweise, dass diese inzwischen zu viel in der Lehre vorkommen.

  2. Susan Göldi’s avatar

    Bezüglich Moodle scheiden sich die Geister. Tatsache ist: An sieben von neun Hochschulen der FHNW ist es als Learning Management System (LMS) im Einsatz. Und: Auf Moodle gibt es Anwendungen wie Forum, Wiki, Chat und sonst noch so einiges, was als Social-Media-Tool gelten kann. Mit „sonst noch so einiges“ habe ich bisher keine Erfahrungen gesammelt, mit verschiedenen Forentypen dagegen schon.
    Das Themen-Forum eignet sich zum Beispiel gut für eine Diskussion unter Studierenden, wenn alle zu Wort kommen sollen. Konkret: In einem Kurs erteile ich allen den Auftrag, eine begründete Stellungnahme zu einem von mir formulierten, ev. mit Zusatzmaterial und Links ergänzten Thema (ev. mehreren Themen) zu posten und auf mindestens eine Stellungnahme kontrovers zu reagieren. Mit diesem Auftrag ergibt sich eine recht umfangreiche und reichhaltige Diskussion unter den Studierenden. Natürlich gibt es auch hier Minimalisten. Die meisten lassen sich aber auf Diskussionen ein und liefern Überlegtes in ansprechender Form ab. Zwei Vorteile dabei sind, dass die Studierenden für die Diskussion nicht anreisen und nicht alle gleichzeitig an der Diskussion teilnehmen müssen bzw. ein virtuelles asynchrones Treffen stattfindet. In meiner Erfahrung ist es allerdings wichtig, ein Zeitfenster für die Diskussion zu setzen, damit das Ganze eine gewisse Dichte hat.
    Meine Rolle in der Forums-Diskussion ist recht herausfordernd. Wenn das Zeitfenster klein ist (ein Morgen zum Beispiel), dann verfolge ich die Diskussion sehr konzentriert und greife vor allem mit Fragen ein, wenn mir scheint, dass zu wenig argumentiert wird. Wenn das Zeitfenster gross ist (eine Woche zum Beispiel) dann muss ich das Forum abonnieren und mich immer wieder mit neuen Beiträgen beschäftigen. So oder so muss ich am Schluss Buchhaltung machen und klären, ob alle den Auftrag angemessen erfüllt haben. Danach muss ich (persönliche) Mahnungen verschicken und dann wieder kontrollieren. Mein Fazit: Der Steuerungs- und Kontrollaufwand ist erheblich. Dafür beziehe ich aber auch wirklich alle in die Diskussion ein. Für mich lohnt sich deshalb ein Forum für zentrale Fragen, bei denen mir wichtig ist, dass sich alle Studierenden damit auseinandersetzen.

  3. Eva Edinger’s avatar

    Gerade gefunden: Ein Kommentar von Ricarda T.D. Reimer auf Yammer zu unserer Blogparade. Das Beispiel aus ihrer Lehre passt, wie ich finde, ganz wunderbar: http://idw-online.de/pages/de/news239173

  4. Hans-Dieter Zimmermann’s avatar

    Seit dem Frühjahrssemester 2009 setze ich Blogs im Rahmen von Lehrveranstaltungen ein. Ich habe auf meinem Blog verschiedentlich darüber berichtet.

    1. Julia Klammer’s avatar

      Die Ergebnisse der Feedbacks der Studierenden zum Bloggen finde ich sehr interessant, da sie gut wiederspiegeln, dass ein Grossteil der Studierenden den selbstständigen Wissenserwerb, das aktive Auseinandersetzen mit einem Thema als positive Erfahrung aufführt. Schwierig finde ich aber die Frage des Aufwands: Obwohl die Studierenden viel damit zu tun hatten, fanden sie es eine sinnvolle Tätigkeit, ABER: das Bloggen war eben nur temporär (für eine Lehrveranstaltung), und da stellt sich die Frage, wie man “temporäres” Bloggen effizienter machen könnte oder ob es das überhaupt geben soll. In der Bloggosphäre sind leider schon viele “tote” Blogs…

Comments are now closed.