Der zweite Jahrgang wird flügge

17.10.2015 by

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Sehr verehrte Anwesende, liebe Ingenieurinnen und Ingenieure der Energie- und Umwelttechnik

In dieser Woche wurde in Bern, im Ständerat viel zur Energiewende debattiert und es wurden auch einige Entscheidungen getroffen. Sie werden in Ihrem Berufsleben wahrscheinlich weniger debattieren aber mehr umsetzen und realisieren, um die Energie- und Ressourceneffizienz und die Energiewende voranzutreiben.
Sie haben sich in diesem grossen Gebiet umfassende Fach- und Methodenkompetenzen erarbeitet und sind nun gefragte Fachleute. Es war mir ein grosses Vergnügen mit Ihnen zusammenzuarbeiten, ich habe Sie als sehr interessierte, einsatzfreudige und motivierte Truppe erlebt. Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Erfolg, Freude und Befriedigung in Ihrem Beruf und gratuliere Ihnen ganz herzlich zum Abschluss.

Christoph Gossweiler, Studiengangleiter

Moritz Meier lockt die Erdölvereinigung in die Höhle des Löwen

28.04.2015 by

Weil sich EUT Studierende durch die laufende Werbung der Erdöl-Vereinigung (die Branchenorganisation  der schweizerischen Mineralölwirtschaft) provoziert fühlten, starteten sie einen E-Mail Diskurs mit dem Geschäftsführer dieser Vereinigung Herrm Bilang. Die EUT-StudierendenErdoelvereinigung luden Herrn Bilang zu einer Diskussionsrunde an die FHNW ein. Am 16.4. kam Herr Bilang und legte den Standpunkt der Erdölvereinigung vor den zahlreich erschienen Studierenden des Studienganges EUT und einigen Dozierenden dar. Herr Bilang konnte die Bedeutung des Brennstoffs Öl für das Heizen und die Mobilität in der Schweiz klar aufzeigen. Es gelang ihm gut, die Vorteile des Brennstoffs aufzuzeigen und die Strategie seines Verbandes darzulegen . Nach dem spannenden und herausfordernden Vortrag kam es im Plenum zu einer sachlichen und lebhaften Diskussion, wobei natürlich Meinungsunterschiede offen zu Tage traten. Der Moderator und Einladende Moritz Meier, Student der Energie- und Umwelttechnik im 4. Semester, bedankte sich zum Schluss herzlich bei Herrn Bilang und übergab ihm im Namen der Studierenden ein gut zu gebrauchendes Dankeschön. Der Vortragende wurde mit grossem Beifall durch die zahlreichen Zuhörer verabschiedet.

von Dipl.Ing. Klaus Eisele

Kolloqium EUT: Mr Green und der Umweltmönsch

27.03.2015 by

Von Dipl.Ing. Klaus Eisele

Das Abendkolloqium wird immer beliebter. Bei der 4. Durchführung war der Saal mit fast 60 Studierenden gut gefüllt. Dies lag zum einen an den Vorträgen des „Mr. Green“ von Mettler-Toledo und vom „Umweltmönsch“ des Kosmetikherstellers Weleda. Zum anderen lag es auch am üppigen Apero, der in der Pause angeboten wurde.

EUT_KolloquiumDie Vortragenden konnten sehr bildhaft und lebendig die Aufgaben und die Herausforderungen eines Umweltmanagers in so unterschiedlichen Firmen aufzeigen. Um erfolgreich als Umweltmanager arbeiten zu können, ist es wesentlich, dass die Firma und insbesondere auch der CEO von den Umweltanliegen überzeugt sind. Um Umweltmassnahmen ergreifen zu können, muss sich aber immer auch ein finanzieller Vorteil für die Firma ergeben. Dieser Vorteil kann bei vielen Massnahmen nachgewiesen werden. Eine wichtige Botschaft der beiden Vortragenden war, dass die Fokussierung auf wenige Massnahnen auf Dauer mehr Erfolg verspricht, als zuviel zu wollen, auch wenn dies zunächst notwendig erscheint.

Nach den Vorträgen konnten bei einer spannenden und dennoch lockeren Diskussion die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Aufgaben der anwesenden Umweltmanager verdeutlicht werden. Die Umwelt und die beiden Firmen werden vom überzeugenden Auftreten der beiden Herren profitieren. Zum Schluss konnten die jungen Damen und Herren sich von den Vorteilen einer biologisch dynamisch produzierten Körperlotion überzeugen, da sie nach der Anwendung mit wohlig duftenden und geschmeidigen Händen in den Abend entlassen wurden.

Die Organisatoren bedanken sich bei den Herren André Podleisek, Head of Corporate Sustainability, Mettler Toledo und Marcel Locher, Sustainability Management Weleda Switzerland für ihr Engagement an diesem spannenden und vergnüglichen Abendkolloqium.

Tod im Müll oder oder ein zweites Leben für alte Produkte

29.12.2014 by

Nicht nur Lebensmittel landen heute achtlos im Müll. Auch viele andere Produkte werden vermehrt weggeworfen und entsorgt. Baumüll und Baugewerke zum Beispiel haben viel Potential zur Wiederverwertung. Projekt2_2014EUT-Studierende haben das Geschäftsmodell der Firma ReWinner in einer Semesterarbeit gründlich untersucht. Die Arbeit war so erfolgreich, dass deren Resultate in das strategische und operative Geschäft des Auftraggebers ReWinner eingeflossen sind.

Rewinner gelang es nun bei der Gesamtrenovation eines grossen Altersheimes in Zürich viele Gewerke wie Armaturen, Fenster, Heizungsanlagen und sogar ein Notstromaggergat vor dem Schredder zu bewahren. Ab Januar wird nun ein Webportal als Verkaufsplattform in Litauen aufgeschaltet. Wir freuen uns über den Erfolg und hoffen auf weitere gute Nachrichten aus unserem Projektportfolio.

Klick hier für ein grösseres Poster zu diesem Projekt

von Dipl.Ing. Klaus Eisele

 

Es gibt noch viele neue Energie Ideen

12.12.2014 by

Wie in den letzten Jahren haben die Energie- und Umwelttechnik  und die Wirtschaftsingenieur Studierenden des 1. Semesters ihre Projektposter am Ende der Projektwoche ausgestellt. Das übergeordnete Thema lautete „Energie im Alltag“. Es gab wieder viele neue und spannende Ideen aus beiden Studiengängen. Insgesamt wurden 20 Poster ausgestellt. Die Ausstellung wurde mit einer Preisverleihung des besten Posters und mit einem üppigen und gesundStudierendenprojekt 1. Semesteren Apero abgeschlossen. Die Studierenden wählten mit überwältigender Mehrheit das Poster „Intelligent getaktetes Lichtsystem (I-ge-L)“ als bestes Poster aus dem Studiengang EUT. Das Team berechnete für diverse Strassentunnel die Energieeinsparung durch eine getaktete Tunnelbeleuchtung, d.h. durch eine Beleuchtung, die mit dem Fahrzeug mitfährt. Besonderen Dank gebührt dem Bundesamt für Strassen ASTRA, das die Tunneldaten zur Verfügung gestellt hat. Das Siegerteam nimmt die Gratulatioenn und die Preise dankend entgegen.

Die Wissenschaftler haben ihre Arbeit getan, gefordert sind nun die Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft

05.11.2014 by

So könnte man die eben veröffentlichte Zusammenfassung des fünften IPCC-Berichtes (Intergovernemental Panel on Climate Change) auf den kürzesten Nenner bringen. Er stellt einmal mehr fest:

  • Die Erwärmung des Klimasystems seit 1950 ist eindeutig , die Atmosphäre und die Ozeane sind wärmer geworden, Schnee und Eis haben abgenommen und die Meeresspiegel sind angestiegen
  • Der menschliche Einfluss auf das Klimasystem ist klar, die Emissionen von Treibhausgasen sind grösser den je und sind mit grösster Wahrscheinlichkeit die hauptsächliche Ursache für die Klimaerwärmung.
  • Klimaveränderungen beeinflussen bereits heute Natur und Menschen auf allen Kontinenten und Meeren, extreme Wetterereignisse werden häufiger.

Der Bericht zeigt aber auch, noch lässt sich die Zunahme der globalen Temperatur begrenzen und katastrophale Klimaveränderungen abwenden. Die Wissenschaftler zeigen den Weg: bis 2050 müsste der Ausstoss von Treibhausgasen weltweit auf die Hälfte und bis zu Ende des Jahrhunderts auf null gesenkt werden. Und wir haben keine Zeit mehr, mit jedem Jahr des Zuwartens werden die langfristigen und bleibenden Veränderungen im Klima gravierender.

Thomas Stocker, Schweizer Klimaforscher an der Universität Bern, fordert eine eigentliche 4. industrielle Revolution, nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Digitalisierung nun die Erneuerbarisierung. Und er sieht dies als riesige Chance. Bei allen früheren industriellen Revolutionen hat der Wandel immer auch neue Gelegenheiten, neue Arbeitsplätze und damit auch neuen Wohlstand generiert.

Noch lassen sich die Folgen des Klimawandels begrenzen, aber wer die Klimapolitik der letzten Jahre beobachtet hat, der zweifelt am Willen der Gesellschaft, diesen Weg ernsthaft zu gehen. Die Dringlichkeit der notwendigen Massnahmen und das Schneckentempo des realen Klimaschutzes klaffen immer weiter auseinander. Der vorliegende neueste Bericht wird sicher ein Thema sein an den nächsten Klimakonferenzen in  Lima (2014) und Paris (2015). Wir sind gespannt, ob unsere Entscheidungsträger endlich bereit sind, die langfristigen Zukunftaussichten der Menschheit höher zu werten, als einige kurzfristige Annehmlichkeiten.

 

 

Das sind sie nun also: die ersten Bachelor für Energie- und Umwelttechnik der Fachhochschule Nordwestschweiz!

30.09.2014 by

Sehr verehrte Anwesende
Das sind sie nun also: die ersten Bachelor für Energie- und Umwelttechnik der Fachhochschule Nordwestschweiz! Ist das nicht grossartig?

Diplomfeier 2014

Sie hatten den Mut ein Studium zu wählen, das zum ersten Mal durchgeführt wurde. Das sind unsere Pioniere! In diesem anspruchsvollen Studium haben Sie ausserordentliches geleistet, vieles war noch im Aufbau begriffen und konnte Ihnen nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Sie haben konstruktiv und mit grossem Engagement mitgearbeitet, haben uns Rückmeldungen gegeben und Verbesserungsvorschläge gemacht. Wir haben dies sehr geschätzt und es war eine Freude mit Ihnen zusammenzuarbeiten, herzlichen Dank!

An dieser Stelle möchte ich auch meinen Dozentenkollegen und Kolleginnen danken, ohne ihr ausserordentliches Engagement wäre der Aufbau des Studienganges nicht möglich gewesen. Energie und Umwelttechnik wurde von 3 Hochschulen gemeinsam gebaut. Meine Kollegen Heiri Huber von der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik und Carsten Peukert von der Hochschule für Wirtschaft waren an Aufbau massgeblich beteiligt, herzlichen Dank auch an sie!

Zum Schluss möchte ich mich noch von Ihnen, unserer Pioniertruppe verabschieden. Wie ich mit Freude vernommen habe, hat schon eine erhebliche Anzahl von Ihnen bereits jetzt einen Job im Gebiet der Energie und Umwelttechnik gefunden. Es zeigt sich: Sie als Fachleute sind sehr gefragt.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, viel Erfolg, Freude und Befriedigung in Ihrem Beruf und gratulieren Ihnen ganz herzlich zum Abschluss.

(Diplomansprache von Studiengangleiter Prof. Dr. Christoph Gossweiler, 26. Sept. 2014)

Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft

18.09.2014 by

Vor ziemlich genau zwei Jahren reichte die Grüne Partei der Schweiz eine Initiative ein, mit der die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der Bundesverfassung verankert werden sollen. Nur so können nicht nur der Energieverbrauch sondern der Verbrauch aller natürlichen Ressourcen erheblich gesenkt werden. Und dies ist eine notwendige Voraussetzung für die längerfristige Zukunftsfähigkeit unserer Lebensform, unseres Wohlstandes und unserer Gesellschaftsordnung.

In der heutigen Welt mit immer kurzlebigeren Produkten und immer schnelleren Innovationszyklen muss Umweltpolitik verstärkt als Ressourcenpolitik betrachtet werden. Der Blick soll nicht nur auf die schädlichen Emissionen, sondern verstärkt auf die schonende und effiziente Verwendung der Ressourcen selber gerichtet werden. Produkte am Ende ihres (häufig sehr kurzen) Lebenszyklus müssen dringend wieder in den Stoffkreislauf zurück geführt werden.

Staenderat

Nachdem die vorberatende Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie die Initiative noch abgeleht hat und auf den Gegenvorschlag des Bundesrates gar nicht eintreten wollte, hat der Ständerat heute wenigstens beschlossen, das Thema auf der Traktandenliste zu behalten und den Gegenvorschlag zur Überarbeitung an die Kommission zurück  zu schicken.

Wie lange dauert es wohl noch, bis auch unsere Bundesparlamentarier verstehen, dass nur  ressourceneffizientes Wirtschaften zukunftsfähig ist und gerade deshalb alle Massnahmen zur  Steigerung der Nachhaltigkeit im speziellen Interesse unserer Wirtschaft sind?

 

Die Ozonschicht erholt sich

10.09.2014 by

Heute haben das United Nations Environment Programme (UNEP) und die World Meteorological Organization (WMO) einen aktuellen Bericht über die Entwicklung der globalen Ozonschicht publiziert.

Die stratosphärische Ozonschicht schütz die Erde vor schädlicher UV-Strahlung der Sonne. Das Ozon wird durch gewisse chlor- und bromhaltige Chemikalien abgebaut. Im Jahre 1987 hat sich die Staatengemeinschaft im Montrealer Protokoll (http://de.wikipedia.org/wiki/Montreal-Protokoll) völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, auf die Verwendung dieser ozonschädlichen Stoffe zu verzichten.

Ozonloch über der Antarktis

Der vorliegende Bericht zeigt nun, dass die getroffenen Massnahmen Wirkung zeigen. Die Ozonschicht erholt sich langsam. Die Experten erwarten, dass sich das Loch in der Ozonschicht über der Antarktis bis Mitte des Jahrhunderts wieder geschlossen hat.  Die Erfolge beim Schutz der Ozonschicht, sollten uns  darin bestärken, endlich auch beim Schutz des Klimas international wirkungsvolle Vereinbarungen zu treffen.

 

Der nächste Jahrgang nimmt das Studium in Angriff

08.09.2014 by

Heute Morgen hat für den nächsten Jahrgang angehender Energie- und Umweltingenieure und -ingenieurinnen das Studium begonnen. In der ersten Woche werden sie vertraut gemacht mit der Arbeitsweise an einer Hochschule und mit der Infrastruktur am Campus Brugg-Windisch. So sind beim Beginn der Vorlesungen nächste Woche alle bestens vorbereitet sind, um das anspruchsvolle Studienprogramm vom ersten Tag an erfolgreich zu bearbeiten.

Cooking ClassNeben der Arbeit darf aber auch das studentische Leben nicht zu kurz kommen. In einem ersten Event haben die Studienanfänger bereits gemeinsam ein Nachtessen gekocht und gegessen und dabei Gelegenheit gehabt, sich ausser halb der Klassenzimmer kennen zu lernen.