Energie- und Umwelttechnik

Apr 07

Probleme lösen mit EUT

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Zehntausende Menschen haben gestern in der ganzen Schweiz an Klima-Demonstrationen teilgenommen. Auch in Winterthur fand sich ein Zug von über 4000 Personen ein. Christoph Gossweiler, Studiengangleiter, und Klaus Eisele, ehemaliger Verantwortlicher für die Projektschiene, nahmen an der Kundgebung in ihrer Heimatstadt teil – und machten gleich Werbung für den Studiengang: “Energie- und Umwelttechnik studieren – Probleme lösen”, stand auf ihrem Transparent.

Christoph Gossweiler (links) und Klaus Eisele an der Klimademonstration in Winterthur. Bild: ZVG.
Apr 03

Auszeichnung für Poster

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Abbildung aus dem prämierten Poster: Visualisierung des Multi-Stakeholder-Prozesses. Bild: Dubois/Schmitt.

Seit gestern findet in Bilbao, Spanien, die “WindEurope Conference” der European Academy of Wind Energy (EAWE) statt. Ruth Schmitt, Dozentin im Studiengang EUT, wurde dabei für ihr Poster “Local acceptance for wind energy through co-creation” ausgezeichnet.

Das Thema des Posters befasst sich mit den Multistakeholder-Prozessen bei der Genehmigung von Infrastrukturbauten, hier Windturbinen. Für das Gelingen der Energiewende ist die Untersuchung gesellschaftlicher und demokratischer Prozesse wichtig. Die Schweiz bietet dabei mit ihrem direktdemokratischen System eine gute Ausgangslage für Forschung. Schmitts Resultate finden nicht nur Anerkennung auf dem internationalen Parkett, auch EUT-Studierende profitieren direkt davon, dies im Modul “Realisierung von Energieanlagen im Spannungsfeld von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft” (RES).

Mar 22

Mangoschnitze für Gambia

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Im westafrikanischen Gambia ist Strom sehr teuer. Deshalb haben sich in den letzten Jahren gleich zwei Studierendenteams Fragen der unabhängigen Produktion gewidmet: Wie kann die Bäckerei losgelöst vom Stromnetz arbeiten? Wie trocknet man Mangos ohne Strom, sodass das Produkt anschliessend verkäuflich ist? Die Antworten resultierten unter anderem in einem neuen Lehrfilm.

Häufig arbeiten EUT-Studierendenteams über mehrere Semester hinweg für denselben Auftraggeber. Die Studierenden wechseln, die Anliegen des Auftraggebers passen sich den neuen Bedürfnissen an. Einer dieser Auftraggeber ist der «Förderverein Baluo», eine NGO aus der Schweiz, aktiv in Gambia. Der Verein setzt sich für Ausbildungsplätze ein und betreibt unter anderem eine Bäckerei, in der Lehrlinge ausbildet werden. Die Bäckerei des «Fördervereins Baluo» war in den letzten Jahren aber aufgrund hoher Strompreise nicht mehr rentabel. Deshalb suchte man nach einer alternativen Energieversorgung.

Solardörrapparat empfohlen

EUT-Studierende im Frühlingssemester 2017 empfahlen nach eingängiger Untersuchung dem Verein daher, die Bäckerei mit einem Thermoölbackofen auszustatten. Dieser kann zunächst mit Diesel betrieben werden. In einem weiteren Schritt sollen Solarkollektoren auf dem Dach der Bäckerei installiert werden, die das Thermoöl des Backofens erhitzen.

Kaum war dieses Problem gelöst, untersuchte im Frühlingssemester 2018 ein weiteres EUT-Team die Geschäftsidee des Mango-Verkaufs. Mangos sind in Gambia weit verbreitet. Getrocknete Früchte finden in der Regenzeit Absatz. Das EUT-Team untersuchte deshalb stromfreie Prozesse, um die Früchte zu dörren. Die Studierenden empfahlen einen wartungsarmen mit Sonnenenergie betriebenen Dörrapparat.

Neuer Lehrfilm

Wichtig ist nicht nur die Auswahl der geeigneten Geräte für die Verwendung in Gambia, sondern auch der Gebrauch der Geräte muss den Mitarbeitern in Gambia beigebracht werden. Das jüngste Produkt im «Mango Drying Process» ist daher nun ein Lehrfilm, der sich an die Mitarbeiter von Baluo in Gambia richtet.

Fabian Fankhauser und Simon Strebel erklären den Mango-Dörrprozess. Film: MarKom HT FHNW, Karen Schrader.

Die Auftraggeberin Martina Alig meint: «Dieser Film ist sehr nützlich für unsere Arbeit in Gambia.» Seit Kurzem übrigens verbinden sich Brot und Mango: Ein Schweizer Bäcker tüftelt mit den dortigen Arbeiterinnen und Arbeitern an einem Früchte-Brot.

Das Poster zum Projektabschluss zeigt die Empfehlungen des Teams.

Mar 18
Das “Winterthurer Stadtbus”-Team: Alex Salzmann, Martina Senn, Massimo Völkle und Melchor Moor (v.l.n.r.). Bild: 20Minuten.

Die heutige Ausgabe von 20Minuten hat einen Beitrag über ein EUT-Studierendenprojekt publiziert. Es wird berichtet, wie vier Studierende im letzten Semester den Winterthurer Stadtbus-Betrieb analysierten und dem Unternehmen eine Alternative zum Dieselbus unterbreiteten.

Mar 17

Rauscht es im Walde?

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Wie verhalten sich die Turbinen bei Sturm? Klaus Eisele vom Studiengang EUT wollte dies genauer wissen und besuchte die Windturbinen Verenafohren in Tengen (D) bei Schaffhausen während des Sturmtiefs Eberhard am 10. März 2019. 

Im Rahmen einer Studierenden-Exkursion im Frühjahr 2018 konnten die Windturbinen der Verenafohren bei schönem Wetter und leichten Winden erlebt werden. Die grösste Überraschung war damals die Stille im Wald. Nur ein leises Flügelschlagen war beim Passieren der Flügel des Turmes zu hören.

Vergangene Woche zeigte sich bei den Verenafohren ein etwas aktiveres Bild: Zwei der drei Turbinen liefen ununterbrochen, während sich eine der Turbinen immer wieder bedingt durch die hohen Windgeschwindigkeiten (>20 m/s) abstellte. Durch das Ausschalten ergab sich kaum eine Geräuschänderung im Wald. Der leise Flügelschlag war dann nicht mehr zu hören. Das Rauschen des Waldes war eindeutig dominant. Zum Teil konnte ein fernes Grollen gehört werden, wobei unklar blieb, ob dieses Grollen durch Flugzeuge oder durch die Windturbinen entstand. Eiseles Fazit: “Lärm von Windturbinen im Wald ist selbst bei Sturm kaum zu hören.”

Mar 06

Der Beginn eines neuen Semesters äussert sich für die Studierenden dadurch, dass die Module neu beginnen. Für die rund 50 EUT-Dozierenden bedeutet der Neustart nebst der Vorbereitung der Kurse aber auch: Studiengangkonferenz. Sie hat heute Abend stattgefunden. Auf der Traktandenliste: Förderung von Studierenden, Anpassungen in der Projektschiene, Evaluationen, Mitteilungen zu den Neuerungen. Aber auch Diskussionen zu Anpassungen im Studiengang. Die zentrale Frage dabei lautete: Wie bilden wir Berufsleute für die Welt von morgen aus?

Studiengangleiter Christoph Gossweiler erläutert die Evaluation der Kurse im Studiengang. Bild: RW.

Feb 21
Ruth Schmitt bei der Einführung im Modul “res”. Bild: ZVG.

Wenn grosse Energieanlagen schliesslich gebaut werden, dann sind sie Resultat eines längeren Prozesses, zu dem Bewilligungen und vielleicht gar eine politische Abstimmung gehörten. Nebst technischem Knowhow ist also Wissen über rechtliche Grundlagen, aber auch über politische Prozesse und soziale Dynamiken notwendig. Diese Kombination kann man nicht in einem «normalen» Modul lernen.

«Wer grosse Energieprojekte realisieren will, muss das Gesamtsystem im Blick haben», sagt Ruth Schmitt. Die Ökonomin hat zusammen mit Stefan Roth, Dozent für erneuerbare Energien, sowie Reinhard Zweidler, Dozent für Umweltrecht und Umweltpolitik, 2015 das Modul «Realisierung von Energieanlagen im Spannungsfeld von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft» (RES) ins Leben gerufen. Gestern hat die vierte Durchführung gestartet – mit 15 Studierenden.

Komplexe Bauprojekte gestalten

Während des Semesters werden sich die Studierenden im Rahmen einer Fallstudie in Teams mit einem fiktiven komplexen Energieprojekt im Kanton Aargau auseinandersetzen. «Mehr kann ich dazu nicht sagen, die Studierenden sollen ja überrascht werden», sagt Schmitt.

Als Forscherin beschäftigt sie sich seit zwanzig Jahren mit Stakeholder-Prozessen, in den vergangenen Jahren hat sie zahlreiche partizipative Prozesse in Energieprojekten begleitet und weiss, mit welchen Gegnern Planerinnen und Planer zu kämpfen haben. «Für mich sind die Gegner keine Spielverderber», sagt sie, «sie haben berechtigte Anliegen, die sie frühzeitig einbringen wollen und damit konstruktive Beiträge zur Optimierung leisten».

Diese Haltung will sie den Studierenden vermitteln. Bisher hat sie damit gute Erfahrungen gemacht: «Die EUTler wollen gestalten und die Energiewende prägen. Deshalb wollen sie wissen, wie man alle Player miteinbezieht.»

Verschiedene Perspektiven einnehmen

In den nächsten Wochen vertiefen sich die Studierenden in verschiedene wirtschaftliche, technische und juristische Themen. Besonders rechtliche und politische Fragen müssen dabei auf nationaler und kantonaler Ebene betrachtet werden.

Die Dozierenden Schmitt, Roth und Zweidler werden im Rahmen der Fallstudie «intervenieren» und die Studierenden herausfordern, wendig Perspektiven einzunehmen. – Und doch hartnäckig an ihrer Lösung für das (fiktive) Kraftwerk zu arbeiten.

Stefan Roth begrüsst den Gastreferenten Reto Rigassi, Geschäftsführer von Suisse Eole. Bild: ZVG.
Die Studierenden des Moduls “res”, rechts Dozent für Umweltrecht, Reinhard Zweidler. Bild: ZVG.
Jan 25

Celebrating PEP

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Klaus Eisele

At the end of the semester, the Professional Experience Project (PEP) team met in an Italian restaurant in Brugg to celebrate the successful end of the first EUT PEP project. The dinner was organized by the PEP coordinator, Ann Marie Jakob, and in addition to the students, the lecturers involved in PEP and the client were also invited.

The project team consisted of two Swiss students, and from abroad: one Portuguese, one Swedish and one Korean student. These exchange students have previously studied in different degree programs in their own countries and came to the FHNW to experience working on a project as well as learn about Swiss culture and management style. The technical part of the PEP project was to analyze the environmental impact of laundry processes including detergents, micro-filaments and nanoparticles.

Granted, working in and with such an international student team has its challenges, but in the end, everyone involved had a positive experience. Not only did the project team learn something, but also those involved. The combined efforts, hard work and energy lead to the successful project results. One could say the greatest rewards went to the client though: He received a comprehensive picture of the impact of washing processes on the environment, was able to collaborate with a motivated team of international students, and could help the FHNW School of Engineering continue with another interesting PEP assignment.

Jan 23

Die Schafe bei fhnews.ch

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Die News-Plattform von FH SCHWEIZ ist auf die EUT-Schafe aufmerksam geworden und hat nach einem Artikel über das Projekt gefragt. Heute wurde er hier publiziert.

Jan 19

Gesucht: der Superkuchen!

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Das Team “Superkuchen” nach der Schlusspräsentation: Linus Bossart, David Spörri, Matteo Di Milia, Nicolas Kohler, Dominik Bätscher, Marie-Josée Mona. Bild: RW.

Wer Kuchen bäckt, denkt selten daran. Aber: Bis er fein mundet, werden eine Menge Ressourcen beansprucht. Ein Team von Erstsemestrigen hat sich der Frage angenommen, welcher Kuchen gut, günstig und zudem umweltfreundlich ist. Zu Semesterende hat das Team seine Resultate präsentiert.

«Den Superkuchen schlechthin gibt es nicht», sagte David Spörri anlässlich der Schlusspräsentation am vergangenen Freitag. Beim Testpublikum sei die Rüeblitorte sehr beliebt gewesen, sagt der Projektleiter des sechsköpfigen EUT-Teams. Weil aber eine richtig schmackhafte Torte nebst heimischen Rüebli auch Eier oder Butter als Zutaten braucht, ist die Umweltbilanz dieser Torte nicht gut: Sobald tierische Produkte verwertet werden, schnellt die Zahl der Umweltbelastungspunkte, die UBP, in die Höhe. Das sechsköpfige Team hat insgesamt acht Kuchen untersucht: Dazu gehörten nebst der Rüeblitorte auch der Marmorcake oder ein Gugelhopf.

Als umweltfreundlichster und gleichzeitig günstigster Kuchen hat sich der vegane Schokoladenkuchen herausgestellt. Problem hier: Beim Testpublikum hat er nicht spitzenmässig abgeschnitten. Das Testpublikum gab ihm im Schnitt 2 von 3 möglichen Punkten. Und wer verliert auf der Punkteskala der Umweltfreundlichkeit? Der nicht vegane Schokoladenkuchen. Warum? Der Kuchen besteht aus Zutaten wie Schokolade und Kaffee, die aus der Ferne stammen und so die Umwelt belasten. Und er enthält Eier, Butter, Rahm und somit eine Menge tierischer Produkte. Pro Kilogramm schlagen hier über 19 000 UBP zu Buche, während der vegane Cake hauptsächlich aus Kakaopulver, Mehl und Zucker besteht und seine Umweltbelastung somit nur rund 3500 UBP umfasst.

Kuchentest: Die Kuchen wurden in der Grossküche erstellt und schliesslich in Gebäude 1 zur Degustation und Bewertung angeboten. Bilder: ZVG. 

Hier geht’s zum Poster des Teams.