Archive for the ‘ Allgemein ’ Category

In Äthiopien scheint die Sonne

27.09.2018 by

Klaus Eisele unterrichtet die Studenten in Debre Makos (Äthiopien) in Solartechnologie. Bild: ZVG.

Im August verbrachte der ehemalige Leiter der Projektschiene EUT, Klaus Eisele, zwei Wochen im äthiopischen Hochland. An einer Universtität unterrichtete er Module rund um Solartechnologie. 20 äthiopische Ingenieure besuchten seine Kurse zu Kostenrechnung, Konzeptphase und Auslegung von Solarpumpen.

Debre Markos liegt auf circa 2 500 Metern über Meer – wie ein grosser Teil Äthiopiens. Die Luft ist dünn, die Sonne scheint hier selbst in der Regenzeit immer nachmittags. Ein idealer Ort für Solartechnologie. Die Universität der Stadt, in der fast eine Viertelmillion Menschen lebt, wirbt mit dem Spruch: «Education! The Only Way Out Of Poverty!!!» (die drei Ausrufezeichen gehören dazu). Hier werden alle gängigen Fächer angeboten: Von Agrarwissenschaften bis  zu Gesundheitsstudiengängen, Technik, Kulturwissenschaften, Administration, aber auch Jurisprudenz und Medizin. An der Universität studieren rund 20 000 Studierende.

Wissen zu Solartechnologie vermittelt

Klaus Eisele verbrachte die zweite Augusthälfte in Debre Markos. Über ein EUT-Projekt (Elfinesh), das verschiedene Konzepte zur Wasserversorgung im äthiopischen Hochland erstellte, gelangte er zur NGO «Sahay Solar Association», die sich Bildungsprojekten in Äthiopien rund um Solarenergie sowie den Bau von Solaranlagen verschrieben hat. «Ich hörte, dass die Organisation zwingend Lehrer für Kurse an der nordwestäthiopischen Universität in Debre Makos benötigte», sagt der diplomierte Maschinenbauingenieur und langjährige «EUTler».

Eisele entwickelte drei Kurse seiner liebsten Themen neu: erstens der Ökonomie, dazu gehören Kostenrechnung und Rentabilität von Solaranlagen, zweitens der Konzeptphase beim Planen von Solaranlagen, im Projektmanagement die entscheidende Phase von Analyse bis zur Lösungsvariantenbildung sowie zum Thema Solarpumpen für Trinkwasseranlagen.

Motivierte Studenten

Angekommen in Debre Makos, unterrichtete Eisele zusammen mit Roger Buser von der Hochschule Luzern (HSLU) sowie Christoph Bucher von der Beratungsfirma Basler & Hofmann 20 Studenten – alles Dozierende der äthiopischen Universität. «Die Elektroingenieure und Maschinenbauingenieure waren extrem motiviert», sagt Eisele. Sie seien mit den Kursen gar einen Tag früher als geplant fertig gewesen. Das Feedback sei überwältigend, die Freude am neu erlangten Wissen, das sich in Schulen, Gesundheitszentren und für dörfliche Trinkwasseranlagen sofort umsetzen lasse, gross. Die grösste Hürde für die Optimierung von Solaranlagen seien die eher bescheidenen Excel-Kenntnisse.

 

Die praktische Ausbildung geschah direkt am Solarpanel, rechts daneben Roger Buser von der Hochschule Luzern und Klaus Eisele. Bild: ZVG.

Lehrerinnen und Lehrer gesucht!

Was Eisele besonders beeindruckte: «Das Land wächst stark, viele Leute haben keine Ausbildung und hätten Kapazitäten, etwas umzusetzen.» Das Land investiert daher in die Bildung. Dies zeigte sich an den in den Semesterferien stattfindenden Weiterbildungskursen für Lehrpersonen, die zeitgleich mit den Kursen von «Sahay Solar» stattfanden. «10 000 Lehrerinnen und Lehrer waren zeitgleich an der Universität in Weiterbildung», sagt Eisele.

Parallel zum Solarkurs wurde mit der Universität und der Regionalregierung ein Vertrag für die Zusammenarbeit mit «Sahay Solar» für die nächsten Jahre verhandelt. Bei der «Certification Ceremony» gab es regionales Essen und der ausgehandelte Vertrag wurde vom Regierungspräsidenten der Region, den Vizepräsidenten der Universität und von Roger Buser als Vertreter von «Sahay Solar» unterschrieben.

Da Eisele gesundheitliche Probleme bekam, sieht er zunächst von weiteren Reisen nach Äthiopien ab, ruft aber auf: «Die Sahay Solar Association braucht dringend Lehrerinnen und Lehrer mit technischem Verständnis!»

 

Verhandlungen mit dem Reiguerngspräsidenten der Region Ost-Gojjam (v.l: Engedaw, Leiter Elektrotechnik der Universität Debre Markos, Ch. Bucher und R. Buser von Sahay Solar). Bild: KE.

Abschlussessen anlässlich der Certification Ceremony. Bild: KE.  

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Mehr Informationen: «Sahay Solar Association» (inkl. Reisebericht).

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Interesse an Bäder-Projekt

23.09.2018 by

Wie warm mochten es die Römer beim Baden? Dieser Frage ging im vergangenen Jahr ein Team von EUT-Studenten nach. Im Auftrag der Aargauer Kantonsarchäologie erarbeitete das Team Modelle zur Berechnung der Temperatur des Thermalwassers in Baden, in Aquae Helveticae, siehe ausführlicher Bericht hier.

Heute präsentierten die drei Studenten Roy Studer, Andreas Müller und David Zwygart ihre Resultate einem grösseren Publikum – im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals. Rund 1600 Personen besuchten die Badener Bäder, Dutzende interessierten sich für das EUT-Projekt.

Roy Studer, EUT-Student, im Austausch mit interessierten Besucherinnen in den Badener Bädern. Ebenfalls auf dem Bild zu sehen: Peter Stuber, Coach, Andrea Schaer, Auftraggeberin des Projekts, David Zwygart, Andreas Müller, EUT-Studenten (v.l.n.r.).

David Zwygart, Andreas Müller, Roy Studer vor Ihrem Poster. Bilder: ZVG.

# Weg zur Thesis: neues Angebot Schreibwerkstatt

20.09.2018 by

Zielstrebig zum Schlussbericht: Ab Herbstsemester 2018 bietet die Hochschule für Technik neu eine Schreibwerkstatt für Studierende im letzten Studienjahr an. An drei Kurstagen arbeiten die Studierenden intensiv an ihren Schlussberichten (P5, Bachelor, Master). Sie werden dabei von Schreibcoaches unterstützt. Genauere Informationen gibt es hier!

Glas entsorgen? Kein Problem!

17.09.2018 by

Daniel Müller von Campus Services und Melchior Moor, EUT-Student und ehemaliger Projektleiter, prüfen die neue Abfallstation. Bild: RW.

Seit Mitte August steht unterhalb der Freitreppe zwischen Gebäude 1 und 5 eine Müll-Sammelstation. Hier können nebst PET und weiterem Müll auch Glasflaschen entsorgt werden. Eine solche Separatsammlung fehlte bisher. Der konkrete Vorschlag dazu stammt aus einem EUT-Projekt vom vergangenen Herbstsemester.

Anstossen auf die gelungene Prüfung, Sonne oder Feierabend geniessen: Dazu wird die Freitreppe zwischen den Gebäuden 1 und 5 genutzt. Das Resultat: kiloweise Glasflaschen, die sich rund um die normalen Eimer ansammeln. “Während unserer Einführungswoche vor einem Jahr fiel uns auf, dass ein Glascontainer auf dem Campusareal fehlte”, sagt Melchior Moor, EUT-Student. Deshalb zögerte sein Team nicht lange, als es im ersten Semester darum ging, eine Fragestellung für ein Übungsprojekt (P1) zu formulieren. Wie lässt sich die Abfalltrennung im Campus Brugg-Windisch optimieren?

Zwei Vorschläge – einer ist Realität

Im Januar unterbreitete er als Projektleiter des Teams dem Leiter des Hausdienstes am Campus Brugg-Windisch die Ergebnisse des Projekts, unter anderem zwei Vorschläge für die Outdoor-Glasentsorgung. Als Moor heute Morgen das dritte Semester begann, freute er sich: Einer der Vorschläge, eine Entsorgungsstation für Pet, Glas und weiteren Restmüll, ist diesen Sommer umgesetzt worden.

Station für den Sommer

“Wir haben die Empfehlungen des EUT-Teams geprüft und erneut Offerten eingeholt”, sagt Daniel Müller vom Hausdienst. Eine Station mit drei Eimern sei umsetzbar gewesen. Sie wird nun für die Sommermonate zugemietet. Für die Leerung der Station ist ein Reinigungsunternehmen zuständig. “Die ersten Semesterwochen zeigen, wie die Studierenden die Station nutzen”, sagt Müller. Im Spätherbst werden die drei Eimer abtransportiert, weil dann der Aussenraum nicht mehr zum Verweilen lockt. Falls sich die Glas- und Pet-Entsorgung in den nächsten Wochen bewährt, wird sie nächsten Frühling wieder installiert.

Der Batteriezug rollt!

13.09.2018 by

Gestern hatte der neue Batteriezug von Bombardier seine Jungfernfahrt, siehe Bericht bei rbb24. Der EUT-Bachelor-Absolvent Pascal Häfliger hat dessen Entwicklung mitverfolgt und für seine Thesis die Erkenntnisse daraus für die Bodensee-Gürtelbahn abgeleitet. Ob auch am Bodensee bald ein Batteriezug fährt, ist noch offen.

Krönender Abschluss

13.09.2018 by

Den Abschluss der Einführungswoche bildeten die Exkursionen ins Gundeldinger Feld Basel sowie ins Hybridwerk von Region Energie in Solothurn. Das ehemalige Fabrikareal von Sulzer-Burckhard in Basel ist ein Beispiel für eine energetisch ambitionierte Areal-Umnutzung. Das Solothurner Hybridwerk Aarmatt ist  ein sogenanntes Leuchtturmprojekt des Bundesamtes für Energie.

“Eine Maschinenfabrik muss ganz anders versorgt werden als Restaurants, Büros und Kindekrippen”, sagt Beate Weickgenannt, Leiterin der EUT-Vertiefung “Energie in Gebäuden”. Sie organisierte die Exkursion nach Basel und zeigte den Studierenden auf, wie die Planung eines solch komplexen Umbaus vorgenommen werden kann. Eindrücke von der Exkursion:

Bilder: Beate Weickgenannt.

Durch das Hybridwerk führte Thomas Schellenberg, Verantwortlicher für Energiefragen. Hier sind drei Energiewandler (mit Speichern) in Betrieb, die Gas, Strom, Fernwärme und Wasser flexibel umwandeln, einspeisen oder speichern, gibt’s hier. Einige Impressionen von der Führung:

Bilder: Peter Stuber und Joachim Tillessen.

Der achte Jahrgang hat gestartet

11.09.2018 by

Wenn im Freien gekocht wird, dann ist es jeweils soweit: Der neue EUT-Jahrgang absolviert die traditionelle “Cooking Class” unter dem Campus-Vordach. Nach zwei Tagen Informationen zum Studium stand am Dienstagabend der gemütliche Teil der Einführungswoche an. 41 Männer und Frauen haben am Montag ihr Studium in Energie- und Umwelttechnik aufgenommen.

“Es läuft sehr gut”, sagt Concetta Beneduce, stellvertretende Studiengangleiterin. Seit Montag hat sie zusammen mit den Kollegen der Studiengangleitung und weiteren Dozierenden über das Studium informiert. Es ging um den Aufbau des Studiums, Anrechnungen und Organisatorisches, aber auch bereits um berufliche Perspektiven nach dem Studium. Selbst ein Fototermin stand auf dem Programm: Jetzt haben alle Studierenden ihr FHNW-Profil und eine Zugangskarte zum Gebäude.

Die 6 berufsbegleitend Studierenden beendeten am Dienstagabend ihre Einführungswoche, für die 35 “Vollzeitlerinnen und Vollzeitler” geht es am Mittwoch weiter mit Workshops und Informationen zu Lerntechnik oder den Vertiefungsrichtungen. Der Donnerstagmorgen bildet mit Exkursionen schliesslich einen Abschluss der Einführungswoche. Am Montag beginnt dann das echte Studium.

Das Essen muss zuerst zubereitet werden. Die neuen EUT-Studierenden in der “Cooking Class” – Elvira Knam von der Administration und Studiengangleiter Christoph Gossweiler studieren und verkünden das Rezept für den Apéro. Bilder: RW.

Der Apero ist bereit – es wird zugelangt. Bild: RW.

Als Hauptgang gibt’s Rind, Poulet, Reis und würziges Gemüse. Bild: RW.

Einführung in die Projektschiene: “Obere Semester” präsentieren ihre Projekte und beantworten Fragen der Erstsemestrigen. Bilder: RW.

Das ist der Jahrgang 2018!

17.08.2018 by

Heute Nachmittag hat die Ausstellung der Bachelor-Arbeiten aller Studiengänge an der Hochschule für Technik FHNW stattgefunden. Auch 11 Studenten der Energie- und Umwelttechnik haben ihre Forschung präsentiert. Die Untersuchungen stammten aus den drei Vertiefungsrichtungen “Energiesysteme”, “Energie in Gebäuden” und “Umwelt und Management”.

Das ist der Abschlussjahrgang 2018: 

Raphael Bittel: Erfassung solarer Strahlungswärme in Räumen

David Eicher: Borehole Thermal Energy Storage – Analyse, Simulation und Bewertung des Geospeichers

Pascal Häfliger: Systemstudie zur batteriegetriebenen Bodenseegürtelbahn. Siehe Blog-Posts zum Projekt vom Februar 2017 und vom März 2018.

Stefan Hodel: Umweltbilanz zweier Verpackungslösungen

Andreas Huber: Analyse des Energieeinsparpotenzials von Beleuchtungsanlagen in Schulgebäuden des Kantons Basel-Stadt

Simon Kaiser: Eignung von Bio-Kohle aus hydrothermaler Karbonisierung (HTC) für Vergasungs-Verbrennungsprozesse

Stan Keusch: Optimierte Energiebeschaffung für KMU mit Photovoltaik Eigenproduktion

Curdin Kindschi: Energetische Analyse von Warmwasser-Wärmepumpen im Realbetrieb

Janick Lehmann: PV-Ausbaupotential in Quartierversorgung

Pascal Meinen: Optimierung des Baus eines Ice Stupas (Süsswasserspeicher). Siehe Blog-Post zum Projekt vom März 2018.

Simon Summermatter: Analyse des sommerlichen Verhaltens der Wohneinheit “movable” mit dynamischer thermischer Gebäudesimulation unter Berücksichtigung verschiedener Sonnenschutzeinrichtungen und free-cooling mit Erdkörben

«Berufsbegleitend hat’s einfach gepasst!»

13.08.2018 by

 

Anna Ineichen studiert berufsbegleitend Energie- und Umwelttechnik (EUT). An drei Tagen arbeitet sie in einer Firma und plant Solar- und andere Energieanlagen für Einfamilienhäuser. Und an zwei Tagen studiert sie in Windisch. Die Tage sind dicht gefüllt, aber sie sagt: «Die Arbeit ist Ausgleich zur Schule – und umgekehrt.»

Irgendwie hat bei der Studienwahl nichts richtig gepasst. Biologie an der Uni. Informatik an der ETH. Und dann kam der Vater und erzählte von einem Info-Abend an der Hochschule für Technik FHNW in Windisch. Dieser beginne in 40 Minuten. Anna Ineichen schnappte das Auto und brauste nach Brugg. 30 Minuten später war sie da. Als sie die Info-Veranstaltung des Studiengangs Energie- und Umwelttechnik verliess, wusste sie: «Das ist es.»

Verantwortung übernehmen im Beruf

Warum EUT? «In diesem Studium verbinden wir Wissen zum Thema Energie aus verschiedenen Fachbereichen miteinander.» Als Maturandin mit Biologie und Chemie als Schwerpunktfach musste Anna zuerst ein Praktikum absolvieren. Dank Hinweisen des Studiengangleiters trug bereits die dritte Bewerbung Früchte. Das Basler Unternehmen Solvatec, das ursprünglich nur Solaranlagen baute, heute aber vermehrt Gesamtlösungen für die Energieversorgung von Häusern anbietet, stellte sie als Praktikantin an. Nach drei Monaten stieg sie bereits zur Projektleiterin auf. «Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen», sagt sie.

Theorie und Praxis direkt verbinden

Die Arbeit im Energie-Unternehmen gefiel Anna derart, dass Sie beschloss, nebst dem Studium weiterhin bei Solvatec tätig zu sein. Im Herbst 2016 gehörte sie erst zum zweiten Jahrgang Studierender, der das berufsbegleitende Studium EUT in Angriff nahm. Das Studium als Pionierin erlebt sie als dynamisch: Schon in den ersten beiden Semestern änderte sie den vorgesehenen Studienplan und passte ihn ihren Bedürfnissen an. Und manchmal komme das Leben als Studentin etwas zu kurz, weil die Tage an der FH so dicht seien – und am anderen Tag die Arbeit wieder rufe. Fachlich ergänzen sich Studium und Arbeit jedoch ideal: «In den Modulen bekommen wir Puzzleteile, die sich bei der Anwendung im Job nach und nach zu einem Bild fügen.»

Anna Ineichen plant Solaranlagen und studiert Energie- und Umwelttechnik. Bild: ZVG.

P2-Studie findet Anklang

28.06.2018 by

Im vergangenen Semester hat ein Team des zweiten Semesters ein Kunststoffrecycling-Projekt im Unteren Fricktal untersucht. Ziel des Projekts im zweiten Semester war nebst einer Stoffflussanalyse und einer Energiebilanz auch eine Umfrage über die Akzeptanz des Projekts. Resultat: Die Bevölkerung gibt der Kunststoffsammlung des Gemeindeverbands Unteres Fricktal (GAF) gute Noten. Dies wird heute auch in der Aargauer Zeitung berichtet.

Rezyklieren lohnt sich! Poster der Untersuchung zur Kunststoffsammlung im Unteren Fricktal.