Archive for the ‘ Allgemein ’ Category

Berufserfahrungen aus der Welt der Energie- und Umwelttechnik

03.12.2017 by

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Drei Ehemalige berichten von ihren Erfahrungen aus der Arbeitswelt: Reto Heimberg, Moritz Meier und Godot Gröner (v.l.n.r.). Ihre Ausführungen finden reges Interesse: ein voller Hörsaal. Bilder: KE.

 

(Klaus Eisele) Welcher Anlass füllt an einem Freitagabend einen Hörsaal? Ein informativer und gleichzeitig geselliger EUT-Event! Drei ehemalige EUT-Studierende berichteten am vergangenen Freitag vor rund 80 aktuellen Studierenden, Ehemaligen, Dozierenden und Interessierten aus ihrem Berufsleben. Dabei kamen Themen auf wie Verwaltungsgebäude optimieren, Wiesenschwein Stallanlage konzipieren, Software fürs Bundesamt für Energie entwickleln, Abwärme aus Wasserkraftwerken nutzbar machen, Sicherungsanlagen für Bahnanlagen planen.

 

Reto Heimberg eröffnete den Abend mit der Schilderung seiner Arbeit beim Ingenieurbüro Jobst Willers Engineering AG. Er ist dort beschäftigt als Juniorprojektleiter. Als erstes Projektbeispiel zeigte er die Energieoptimierung eines grossen Verwaltungsgebäudes, für die er verantwortlich ist.

Sein zweites Beispiel führte bei den Zuhörern ab zu zum Schmunzeln, denn das Thema ist die Optimierung der Wohnanlage für das Wiesenschwein – hier erstellt er ein innovatives Stallkonzept mit ebenfalls innovativer Lüftung für Schweinemastbetriebe. Einige Details – zum Beispiel dazu, wie die Schweine den Wohnbereich vom Spaltenbodenbereich zu unterscheiden lernen, oder dass der dreistündige Ausgang auf die Wiese mittels Signal erfolgt –, erstaunte doch einige im Publikum. Abschliessend verteilte Heimberg Firmenbroschüren an die EUT-Studierenden, denn seine Firma sucht dringend motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

 

Moritz Meier, der beim Ingenieur-Dienstleister Amstein und Walthert arbeitet, entwickelt mit zwei Kollegen eine Software für das Bundesamt für Energie mit dem Ziel, Energieeinsparpotenziale für Gemeinden und Städten berechnen zu können. Ein wichtiger und grosser Teil der Arbeit sei dabei das Debugging des Programms.

Sein zweites Arbeitsprojekt widmet sich der möglichen Nutzung der Abwärme von Wasserkraftwerken. Die Abwärme ist gross genug, um kleine Wohngemeinden zu beheizen. Vorausgesetzt es gelingt, die Abwärme auf ein gutes Temperaturniveau zu heben und die Wärme in die Häuser zu bringen.

Abschliessend zeigte Meier, welche Kompetenzen er aus dem Studium heute noch für seine Arbeit braucht. Nur wenige Fächer aus dem EUT-Curriculum fehlten auf dieser Folie. Sehr wichtig sei der Grundsatz „Zeit ist Geld“ geworden, denn Consultingprojekte würden in Viertelstunden-Einheiten abgerechnet.

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In der Beratungswelt tickt die Uhr! Folie aus dem Referat von Moritz Meier. Bild: KE.

Die grosse Überraschung brachte zum Abschluss der Werdegang von Godot Gröner. Nach der ersten fachlich interessanten Stelle suchte er eine neue Herausforderung primär nach „Softfacts“ mit neuem Arbeitsgebiet. Dies führte schliesslich im letzte Jahr dazu, dass der studierte Energie- und Umweltingenieur mit mehreren Kollegen „Signalplan AG“, eine Firma für die Planung von Bahnsicherungsanlagen, gründete.

Die Konkurrenz in diesem Feld sei klein, die Chancen daher umso grösser: Die junge Firma hat in der Schweiz bereits 30 % Marktanteil – weiteres Wachstum ist geplant. Zur Gründung meinte Gröner, dass das Geschäftsmodell das wichtigste bei der Gründung sei. Die Gründung einer Firma kann dann mit Hilfe bei der Administration gut bewerkstelligt werden.

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Zum Abschied gibt’s ein Präsent von Organisator und Moderator Peter Stuber. Bild: YZ.

Von Bremsschwellen und Plastiktüten

01.12.2017 by

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Rege Gespräche bei den EUT-Postern.

 

Geht der Schweiz der Sand bald aus? Wie könnte man die vielen Kassenzettel ersetzen? Wieviel CO2 wird durch Bremsschwellen ausgeschieden? Oder: Welche kompostierbaren Plastiktüten sind wohl die besten?

Mit der Poster-Ausstellung P1 der Studiengänge EUT und WIng hat die Projektwoche einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Die insgesamt 13 Teams aus dem Projektmodul 1 (1. Semester Projektmanagement) bearbeiteten selbst gewählte Fragestellungen im Themenbereich “Ressourcen”.

Nebst Projekt-Dozierenden besuchten auch Forschende aus den Instituten, die Studiengangleiter sowie die Hochschulleitung die Poster-Ausstellung. Die über 60 Studierenden wählten ihre Lieblingsposter. Gewinner: Das in “Mirgros”-Farben gehaltene Poster des WIng-Teams, das sich mit Kassenzetteln auseinandergesetzt hatte.

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Insgesamt 13 P1-Teams stellten ihre Poster aus. 

Was ist goek?

28.11.2017 by

„Im Fach ‚Grundlagen der Ökologie’ erhalten die Studierenden ein Bild von dem, was in der Natur vorgeht“, sagt die Dozentin Regina Zäch. Das Fach ist unter dem Kürzel „goek“ im Stundenplan vermerkt und ist Teil des Assessmentjahrs.

Angehende Energie- und Umweltingenieurinnen und –ingenieure sollen im Fach goek lernen, Zusammenhänge zwischen Natur und Technik zu analysieren und zu erklären. Es sei ein Grundlagenfach, erklärt Zäch. „Mir ist es ein Anliegen, die Neugierde zu fördern für das, was in der Natur abgeht.“ Wichtige Fragen dabei sind: Wie beeinflusst der Boden die Pflanzen? Welches sind aktuelle Probleme in Bezug auf Wasser in der Schweiz? Weshalb sind wir Menschen so schlecht darin, auf Umweltprobleme adäquat zu reagieren?

Komplexes Fach Ökologie

Die Themen des Moduls sind vielfältig, die Ziele hoch gesteckt: Konzepte der Ökologie, Zellbiologie, Evolution sowie Klimaänderung; alles gehört zu dem einsemestrigen Modul. Die Studierenden sollen wissenschaftliche Modelle kennen und auf dem neuesten Stand der Forschung punkto Ökologie sein.

Regina Zäch, die an der ETH in der Gruppe Pflanzenökologie arbeitet, ist sich bewusst: „Wir können selten ein Thema vertiefen.“ Wichtig sei jedoch, dass die Studierenden sich der Vielfalt des Fachs bewusst seien.

Lebendiger Unterricht

Zum Kurs gehört denn auch mindestens eine Exkursion an die Aare. Die Studierenden machen dabei eine so genannte Bioindikation, bei der sie Wassertiere bestimmen, die dann Rückschlüsse auf Nähr- und Sauerstoffgehalt des Wassers an dieser Stelle erlauben.

Das Lieblingsthema der „EUTler“ sei jedoch der Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Ökosysteme. Auch die individuellen Recherchen und Referate der Studierenden zu diversen Themen der Ökologie seien in der Qualität jeweils beeindruckend, sagt Zäch.

Wie fit sind Sie in Ökologie? Testen Sie Ihr Wissen! Hier finden Sie eine typische „goek“-Aufgabe: goek_Aufgabe_Kohlestoffkreislauf

 

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In der Reihe „Das EUT-Fach“ stellen wir in loser Folge Module aus dem Studiengang Energie- und Umwelttechnik der Hochschule für Technik FHNW vor. Dieser Artikel ist der erste Beitrag in dieser Reihe.

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Äthiopien zu Besuch: AZ berichtet

27.10.2017 by

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Biruk Ngussie lässt sich von Antony Marella (FHNW) und Clemens Sieber (Auftraggeber Projekt) die Funktionsweise des Solarpanels erklären. Bild FHNW.

Während der Sommermonate weilte Biruk Nigussie aus Äthiopien in Windisch. Nicht aus Feriengründen, sondern als Student mit der Frage: Wie kann im äthiopischen Hochland mit solarbetriebenen Pumpen genügend Wasser zur Verfügung gestellt werden?  EUT-Projekte im Jahr 2016 hatten sich bereits mit dieser Frage befasst. Von Nigussies Besuch berichtet heute die Aargauer Zeitung.

Der Journalist schreibt in seinem Artikel denn nicht nur vom angehenden äthiopischen Elektrotechniker, sondern auch über Auswirkungen der EUT-Projektschiene auf das Leben nach dem Studium: Der kürzlich diplomierte Joel Gloor, der als Projektmitarbeiter bei seinem Äthiopienaufenthalt Lust auf mehr bekam, reist nämlich gegenwärtig durch Afrika.

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Biruk Ngussie und die am Austausch Beteiligten: Forscher, Auftraggeber, Coach, ganz rechts Joel Gloor. Bild FHNW.

Solarkraftwerk im Campus – dank EUT-Studie

06.10.2017 by

Wie die Aargauer Zeitung vom 5. Oktober berichtet, entsteht bis Ende Januar auf dem Campus Brugg-Windisch ein kleines Solarkraftwerk. Auf dem Dach von Gebäude 1 werden ab November 840 Solarmodule montiert.

Grundlage für dieseses Solarkraftwerk bildete eine EUT-Projektarbeit des 4. Semesters im Frühlingssemester 2015. Das Projektteam empfahl der FHNW, auf allen Flachdächern des Campus – Gebäuden 1, 2, 3, 5 und 6 – PV-Panels zu installieren, siehe Poster Projekt4_2015_10093-U. Für Gebäude 1 wird diese Empfehlung nun umgesetzt.

 

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30 gehen, 41 kommen: Diplomfeier und Semesterbeginn

29.09.2017 by

 

Heute Abend haben 30 Frauen und Männer ihr EUT-Diplom erhalten. „Bevor ich Sie ins Berufsleben entlasse, erlaube ich mir, bei Ihnen eine Bestellung aufzugeben“, sagte Studiengangleiter Christoph Gossweiler nach der Übergabe der wertvollen Umschläge – und las aus dem neuen eidgenössischen Energiegesetz vor. Herausforderungen, die die neuen Ingenieurinnen und Ingenieure zu meistern haben, will das Land bis 2050 ohne Atomstrom ausgkommen. „Wir zählen auf Sie!“, appellierte Gossweiler an die frisch Diplomierten und händigte die Diplome aus: 11 Studierende haben im Bereich Energiesysteme abgeschlossen, 6 im Bereich Energie in Gebäuden und 3 im Feld Umweltmanagement.

 

 

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Sitze reserviert – Spannung steigt!

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Die neuen Energie- und Umweltingenierinnen und -ingenieure posieren – ganz rechts Studiengangleiter Christoph Gossweiler mit Geschenk der Diplomanden. Bild: Gerri Frei.

Die Erstsemestrigen sind gestartet

Bereits drei Wochen FH hinter sich haben die neuen EUT-Studierenden. Nach einer dicht bepackten Einführungswoche – vom Fotoshooting für die FH-Card über eine Einführung zu Lerntechniken bis zum Koch-Abend im Freien – folgten die ersten beiden Semesterwochen. Rund ein Viertel der 41 „Neuen“ studiert berufsbegleitend.

Zigistummel-Projekt interessiert die SBB

12.09.2017 by

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Eine Mitarbeiterin der SBB sammelt weggeworfene Zigarettenstummel auf. Bild: ZVG SBB.

 

Wieviele Zigistummel landen auf den Geleisen? Handfeste Zahlen lagen den SBB bisher keine vor – die Recherche des Projektteams P1 im Herbstsemester 2016/17 schloss damit eine Lücke. Und es war kein Projekt, dessen Resultate in der Schublade landeten: Die SBB interessierte sich für die eindrücklichen Zahlen – rund zwei Drittel aller an Bahnhöfen gerauchten Zigaretten landen auf dem Boden oder direkt im Gleisbett. Aus den Zigarettenstummeln werden in Geleisen oder in der freien Natur Schwermetalle ausgeschwemmt.

Spezialauftritt an den Bahnhöfen

Am SBB „Clean up Day“ 2017 vom vergangenen Freitag und Samstag waren an zahlreichen Bahnhöfen Poster zur Thematik Zigaretten in Banhöfen zu sehen. Die Grundlagen dazu lieferte das EUT-Team. Die SBB sind mit der Aktion sehr zufrieden: „Es ist alles gut gegangen“, berichtet Cécile Neuenschwander, Verantwortliche der SBB.

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Blick in einen Bahnhof: Für das hintere der Poster lieferte der Studiengang EUT Zahlen. Bild: ZVG SBB.

 

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Das Poster mit EUT-Zahlen, das am 8./9. September an Schweizer Bahnhöfen zu sehen war. 

 

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Eine Mitarbeiterin der SBB sensibilisiert für das Thema Littering von Zigarettenstummeln. Bild: ZVG SBB.

 

Auch Dozis lernen

01.09.2017 by

 

Was lernen die Studierenden im Projektmanagement genau? Wie würde ich selber das Phasenmodell auf mein eigenes Projekt anwenden? Ende August fanden in Muttenz und Windisch zwei Schulungen für Projektcoaches in den oberen Semestern des Studiengangs EUT statt.

Ziel davon: Alle Coaches sollen dasselbe Verständnis des im ersten Semester vermittelten Projektmanagements haben. Am Ende der Windischer Schulung stellte Studiengangleiter Christoph Gossweiler fest: „Es tut gut, einmal eine ganze Analysephase durchzudenken. In den letzten Jahren habe mich mich vor allen mit Reviews befasst und bin es nicht mehr gewohnt, die Arbeitspakete selbst und im Detail zu gliedern.“

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EUT-Projekt-Coaches beim Austausch in Windisch.

Optimieren und Effizienz steigern: Ausstellung Bachelor-Thesis

18.08.2017 by

 

Wie optimiere ich eine Drahtsäge? Und wie lässt sich im Einfamilienhaus Strom sparen? Wie gut ist der neue Testzyklus für Fahrzeuge? Oder: Welche Chancen bietet Industrie 4.0 in Bezug nachhaltiges Wirtschaften? Am Freitagabend haben über 300 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Technik ihre 214 Abschlussprojekte vorgestellt. Darunter waren auch 23 Projekte aus dem Studiengang Energie- und Umwelttechnik. Die Projekte decken ein breites Themenspektrum ab.

 

Patrick Meier hat sich in der Vertiefung “Umwelt und Management” mit den Auswirkungen der Digitalisierung auseinandergesetzt. Hier erklärt er seine Ergebnisse:

 

Yuliya Krebs untersuchte in der Vertiefung “Energie in Gebäuden” den Energieverbrauch eines Doppeleinfamilienhauses. Ihren Auftraggebern unterbreitete sie eine ganze Reihe von Vorschlägen. Zwei davon erklärt sie hier:

 

Daniel Schmids Untersuchung in der Vertiefung “Energiesysteme” ist am Puls der Zeit. Er setzte sich mit dem neuen Fahrzeug-Testzyklus WLTP auseinander. Ist er besser als der alte, viel kritisierte Test?

 

Die Ausstellung war gut besucht: Auftraggeber, Dozierende, aber auch Arbeitgeber der berufsbegleitenden Studierenden sowie Eltern und Freunde waren zugegen.

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Reges Interesse: Studierende präsentieren ihre Poster und erklären ihre Resultate.

Geblendet bei der Arbeit

16.06.2017 by

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Das Projektteam unterhält sich mit Coach und Auftraggeber: Daniel Graf, Projektleiter Adrian Hohler, Raphael Bittel, Christian Monn vom Staatssekretariat für Wirtschaft und Sicherheit (SECO) und Beate Weickgenannt, Projektcoach (v.l.n.r.)

 

Wie wohl es einem am eigenen Arbeitsplatz ist, hängt stark von dessen Beleuchtung ab. Schon eine leichte Blendung durch eine Leuchte kann Unwohlsein verursachen und auf die Dauer zu weniger Produktivität oder gesundheitlichen Problemen führen. Blendung durch künstliches Licht wird allerdings sehr subjektiv wahrgenommen. Wer einen Arbeitsplatz einrichtet, muss auf die persönlichen Vorlieben der Mitarbeitenden eingehen. Wie lässt sich aber Blendung durch künstliches Licht messen? Welche Methode ist hier die beste, welche ist effektiv?

Das Staatssekretariat für Wirtschaft und Sicherheit (SECO) wollte mehr über einzelne Messmethoden wissen und hat dazu ein EUT-Projektteam im vierten Semester beauftragt, drei Methoden auszuwerten. Am vergangenen Freitag hat das Team seine Resultate präsentiert. “Wir empfehlen die Messung mit einer ortsaufgelösten Leuchtdichtekamera”, kam Teammitglied Daniel Graf zum Schluss. Beim Gespräch mit Auftraggeber und Coach im Anschluss an die Präsentation meinte Projektleiter Adrian Hohler: “Mit dieser Methode lässt sich innerhalb einer Stunde ein verlässlicher Wert ermitteln. Sie ist also im Vergleich zu den anderen beiden Methoden effizient.” Auftraggeber Christian Monn vom SECO zeigte sich zufrieden mit der Untersuchung.