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Batteriezug am Bodensee vielleicht bald Realität

07.03.2018 by

“Ja, ein Batteriezug von Radolfzell nach Uhldingen-Mühlhofen ist einer Lösung mit Oberleitung wirtschaftlich überlegen.” Dies ist das Fazit der jüngsten Untersuchung zur Frage, ob die Dieselzüge am nördlichen Bodenseeufer bald durch einen elektrischen Zug mit Batterie ersetzt werden können. Vergangene Woche haben Vertreter der Hochschule für Technik diese Botschaft einem erweiterten Gremium von Politikern, Verwaltungsvertretern und der Deutschen Bahn in Überlingen überbracht

Bereits im Jahr 2016 hat eine Gruppe von Studierenden die Machbarkeit eines Batteriezuges auf Teilstrecken der Bodenseebahn geprüft. Im Februar 2017 wurden die Resultate politischen Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Bodenseegemeinden präsentiert. Inzwischen läuft ein weiteres Projekt im Studiengang Energie- und Umwelttechnik; Pascal Häfliger hat im letzten Semester die erste Studierenden-Untersuchung geprüft und forscht nun im Rahmen seiner Bachelor-Thesis an diesem Thema weiter: Könnte ein ab Sommer 2018 verfügbarer Batteriezug bei jeder Temperatur und mit den aktuellen Passagierdaten fahren? Wie lange würde die Batterie halten?

Antworten auf diese Fragen werden schliesslich entscheiden, ob die Projektierung einer Batterie-Zuglinie politisch mehrheitsfähig ist. Alle Berechnungen werden anhand eines am Markt erhältlichen Zug-Modells mit einer Batterie von 300 kWh durchgeführt. Betreut wird Häfliger durch Ingenieur Roland Fischer, der an der Hochschule für Technik FHNW für den Bereich Forschung und Entwicklung im Bereich Leistungselektronik zuständig ist.

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Wollen wir den Dieselzug durch einen Batteriezug ersetzen? Nach der Präsentation durch Pascal Häfliger und Roland Fischer von der FHNW diskutieren der Oberbürgermeister von Überlingen und Vertreter von Bombardier im Rathaussaal von Überlingen. 

Hatten römische Bäder einen Stöpsel?

27.02.2018 by

Wie badeten die Römer? Und wie hielten sie die Becken in den Thermalbädern sauber? Zog man ab und zu den Stöpsel, um Bassins von Kalk und weiteren Mineralien zu befreien? Mit solchen Fragen beschäftigt sich gegenwärtig ein EUT-Team in einem Projekt zu den Wassertemperaturen in den römischen Thermalbädern in Baden und tauscht sich dazu mit Archäologinnen, Balneologen und Bad-Ingenieuren aus.

„Der interdisziplinäre Austausch zwischen Technik und Archäologie gibt jedesmal neue Anstösse“, sagte Projektleiter Roy Studer anlässlich des Treffens vom vergangenen Montagabend. Austauschpartner war Jürgen Kannewischer, Badewasser-Ingenieur und Geschäftsführer der Kannewischer Ingenieurgesellschaft in Baden-Baden, die unter anderem die dortige Caracalla-Therme und das historische Friedrichsbad betreibt.

Austausche schützen vor Betriebsblindheit

Es wurde rege diskutiert: Gibt es in heutigen Thermalbädern Temperaturschichtungen im Wasser? Wo wird Wasser in die Becken gepumpt? Wie verhindert man, dass Mineralien sich in den Badebecken ablagern? Für die Gegenwart kann Kannewischer die Antworten geben – übertragen auf die Römerzeit muss mangels Befunden mit Hypothesen gearbeitet werden. Kannewischer schätzt solche Diskussionen: „Sie schützen uns davor, betriebsblind zu werden.“

Konkret geht es im Studierendenprojekt darum, auf der Basis der archäologischen Befunde aus den Badener Bädern die Temperaturveränderungen des heissen Thermalwassers in den Bade-Becken zu ermitteln. Dafür haben Roy Studer und seine beiden Teamkollegen Andreas Müller und David Zwygart ein Modell entwickelt. Damit werden sie bis im Sommer zeigen können, wie heiss das Thermalwasser war, in dem die Römer in Baden einst badeten.

 

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Eine Visualisierung der Thermen Baden zeigt, wie die Römer möglicherweise vor 2000 Jahren in Aquae Helveticae badeten. Wie heiss aber waren die Wassertemperaturen? Bild: (c) Ikonaut GmbH, Stadtgeschichte Baden.

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Die archäologischen Grabungen in den Badener Bädern 2011 aus der Luft. Bild: Kantonsarchäologie Aargau.

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Der archäologische Grabungsplan gibt Anlass zu Diskussionen. Auftraggeberin Andrea Schaer, Bade-Ingenieur Jürgen Kannewischer, David Zwygart, Andreas Müller, Roy Studer und Projekt-Coach Peter Stuber (v.l.n.r.) tauschen sich aus. Bild: RW.

 

Archäologische Feinarbeit im EUT-Studiengang

Für ihr Projekt mussten sich die drei Studenten in die Thematik der römischen Badekultur einarbeiten. Wichtigste Gesprächspartnerin dafür war und ist die Auftraggeberin Andrea Schaer, Archäologin und Gesamtprojektleiterin der archäologischen Grabungen und Bauuntersuchungen der Badener Bäder. „In der Archäologie hat sich bisher kaum jemand vertieft mit Wassertemperaturen der Bassins auseinandergesetzt. Dafür braucht es physikalisches Know-how“, sagt sie. Das Studierendenprojekt stosse auch bei ihr – nach 10 Jahren Auseinandersetzung mit den Badener Thermen – immer wieder neue Gedanken an.

Die Frage nach dem Stöpsel konnte am Gespräch vom vergangenen Montag nicht abschliessend geklärt werden. Aber Jürgen Kannewischer brachte eine neue Hypothese ein: Das erste Bassin nach der fast 50° Celsius warmen Quelle wurde womöglich als Ablagerungs- und Auskühlbecken verwendet. Die drei Studenten bauen nun eine neue Eventualität in ihr Modell ein.

Schickt mich in die Arktis!

22.02.2018 by

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Liebe EUTlerinnen und EUTler, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen

Unsere Gletscher schmelzen, unser Süsswasserversorgung ist bedroht, täglich sterben Lebewesen aus. Mir ist das nicht egal!

Ich will etwas bewirken: und zwar mit dem Swiss Arctic Project. Für diese Arktis-Expedition habe ich mich beworben. Nun brauche ich genügend Stimmen, um ausgewählt zu werden. Dazu brauche ich eure Hilfe: Gebt mir eure Stimme bis zum 28. Februar (am besten täglich einmal!): https://swissarcticproject.org/user/andreasfricker/

Falls ich einer von den fünf glücklichen Gewinnern bin, darf ich mir drei Wochen lang selbst ein Bild von der Situation in der Arktis machen, wichtige Erkenntnisse über den Klimawandel erarbeiten und am Jugend-Klimabericht 2018 mitschreiben. Gerne berichte ich euch im Herbst persönlich von meiner Expedition!

Und wenn ich es nicht in die Arktis schaffe: Auf meinem Profil findet ihr etliche Hinweise, wie ihr mit mir den Weg zu einer nachhaltigeren Lebensweise gehen könnt. Teilen und Weiterleiten erwünscht! 🙂
Herzliche Grüsse

– und DANKE für deine STIMME!
Andreas

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Solarkraftwerk: Basis gelegt

19.02.2018 by

 

Kies und Panels dürfen kommen: Die Unterkonstruktion des Solarparkes auf Gebäude 1 ist nun installiert. Jetzt muss der “nackte” Dachboden mit Kies gefüllt werden, anschliessend werden die Solarmodule installiert. Adrian Dömer, Leiter Services und Verantwortlicher für das Projekt Solarpark, freut sich: “Toll, kann dieses Projekt endlich umgesetzt werden.”

 

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19. Februar 2019: Unterkonstruktion ist abgenommen. Bilder: ZVG.

 

Herr Dömer, vor ziemlich genau drei Jahren haben Sie ein EUT-Projekt in Auftrag gegeben: Es sollte untersucht werden, ob auf den Dächern des Campus Brugg-Windisch eine Solaranlage gebaut werden kann. Erinnern Sie sich noch an die Studierenden?

Klar! Die fünf Studierenden waren hochgradig engagiert. Sie wollten diese Anlage unbedingt! Wenn es diese Projektarbeit nicht gegeben hätte, würden wir heute keine Anlage bauen.

Heute befindet sich auf jedem grösseren Gebäude eine Solaranlage. Damit gewinnen sie keine Sympathiepunkte mehr. Was motiviert sie trotzdem, das Projekt umzusetzen?

Es stimmt, eine Solaranlage gehört heute einfach dazu. Wir haben uns Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben – endlich sind wir im Bereich Energieproduktion auch dabei. Es hat einen Moment gedauert, bis wir bauen konnten. Zuerst musste das Dach des Gebäudes 1 auf seine Statik hin untersucht werden. Die Unterkonstruktion, die heute abgenommen wurde, ist spezifisch auf die Statik des Gebäudes ausgelegt.

Motivierend ist für mich die Grösse des Kraftwerks: Auf einer Fläche von 2800 Quadratmetern bauen wir Modulflächen von 1400 Quadratmetern. Die PV-Anlage soll jährlich 220000 kWh produzieren. Das sind immerhin 10% des Energieverbrauchs der Haller-Gebäude 1 bis 3!

Pünktlich zum Frühlingsanfang wird die Anlage testweise in Betrieb genommen. Wie ist Ihnen nach dieser langen Projektierungsphase zumute?

Ich freue mich sehr, dass es nun endlich soweit ist. Und dies erst recht noch mit einer derart grossen Anlage in Ost-West-Ausrichtung! Als Ausblick: Im Sommer sanieren wir das Dach des Laborgebäudes (Gebäude 2) und planen dort eine weitere Anlage mit Südausrichtung.

 

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Infos zum Solarkraftwerk auf einen Blick

Bauplanung (aktuell 16.3.2018): In den nächsten Wochen wird nun das Kies auf das Dach gespritzt, anschliessend folgt die Lieferung der PV-Module und deren Installation. Der Testbetrieb ist zwischen 22. März und 7. April geplant.

Plan des Solarkraftwerks: FHNWBemassungslayout (ZVG).

Frühere Blogs zum Solarkraftwerk: 

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Das Solarkraftwerk entsteht!

11.02.2018 by

Am 7. Februar hat der Bau der PV-Anlage auf Gebäude 1 begonnen. Die Anlage entsteht auf Empfehlung eines EUT-Projekts.

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Bauarbeiten auf Gebäude 1: Zwei Perspektiven vom Parkplatz und vom Park Königsfelden her. Bilder: Ramon Hofer.

Erstes Semester erfolgreich beendet

19.01.2018 by

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Erleichterung! Team 5 kurz nach der Projektpräsentation.

 

Heute Morgen haben die fünf Teams im Projektkurs des ersten Semesters ihre Schlusspräsentationen gehalten. Die Bandbreite der bearbeiteten Themen reichte von der Auslegung von Strassen-Solarpanels zur Prüfung von Alternativen zu den “Plastiksäckli” in den Gemüse-Abteilungen hin zur Frage, wieviel CO2 das Bremsen vor Schwellen denn verursacht. Kurz: Das ganze Spektrum möglicher EUT-Fragestellungen.

Mit der Bearbeitung dieser Projekte wurden gleich die Grundlagen des Projektmanagements und der Projektkommunikation vermittelt. Die Erstsemestrigen werden diese in weiteren fünf Projekten anwenden und verfeinern können.

Bald ist es soweit: Solarstrom für den Campus

19.01.2018 by

 

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Bald wird auf diesem Dach Strom produziert: Haller-Gebäude auf dem Campus Brugg-Windisch. Bild: Wiki-Commons.

 

Erneut hat die Presse, diesmal der General-Anzeiger (GA_180118_Solarstrom), über das Solarkraftwerk auf dem Dach des Haller-Gebäudes am Campus Brugg-Windisch berichtet (vgl. letzter Bericht). Nächsten Monat ist es soweit: Die 756 Solarmodulen auf dem Dach des Hauptsitzes der Hochschule für Technik (Gebäude 1) werden in Betrieb genommen.

Man rechnet mit einem jährlichen Gesamtenergie-Ertrag von 220’000 kWh. Der Bericht des General-Anzeigers zitiert ausführlich die Studie aus dem Studiengang EUT von 2015, welche bewies: Ein solches Solarkraftwerk wäre denkbar. Drei Jahre später ist es nun soweit!

Berufserfahrungen aus der Welt der Energie- und Umwelttechnik

03.12.2017 by

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Drei Ehemalige berichten von ihren Erfahrungen aus der Arbeitswelt: Reto Heimberg, Moritz Meier und Godot Gröner (v.l.n.r.). Ihre Ausführungen finden reges Interesse: ein voller Hörsaal. Bilder: KE.

 

(Klaus Eisele) Welcher Anlass füllt an einem Freitagabend einen Hörsaal? Ein informativer und gleichzeitig geselliger EUT-Event! Drei ehemalige EUT-Studierende berichteten am vergangenen Freitag vor rund 80 aktuellen Studierenden, Ehemaligen, Dozierenden und Interessierten aus ihrem Berufsleben. Dabei kamen Themen auf wie Verwaltungsgebäude optimieren, Wiesenschwein Stallanlage konzipieren, Software fürs Bundesamt für Energie entwickleln, Abwärme aus Wasserkraftwerken nutzbar machen, Sicherungsanlagen für Bahnanlagen planen.

 

Reto Heimberg eröffnete den Abend mit der Schilderung seiner Arbeit beim Ingenieurbüro Jobst Willers Engineering AG. Er ist dort beschäftigt als Juniorprojektleiter. Als erstes Projektbeispiel zeigte er die Energieoptimierung eines grossen Verwaltungsgebäudes, für die er verantwortlich ist.

Sein zweites Beispiel führte bei den Zuhörern ab zu zum Schmunzeln, denn das Thema ist die Optimierung der Wohnanlage für das Wiesenschwein – hier erstellt er ein innovatives Stallkonzept mit ebenfalls innovativer Lüftung für Schweinemastbetriebe. Einige Details – zum Beispiel dazu, wie die Schweine den Wohnbereich vom Spaltenbodenbereich zu unterscheiden lernen, oder dass der dreistündige Ausgang auf die Wiese mittels Signal erfolgt –, erstaunte doch einige im Publikum. Abschliessend verteilte Heimberg Firmenbroschüren an die EUT-Studierenden, denn seine Firma sucht dringend motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

 

Moritz Meier, der beim Ingenieur-Dienstleister Amstein und Walthert arbeitet, entwickelt mit zwei Kollegen eine Software für das Bundesamt für Energie mit dem Ziel, Energieeinsparpotenziale für Gemeinden und Städten berechnen zu können. Ein wichtiger und grosser Teil der Arbeit sei dabei das Debugging des Programms.

Sein zweites Arbeitsprojekt widmet sich der möglichen Nutzung der Abwärme von Wasserkraftwerken. Die Abwärme ist gross genug, um kleine Wohngemeinden zu beheizen. Vorausgesetzt es gelingt, die Abwärme auf ein gutes Temperaturniveau zu heben und die Wärme in die Häuser zu bringen.

Abschliessend zeigte Meier, welche Kompetenzen er aus dem Studium heute noch für seine Arbeit braucht. Nur wenige Fächer aus dem EUT-Curriculum fehlten auf dieser Folie. Sehr wichtig sei der Grundsatz „Zeit ist Geld“ geworden, denn Consultingprojekte würden in Viertelstunden-Einheiten abgerechnet.

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In der Beratungswelt tickt die Uhr! Folie aus dem Referat von Moritz Meier. Bild: KE.

Die grosse Überraschung brachte zum Abschluss der Werdegang von Godot Gröner. Nach der ersten fachlich interessanten Stelle suchte er eine neue Herausforderung primär nach „Softfacts“ mit neuem Arbeitsgebiet. Dies führte schliesslich im letzte Jahr dazu, dass der studierte Energie- und Umweltingenieur mit mehreren Kollegen „Signalplan AG“, eine Firma für die Planung von Bahnsicherungsanlagen, gründete.

Die Konkurrenz in diesem Feld sei klein, die Chancen daher umso grösser: Die junge Firma hat in der Schweiz bereits 30 % Marktanteil – weiteres Wachstum ist geplant. Zur Gründung meinte Gröner, dass das Geschäftsmodell das wichtigste bei der Gründung sei. Die Gründung einer Firma kann dann mit Hilfe bei der Administration gut bewerkstelligt werden.

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Zum Abschied gibt’s ein Präsent von Organisator und Moderator Peter Stuber. Bild: YZ.

Von Bremsschwellen und Plastiktüten

01.12.2017 by

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Rege Gespräche bei den EUT-Postern.

 

Geht der Schweiz der Sand bald aus? Wie könnte man die vielen Kassenzettel ersetzen? Wieviel CO2 wird durch Bremsschwellen ausgeschieden? Oder: Welche kompostierbaren Plastiktüten sind wohl die besten?

Mit der Poster-Ausstellung P1 der Studiengänge EUT und WIng hat die Projektwoche einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Die insgesamt 13 Teams aus dem Projektmodul 1 (1. Semester Projektmanagement) bearbeiteten selbst gewählte Fragestellungen im Themenbereich “Ressourcen”.

Nebst Projekt-Dozierenden besuchten auch Forschende aus den Instituten, die Studiengangleiter sowie die Hochschulleitung die Poster-Ausstellung. Die über 60 Studierenden wählten ihre Lieblingsposter. Gewinner: Das in “Mirgros”-Farben gehaltene Poster des WIng-Teams, das sich mit Kassenzetteln auseinandergesetzt hatte.

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Insgesamt 13 P1-Teams stellten ihre Poster aus. 

Das EUT-Fach: Was ist goek?

28.11.2017 by

„Im Fach ‚Grundlagen der Ökologie’ erhalten die Studierenden ein Bild von dem, was in der Natur vorgeht“, sagt die Dozentin Regina Zäch. Das Fach ist unter dem Kürzel „goek“ im Stundenplan vermerkt und ist Teil des Assessmentjahrs.

Angehende Energie- und Umweltingenieurinnen und –ingenieure sollen im Fach goek lernen, Zusammenhänge zwischen Natur und Technik zu analysieren und zu erklären. Es sei ein Grundlagenfach, erklärt Zäch. „Mir ist es ein Anliegen, die Neugierde zu fördern für das, was in der Natur abgeht.“ Wichtige Fragen dabei sind: Wie beeinflusst der Boden die Pflanzen? Welches sind aktuelle Probleme in Bezug auf Wasser in der Schweiz? Weshalb sind wir Menschen so schlecht darin, auf Umweltprobleme adäquat zu reagieren?

Komplexes Fach Ökologie

Die Themen des Moduls sind vielfältig, die Ziele hoch gesteckt: Konzepte der Ökologie, Zellbiologie, Evolution sowie Klimaänderung; alles gehört zu dem einsemestrigen Modul. Die Studierenden sollen wissenschaftliche Modelle kennen und auf dem neuesten Stand der Forschung punkto Ökologie sein.

Regina Zäch, die an der ETH in der Gruppe Pflanzenökologie arbeitet, ist sich bewusst: „Wir können selten ein Thema vertiefen.“ Wichtig sei jedoch, dass die Studierenden sich der Vielfalt des Fachs bewusst seien.

Lebendiger Unterricht

Zum Kurs gehört denn auch mindestens eine Exkursion an die Aare. Die Studierenden machen dabei eine so genannte Bioindikation, bei der sie Wassertiere bestimmen, die dann Rückschlüsse auf Nähr- und Sauerstoffgehalt des Wassers an dieser Stelle erlauben.

Das Lieblingsthema der „EUTler“ sei jedoch der Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Ökosysteme. Auch die individuellen Recherchen und Referate der Studierenden zu diversen Themen der Ökologie seien in der Qualität jeweils beeindruckend, sagt Zäch.

Wie fit sind Sie in Ökologie? Testen Sie Ihr Wissen! Hier finden Sie eine typische „goek“-Aufgabe: goek_Aufgabe_Kohlestoffkreislauf

 

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In der Reihe „Das EUT-Fach“ stellen wir in loser Folge Module aus dem Studiengang Energie- und Umwelttechnik der Hochschule für Technik FHNW vor. Dieser Artikel ist der erste Beitrag in dieser Reihe.

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