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Das ist der Jahrgang 2018!

17.08.2018 by

Heute Nachmittag hat die Ausstellung der Bachelor-Arbeiten aller Studiengänge an der Hochschule für Technik FHNW stattgefunden. Auch 11 Studenten der Energie- und Umwelttechnik haben ihre Forschung präsentiert. Die Untersuchungen stammten aus den drei Vertiefungsrichtungen “Energiesysteme”, “Energie in Gebäuden” und “Umwelt und Management”.

Das ist der Abschlussjahrgang 2018: 

Raphael Bittel: Erfassung solarer Strahlungswärme in Räumen

David Eicher: Borehole Thermal Energy Storage – Analyse, Simulation und Bewertung des Geospeichers

Pascal Häfliger: Systemstudie zur batteriegetriebenen Bodenseegürtelbahn. Siehe Blog-Posts zum Projekt vom Februar 2017 und vom März 2018.

Stefan Hodel: Umweltbilanz zweier Verpackungslösungen

Andreas Huber: Analyse des Energieeinsparpotenzials von Beleuchtungsanlagen in Schulgebäuden des Kantons Basel-Stadt

Simon Kaiser: Eignung von Bio-Kohle aus hydrothermaler Karbonisierung (HTC) für Vergasungs-Verbrennungsprozesse

Stan Keusch: Optimierte Energiebeschaffung für KMU mit Photovoltaik Eigenproduktion

Curdin Kindschi: Energetische Analyse von Warmwasser-Wärmepumpen im Realbetrieb

Janick Lehmann: PV-Ausbaupotential in Quartierversorgung

Pascal Meinen: Optimierung des Baus eines Ice Stupas (Süsswasserspeicher). Siehe Blog-Post zum Projekt vom März 2018.

Simon Summermatter: Analyse des sommerlichen Verhaltens der Wohneinheit “movable” mit dynamischer thermischer Gebäudesimulation unter Berücksichtigung verschiedener Sonnenschutzeinrichtungen und free-cooling mit Erdkörben

«Berufsbegleitend hat’s einfach gepasst!»

13.08.2018 by

 

Anna Ineichen studiert berufsbegleitend Energie- und Umwelttechnik (EUT). An drei Tagen arbeitet sie in einer Firma und plant Solar- und andere Energieanlagen für Einfamilienhäuser. Und an zwei Tagen studiert sie in Windisch. Die Tage sind dicht gefüllt, aber sie sagt: «Die Arbeit ist Ausgleich zur Schule – und umgekehrt.»

Irgendwie hat bei der Studienwahl nichts richtig gepasst. Biologie an der Uni. Informatik an der ETH. Und dann kam der Vater und erzählte von einem Info-Abend an der Hochschule für Technik FHNW in Windisch. Dieser beginne in 40 Minuten. Anna Ineichen schnappte das Auto und brauste nach Brugg. 30 Minuten später war sie da. Als sie die Info-Veranstaltung des Studiengangs Energie- und Umwelttechnik verliess, wusste sie: «Das ist es.»

Verantwortung übernehmen im Beruf

Warum EUT? «In diesem Studium verbinden wir Wissen zum Thema Energie aus verschiedenen Fachbereichen miteinander.» Als Maturandin mit Biologie und Chemie als Schwerpunktfach musste Anna zuerst ein Praktikum absolvieren. Dank Hinweisen des Studiengangleiters trug bereits die dritte Bewerbung Früchte. Das Basler Unternehmen Solvatec, das ursprünglich nur Solaranlagen baute, heute aber vermehrt Gesamtlösungen für die Energieversorgung von Häusern anbietet, stellte sie als Praktikantin an. Nach drei Monaten stieg sie bereits zur Projektleiterin auf. «Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen», sagt sie.

Theorie und Praxis direkt verbinden

Die Arbeit im Energie-Unternehmen gefiel Anna derart, dass Sie beschloss, nebst dem Studium weiterhin bei Solvatec tätig zu sein. Im Herbst 2016 gehörte sie erst zum zweiten Jahrgang Studierender, der das berufsbegleitende Studium EUT in Angriff nahm. Das Studium als Pionierin erlebt sie als dynamisch: Schon in den ersten beiden Semestern änderte sie den vorgesehenen Studienplan und passte ihn ihren Bedürfnissen an. Und manchmal komme das Leben als Studentin etwas zu kurz, weil die Tage an der FH so dicht seien – und am anderen Tag die Arbeit wieder rufe. Fachlich ergänzen sich Studium und Arbeit jedoch ideal: «In den Modulen bekommen wir Puzzleteile, die sich bei der Anwendung im Job nach und nach zu einem Bild fügen.»

Anna Ineichen plant Solaranlagen und studiert Energie- und Umwelttechnik. Bild: ZVG.

P2-Studie findet Anklang

28.06.2018 by

Im vergangenen Semester hat ein Team des zweiten Semesters ein Kunststoffrecycling-Projekt im Unteren Fricktal untersucht. Ziel des Projekts im zweiten Semester war nebst einer Stoffflussanalyse und einer Energiebilanz auch eine Umfrage über die Akzeptanz des Projekts. Resultat: Die Bevölkerung gibt der Kunststoffsammlung des Gemeindeverbands Unteres Fricktal (GAF) gute Noten. Dies wird heute auch in der Aargauer Zeitung berichtet.

Rezyklieren lohnt sich! Poster der Untersuchung zur Kunststoffsammlung im Unteren Fricktal.

Neue Leuchtmittel für den Campus?

27.06.2018 by

Bald keine Fluoreszenzröhren mehr im Unterrichtsraum? Das Projektteam sagt klar «Ja». Vera de Spindler, Remo Jakob, Martina Senn, Andreas Meyer und Lukas Trümpi (v.l.n.r.). Bild: RW.

Für die Beleuchtung des Campus Brugg-Windisch werden jährlich rund 1.1 Millionen Kilowattstunden Strom gebraucht. Das ist Strom für etwa 350 Haushalte. Ein Team von EUT-Studierenden hat untersucht, ob die Fluoreszenzröhren durch die wesentlich effizienteren LED-Tubes ausgetauscht werden könnten.

«In Dienstleistungsgebäuden macht die Beleuchtung rund einen Viertel des Stromverbrauchs aus», sagte Lukas Trümpi, Projektleiter des Teams «Ledtubes @ Campus Windisch» anlässlich der Projektpräsentation am vergangenen Freitag. Sogenannte LED-Tubes sind wesentlich effizienter; sie brauchen nur rund 50% des Stroms einer herkömmlichen Fluoreszenzröhre. Im Auftrag des Leiters Services, Adrian Dömer, und des Dozenten und Physikers Martin Fierz untersuchte er mit seinem Team die technische Machbarkeit, die Beleuchtungsstärke, Ästhetik und Wirtschaftlichkeit von LED-Tubes an seinem Studienort. Als «Fachcoach» stand ihnen Beate Weickgenannt, Spezialistin für Beleuchtung in Gebäuden, zur Seite.

65 000 Franken sparen dank Umrüstung

Das Fazit: Eine Umstellung ist machbar. Die Leuchtröhren können manuell ausgewechselt werden, die Beleuchtung bleibt gleich stark und erfüllt alle Normen für Schulzimmer und Arbeitsplätze. Auch ästhetisch sind die LED-Tubes angenehm – «das Licht wirkt gar etwas wärmer als das der Fluoreszenzröhre», sagt Trümpi. Die wichtigste Feststellung jedoch: Das Umsatteln von Fluoreszenz- auf LED-Röhre bringt am Campus Brugg-Windisch eine Stromersparnis von etwa 490 000 Kilowattstunden. Die Beleuchtung der Unterrichtsräume, Gänge und Büros kostete dadurch 65 000 Franken weniger im Jahr. Amortisiert wäre die Umrüstung in vier Jahren. Auftraggeber Martin Fierz ist zufrieden: «Ideal wäre es, wenn einige Gänge und Zimmer mit LED-Tubes ausgerüstet würden, um Erfahrungen und Feedbacks zu sammeln.»

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Poster des Projekts «Ledtubes @ Campus Windisch».

Wann können Dozierende ihre Arbeit gut machen?

20.06.2018 by

Angeregte Gespräche unter EUT-Dozierenden am Workshop an der “Klausur Technik”.

“Deine Sicht ist gefragt!” So eröffneten die Studiengangleiter Christoph Gossweiler und Peter Stuber sowie die Studiengangleiterin Concetta Beneduce gestern einen Workshop des Studiengangs EUT an der jährlichen “Klausur Technik”, einer Weiterbildungsveranstaltung für alle Mitarbeitenden der Hochschule.

“Was kann der Studiengang tun, damit ihr Dozierenden ihren Job noch besser machen können?”, lautete die Arbeitsfrage des Workshops. Während zweier Stunden analysierten Dozentinnen und Dozenten mit Moderatorin und Dozentin Ingrid Giel den Studiengang EUT: Was läuft gut? Wovon braucht’s mehr – wovon weniger? Was muss stoppen? Welche neuen Ideen gibt’s? Die Liste der positiven Aspekte und Entwicklungen war lang – das Entwicklungspotenzial hingegen wurde ebenfalls klar: Dozierende sollen sich über die Module hinweg austauschen, generell soll weniger Stoff “eingeprügelt” und mehr kritisch überlegt werden. Ziel bei allen Verbesserungen: Den Studierenden ein noch besseres, spannenderes Studium zu ermöglichen.

Die grosse Stille bei der Turbine

18.06.2018 by

Blick zu den Turbinen des Windparks Verenafohren: EUT-Exkursion ins deutsche Wiechs. Bild: ZVG. 

Zum Semesterabschluss trafen sich Studierende und Dozierende des Studiengangs EUT zu einer Windpark-Exkursion. Ziel war der Windpark Verenafohren im deutschen Wiechs, unmittelbar neben der Grenze zum Kanton Schaffhausen.

(Klaus Eisele) Der Windpark Verenafohren ist der grösste und modernste Windpark in der Region. Er besteht aus 3 Nordex-N131-Turbinen mit jeweils 3.3 MW Nennleistung und ist erst seit einem halben Jahr im Betrieb.

Spaziergang zu den Turbinen

Mit der Begleiterin Jutta Gaukler, Mitarbeiterin eines der Betreiberunternehmen solarcomplex, gingen die Studierenden und Dozierenden der Module «Erneruerbare Energie Solartrechnik» (eest) und «Realisierung von Windandlagen im Spannungsfeld von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft» (res) die letzten Kilometer des Weges der Windturbinen. Auf dem Weg wurden die juristischen Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz diskutiert und aufgezeigt. Dies war möglich, weil Reinhard Zweidler, Dozent für Recht im Studiengang EUT, dabei war.

Überraschung am Ziel

Überraschend waren die steilen Transportwege durch den Wald, den die Turbinen zurücklegten. Das überraschendste war jedoch die Stille um die grosse sich drehende Windturbine. Das lauteste Geräusch entstand durch das Drehen der Kanzel bei Windänderungen. Mit einem abschliessenden gemütlichen Flammkuchenessen wurde der spannende Tag abgeschlossen. Insgesamt war die Exkursion lehrreich, spannend und erholsam für alle Beteiligten.

Für weitere Informationen: www.verenafohren.de.

Das EUT-Fach: Was ist eeww?

21.05.2018 by

Energie- und Umweltingenieure arbeiten im Umfeld der Energiestrategie 2050. Deshalb müssen sie genau Bescheid darüber wissen, wie Wind und Wasser für die Stromproduktion genutzt werden können. Das ist anspruchsvoll und braucht Wissen aus verschiedenen Fachbereichen. Das Modul «Erneuerbare Energien: Wind und Wasser» (eeww) schult angehende Berufsleute für die Arbeit im Umfeld der nachhaltigen Stromproduktion.

Wer ein Wasserkraftwerk bauen will, braucht technisches Wissen. Bis es aber zum Bau kommt, ist Expertise in zahlreichen weiteren Fachgebieten wichtig – zum Beispiel über die rahmengebenden Gesetze und Verordnungen oder die politischen Prozesse bei der Bewilligung. Auch Berechnungen für die Wirtschaftlichkeit sind im Planungsprozess essenziell. Diese inhaltliche Komplexität betrachtet das Modul «Erneuerbare Energien: Wind und Wasser» genauer. Angeboten wir das Modul in der Fachergänzung «Energiesysteme» im letzten Studienjahr – für Studierende aus den Bereichen Energie- und Umwelttechnik sowie Maschinenbau.

Lernen am konkreten Beispiel

«Die Studierenden sollen lernen, ein System zu analysieren und ein Projekt aufzubauen», sagt Stefan Roth, Dozent des Moduls eeww. Natürlich behandeln sein Kollege Beat Ribi und er die theoretischen Grundlagen – die Eulergleichung oder verschiedene Bauarten von Wasser- und Windturbinen. Viel Zeit investiert Roth in seinem Unterricht jedoch in ein konkretes Kraftwerksprojekt. Dabei denken die Studierenden den Prozess eines Bauvorhabens von A bis Z durch.

Die Kunst des Perspektivenwechsels

In den Projektteams übernehmen die Studierenden unterschiedliche Warten ein: Einer ist Techniker, die andere Ökonomin, jemand beschäftigt sich mit den politischen und gesetzlichen Grundlagen. Und eine Person muss als Projektleitung alles koordinieren. «Ungewohnt sind für die Studierenden die gesellschaftlichen Themen: politische Prozesse und gesetzliche Grundlagen», sagt Roth. Aber genau diese Bereiche an den Schnittstellen zur Technik entscheiden häufig über den Erfolg eines grossen Wasser- oder Windprojekts. Aufgabe der Schlusspräsentation ist es jeweils, einen Geschäftsführer von einem Vorhaben zu überzeugen, auch mit Argumenten der Wirtschaftlichkeit.

Ein Traumtag auf dem Bodensee

28.04.2018 by

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Strahlendes Wetter für die Bootsfahrt. Bild: ZVG. 

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Die Mannschaft: Maximilian Schaffrinna, Projektleiter Stefan Henz, Bootsbesitzer Leonhard Widenhorn, Manuel Pfulg, Englisch-Dozentin Karen Schrader, EUT-Coach Klaus Eisele, Aline von Jüchen, EUT-Projektschienenverantwortliche Yvonne Zickermann und Jonathan Fercher. Bild: ZVG.

(Stefan Henz und Team) Ein Projektteam des Studiengangs EUT befasste sich im Rahmen eines Semesterprojekts (P2) mit effizienten Energiesystemen für Segeljachten. Nachdem alle theoretischen Grundlagen erfasst und die Energiebilanzen errechnet worden waren, konnte gestern eine solche Jacht auf dem Bodensee in Sipplingen besichtigt werden. Dies war hilfreich, da zuvor niemand Segelbooterfahrung hatte. Man bekam einen Eindruck der Grössenordnungen an Bord und wie das Energiemanagement an Bord funktioniert beziehungsweise wo Energielieferanten und Verbraucher platziert sind.

Ein grosses Dankeschön gilt Klaus Eisele für die Organisation sowie Leonhard Widenhorn für seine Bereitschaft, sein Boot zur Verfügung zu stellen und ausführlich zu erklären.

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Lagebesprechung an Bord: Klaus Eisele im AUstausch mit Studierenden. Leonhard Widenhorn erklärt seinen Bootsantrieb. Bilder: ZVG.

EUTler fassen Tritt im Beruf

27.04.2018 by

“Über 100 Firmen haben schon Abgänger aus unserem Studiengang angestellt – drei davon hören wir heute”, sagte Peter Stuber zur Begrüssung der Abendveranstaltung “EUT Berufspraxis”. Der Studiengang sei jung, aber doch: Im Herbst 2018 startet der 8. Jahrgang mit dem Studium Energie- und Umwelttechnik. Die EUT-Community wächst – heute Abend fand bereits die 10. Veranstaltung “EUT Berufspraxis” statt. 

Bastian Schmelzkopf von Schnyder Ingenieure BE AG Langenthal

Schmelzkopf

Kleines Team und viel Flexibilität: Bastian Schmelzkopf erzählt von seinem Alltag. Bild: RW.

  • Wann hast du abgeschlossen? Herbst 2015, Vertiefung Energiesysteme
  • Wie war die Jobsuche? “Ich schrieb 5 Bewerbungen, die 4. Bewerbung war’s!”
  • Was ist der Job? 5 Projekte als Projektleiter oder Projektmitarbeiter, alles Energieprojekte – “Hier bin ich zuständig für Sanierungen, Betriebsoptimierungen, Konformitätsprüfungen, Modernisierungen oder Energiecontrolling.”
  • Was magst du am Job? Kleines Team von 3 Orten am Standort, viel Flexibilität (“dieses Jahr war ich schon 3 Monate in Neuseeland”)
  • Welche Inhalte aus dem Studium sind dir heute nützlich? “Die Projektschiene war wichtig. Hier habe ich gelernt: Wie kann ich ein Problem angehen und lösen? Alles weitere kann man lernen.”

Marco Hächler vom ibe institut bau+energie ag in Bern

Hächler

Vielfalt im Berufsalltag: Marco Hächler erzählt von der Arbeit als Energieingenieur. Bild: RW.

  • Wann hast du abgeschlossen? Herbst 2015, Vertiefung Energie am Bau
  • Wie war die Jobsuche? “Die Stelle war nicht offiziell ausgeschrieben – ich hatte mich spontan beworben und sie nahmen mich.”
  • Was ist der Job? Projektleiter Energie, dazu gehören: Beratungen in allen Energie-Belangen für Private, Minergie-Anträge prüfen, Energieanalysen, Betriebsoptimierungen, Energieverbrauchsanalysen erstellen und Zielvereinbarungen machen, Gebäudeenergieausweise der Kantone (GEAK) erstellen
  • Was magst du am Job? “Er ist abwechslungsreich und anspruchsvoll zugleich.”
  • Welche Inhalte aus dem Studium sind dir heute nützlich? Interdisziplinäre und strukturiertes Denken und Vorgehen. Und: “Während des Studiums wollte ich es nicht wahrhaben, aber: Gute Energieberater müssen sich im Gesetzes-Dschungel auskennen!”

Carole Sägesser von TESTEX AG (Textilprüfungsinstitut) in Zürich

Sägesser

Zwischen China und der Schweiz: Carole Sägesser berichtet von ihrem Alltag als Teamleiterin. Bild: RW.

  • Wann hast du abgeschlossen? Herbst 2016, Vertiefung Umwelt und Management
  • Wie war die Jobsuche? Per Zufall, nach einer erfolglosen Suche im Nachhaltigkeitsbereich. “Nach zwei Wochen temporär wollte ich unbedingt bleiben – und nach zwei Jahren wurde ich schon befördert.”
  • Was ist der Job? “Kein klassischer technischer Job”, Teamleiterin Kundenberatung: Verantwortung verschiedener Schritte im Zertifizierungsprozess mehrerer Oeko-Zertifikate, dazu gehören Kundenkontakte, Ausstellung von OEKO-TEX-Label, interne Prozessentwicklung oder Führung eines Teams mit 6 Mitarbeitenden. Zudem: Master-Studentin International Management.
  • Was magst du am Job? die Vielfalt!
  • Welche Inhalte aus dem Studium sind dir heute nützlich? “Ich spreche nur Englisch – diese Module waren wichtig. Die EUTler denken analytisch und logisch. Das brauche ich jeden Tag.” Weitere wichtige Module: Umweltchemie und Chemie, Statistik, Nachhaltiges Marketing und die Projektmodule, vor allem fürs Zeitmanagement. Für das Master-Studium: sämtliche Module aus der Vertiefung Umwelt und Management.

Zuhörer

Rege Beteiligung an der 10. “EUT Berufspraxis”

 

Batterie statt Diesel bei den Winterthurer Trolley-Bussen

26.04.2018 by

Unbenannt

In der ersten Monatshälfte hat «Stadtbus Winterthur» einen neuen Trolley-Bus getestet. Statt ausserhalb der Oberleitungen auf Diesel umzuschalten, fährt dieser Bus mit Batterie. In «zwei bis drei Jahren» will die Firma batteriebetriebene Trolleys anschaffen, wie der «Landbote» Ende letzter Woche berichtete. Die Machbarkeit dieser Umstellung hat ein EUT-Team im Herbstsemester 2017 bewiesen.

(Klaus Eisele) Die Studierende konnten in ihrer Semesterarbeit zeigen, dass der Ersatz der Dieselbusse durch Batteriebusse dank der Infrastruktur – Oberleitungen für Trolleybusse – in Winterthur sehr gut möglich ist. Fast sämtliche Dieselbuslinien fahren kurze Strecken entlang der Oberleitungen. Diese kurzen Strecken können genutzt werden, um bei elektrisch betriebenen Bussen die Batterien für den Rest des Umlaufes wieder aufladen zu können. Damit sind nur kleine Batterien notwendig, da diese ein Mal pro Umlauf aufgeladen werden können. Damit ist für Stadtbus Winterthur der Ersatz der Dieselbusse möglich.

Testbetrieb erfolgreich

Das Team hatte vorgeschlagen, die Dieselbusse auf der Linie 4 und 11 zuerst mit Batteriebussen zu ersetzen. So wäre für die Linie 4 nur eine Batterie mit einer Kapazität von 50 kWh (Tesla 70 – 100 kWh) notwendig. Mit dieser Kapazität könnte der Bus mehrere Umläufe fahren. «Stadtbus Winterthur» nutzte die nächste Gelegenheit für den Testbetrieb auf Linie 3, der letzte Woche erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Einsatz von Elektro-Trolleys bringt eine beträchtliche CO2-Minderung, geringere Lärm- und Abgasemissionen für die Anwohner. Deshalb lohnt sich der Ersatz der Dieselbusse besonders auf Quartierlinien.

 

Unbenannt

In der Grafik ist der Ladezustand der Batterie für einen Bus der Linie 4 über den Tag dargestellt. Nur bei der ersten Fahrt würde die Batterie stark entladen. Im weiteren Tagesverlauf ist immer genügend Energie für einen zuverlässigen Betrieb in der Batterie gespeichert. Bild: ZVG.