Energie- und Umwelttechnik

Nov 08

Rohstoffe, Baugruppen, Systeme: Viele Hersteller beziehen Material und Einzelteile ihres Endprodukts und verarbeiten diese Bausteine weiter. Die grosse Herausforderung dabei ist es, Kosten, Qualität und die Versorgungssicherheit stets im Blick zu behalten. Das Modul «sproc», Sustainable Procurement, behandelt die Lieferkette und fragt in diesem Kontext nach Nachhaltigkeit.

Der Blick auf die Lieferkette

«Mir geht es darum, den Studierenden ein ganzheitliches Verständnis der Nachhaltigkeit zu vermitteln», sagt Peter Hutzler, Dozent an der FHNW. Ganzheitlich will hier heissen: soziale, ökologische und ökonomische Aspekte werden gleichberechtigt betrachtet bei der Analyse von Systemen.

Was heisst das konkret? «Im Unterricht arbeiten wir häufig mit Fallbeispielen von realen Firmen, die wir anhand eines Prozessmodells analysieren und dies über die ganze Wertschöpfungskette hinweg», sagt Hutzler. Die Studierenden sollen im Modul lernen, Ansätze der Nachhaltigkeit einzelner Firmen zu beurteilen

Was ist «Nachhaltigkeit»?

Das Vertiefungsmodul «Sustainable Management» (3 ECTS) trägt zwar einen englischen Titel, wird jedoch auf Deutsch unterrichtet. Es baut das Wissen von den Grundlagen her auf und beginnt beim Begriff Nachhaltigkeit im Unternehmen, geht über nachhaltiges Supply Chain Management und wird dann im Teilprozess Beschaffung vertieft. Bereits vor der ersten Stunde erarbeiten sich die Studierenden Grundlagen– zum Beispiel mit einer Videoanalyse zu «echter unternehmerischen Nachhaltigkeit». Ein Schwerpunkt für die Perspektive der nachhaltigen Beschaffung ist die Lieferantenanalyse: Wer bezieht die Rohstoffe woher? Unter welchen Bedingungen werden sie gewonnen und wie und wo weiter verarbeitet?

Praxislink dank Firmen-Exkursionen

Die halbtägigen Modulveranstaltungen von «sproc» sind vielfältig: Theorie und Methoden, Fallbeispiele und Unterrichtsdiskussionen wechseln sich ab. Dazu kommen Firmen-Exkursionen. «Der Praxislink ist zentral», sagt Hutzler, der neben seiner Tätigkeit als Dozent auch als Unternehmensberater tätig ist. Beim Besuch einer Firma analysieren die Studierenden während der Führung und im Gespräch mit den Verantwortlichen jeweils die gesamte Lieferkette. Stärken und Schwächen der Unternehmen werden somit sichtbar.

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