Das EUT-Fach: Was ist eeww?

21.05.2018 by

Energie- und Umweltingenieure arbeiten im Umfeld der Energiestrategie 2050. Deshalb müssen sie genau Bescheid darüber wissen, wie Wind und Wasser für die Stromproduktion genutzt werden können. Das ist anspruchsvoll und braucht Wissen aus verschiedenen Fachbereichen. Das Modul «Erneuerbare Energien: Wind und Wasser» (eeww) schult angehende Berufsleute für die Arbeit im Umfeld der nachhaltigen Stromproduktion.

Wer ein Wasserkraftwerk bauen will, braucht technisches Wissen. Bis es aber zum Bau kommt, ist Expertise in zahlreichen weiteren Fachgebieten wichtig – zum Beispiel über die rahmengebenden Gesetze und Verordnungen oder die politischen Prozesse bei der Bewilligung. Auch Berechnungen für die Wirtschaftlichkeit sind im Planungsprozess essenziell. Diese inhaltliche Komplexität betrachtet das Modul «Erneuerbare Energien: Wind und Wasser» genauer. Angeboten wir das Modul in der Fachergänzung «Energiesysteme» im letzten Studienjahr – für Studierende aus den Bereichen Energie- und Umwelttechnik sowie Maschinenbau.

Lernen am konkreten Beispiel

«Die Studierenden sollen lernen, ein System zu analysieren und ein Projekt aufzubauen», sagt Stefan Roth, Dozent des Moduls eeww. Natürlich behandeln sein Kollege Beat Ribi und er die theoretischen Grundlagen – die Eulergleichung oder verschiedene Bauarten von Wasser- und Windturbinen. Viel Zeit investiert Roth in seinem Unterricht jedoch in ein konkretes Kraftwerksprojekt. Dabei denken die Studierenden den Prozess eines Bauvorhabens von A bis Z durch.

Die Kunst des Perspektivenwechsels

In den Projektteams übernehmen die Studierenden unterschiedliche Warten ein: Einer ist Techniker, die andere Ökonomin, jemand beschäftigt sich mit den politischen und gesetzlichen Grundlagen. Und eine Person muss als Projektleitung alles koordinieren. «Ungewohnt sind für die Studierenden die gesellschaftlichen Themen: politische Prozesse und gesetzliche Grundlagen», sagt Roth. Aber genau diese Bereiche an den Schnittstellen zur Technik entscheiden häufig über den Erfolg eines grossen Wasser- oder Windprojekts. Aufgabe der Schlusspräsentation ist es jeweils, einen Geschäftsführer von einem Vorhaben zu überzeugen, auch mit Argumenten der Wirtschaftlichkeit.

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