Batterie statt Diesel bei den Winterthurer Trolley-Bussen

26.04.2018 by

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In der ersten Monatshälfte hat «Stadtbus Winterthur» einen neuen Trolley-Bus getestet. Statt ausserhalb der Oberleitungen auf Diesel umzuschalten, fährt dieser Bus mit Batterie. In «zwei bis drei Jahren» will die Firma batteriebetriebene Trolleys anschaffen, wie der «Landbote» Ende letzter Woche berichtete. Die Machbarkeit dieser Umstellung hat ein EUT-Team im Herbstsemester 2017 bewiesen.

(Klaus Eisele) Die Studierende konnten in ihrer Semesterarbeit zeigen, dass der Ersatz der Dieselbusse durch Batteriebusse dank der Infrastruktur – Oberleitungen für Trolleybusse – in Winterthur sehr gut möglich ist. Fast sämtliche Dieselbuslinien fahren kurze Strecken entlang der Oberleitungen. Diese kurzen Strecken können genutzt werden, um bei elektrisch betriebenen Bussen die Batterien für den Rest des Umlaufes wieder aufladen zu können. Damit sind nur kleine Batterien notwendig, da diese ein Mal pro Umlauf aufgeladen werden können. Damit ist für Stadtbus Winterthur der Ersatz der Dieselbusse möglich.

Testbetrieb erfolgreich

Das Team hatte vorgeschlagen, die Dieselbusse auf der Linie 4 und 11 zuerst mit Batteriebussen zu ersetzen. So wäre für die Linie 4 nur eine Batterie mit einer Kapazität von 50 kWh (Tesla 70 – 100 kWh) notwendig. Mit dieser Kapazität könnte der Bus mehrere Umläufe fahren. «Stadtbus Winterthur» nutzte die nächste Gelegenheit für den Testbetrieb auf Linie 3, der letzte Woche erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Einsatz von Elektro-Trolleys bringt eine beträchtliche CO2-Minderung, geringere Lärm- und Abgasemissionen für die Anwohner. Deshalb lohnt sich der Ersatz der Dieselbusse besonders auf Quartierlinien.

 

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In der Grafik ist der Ladezustand der Batterie für einen Bus der Linie 4 über den Tag dargestellt. Nur bei der ersten Fahrt würde die Batterie stark entladen. Im weiteren Tagesverlauf ist immer genügend Energie für einen zuverlässigen Betrieb in der Batterie gespeichert. Bild: ZVG.

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