Archive for September, 2014

Das sind sie nun also: die ersten Bachelor für Energie- und Umwelttechnik der Fachhochschule Nordwestschweiz!

30.09.2014 by

Sehr verehrte Anwesende
Das sind sie nun also: die ersten Bachelor für Energie- und Umwelttechnik der Fachhochschule Nordwestschweiz! Ist das nicht grossartig?

Diplomfeier 2014

Sie hatten den Mut ein Studium zu wählen, das zum ersten Mal durchgeführt wurde. Das sind unsere Pioniere! In diesem anspruchsvollen Studium haben Sie ausserordentliches geleistet, vieles war noch im Aufbau begriffen und konnte Ihnen nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Sie haben konstruktiv und mit grossem Engagement mitgearbeitet, haben uns Rückmeldungen gegeben und Verbesserungsvorschläge gemacht. Wir haben dies sehr geschätzt und es war eine Freude mit Ihnen zusammenzuarbeiten, herzlichen Dank!

An dieser Stelle möchte ich auch meinen Dozentenkollegen und Kolleginnen danken, ohne ihr ausserordentliches Engagement wäre der Aufbau des Studienganges nicht möglich gewesen. Energie und Umwelttechnik wurde von 3 Hochschulen gemeinsam gebaut. Meine Kollegen Heiri Huber von der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik und Carsten Peukert von der Hochschule für Wirtschaft waren an Aufbau massgeblich beteiligt, herzlichen Dank auch an sie!

Zum Schluss möchte ich mich noch von Ihnen, unserer Pioniertruppe verabschieden. Wie ich mit Freude vernommen habe, hat schon eine erhebliche Anzahl von Ihnen bereits jetzt einen Job im Gebiet der Energie und Umwelttechnik gefunden. Es zeigt sich: Sie als Fachleute sind sehr gefragt.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, viel Erfolg, Freude und Befriedigung in Ihrem Beruf und gratulieren Ihnen ganz herzlich zum Abschluss.

(Diplomansprache von Studiengangleiter Prof. Dr. Christoph Gossweiler, 26. Sept. 2014)

Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft

18.09.2014 by

Vor ziemlich genau zwei Jahren reichte die Grüne Partei der Schweiz eine Initiative ein, mit der die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der Bundesverfassung verankert werden sollen. Nur so können nicht nur der Energieverbrauch sondern der Verbrauch aller natürlichen Ressourcen erheblich gesenkt werden. Und dies ist eine notwendige Voraussetzung für die längerfristige Zukunftsfähigkeit unserer Lebensform, unseres Wohlstandes und unserer Gesellschaftsordnung.

In der heutigen Welt mit immer kurzlebigeren Produkten und immer schnelleren Innovationszyklen muss Umweltpolitik verstärkt als Ressourcenpolitik betrachtet werden. Der Blick soll nicht nur auf die schädlichen Emissionen, sondern verstärkt auf die schonende und effiziente Verwendung der Ressourcen selber gerichtet werden. Produkte am Ende ihres (häufig sehr kurzen) Lebenszyklus müssen dringend wieder in den Stoffkreislauf zurück geführt werden.

Staenderat

Nachdem die vorberatende Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie die Initiative noch abgeleht hat und auf den Gegenvorschlag des Bundesrates gar nicht eintreten wollte, hat der Ständerat heute wenigstens beschlossen, das Thema auf der Traktandenliste zu behalten und den Gegenvorschlag zur Überarbeitung an die Kommission zurück  zu schicken.

Wie lange dauert es wohl noch, bis auch unsere Bundesparlamentarier verstehen, dass nur  ressourceneffizientes Wirtschaften zukunftsfähig ist und gerade deshalb alle Massnahmen zur  Steigerung der Nachhaltigkeit im speziellen Interesse unserer Wirtschaft sind?

 

Die Ozonschicht erholt sich

10.09.2014 by

Heute haben das United Nations Environment Programme (UNEP) und die World Meteorological Organization (WMO) einen aktuellen Bericht über die Entwicklung der globalen Ozonschicht publiziert.

Die stratosphärische Ozonschicht schütz die Erde vor schädlicher UV-Strahlung der Sonne. Das Ozon wird durch gewisse chlor- und bromhaltige Chemikalien abgebaut. Im Jahre 1987 hat sich die Staatengemeinschaft im Montrealer Protokoll (http://de.wikipedia.org/wiki/Montreal-Protokoll) völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, auf die Verwendung dieser ozonschädlichen Stoffe zu verzichten.

Ozonloch über der Antarktis

Der vorliegende Bericht zeigt nun, dass die getroffenen Massnahmen Wirkung zeigen. Die Ozonschicht erholt sich langsam. Die Experten erwarten, dass sich das Loch in der Ozonschicht über der Antarktis bis Mitte des Jahrhunderts wieder geschlossen hat.  Die Erfolge beim Schutz der Ozonschicht, sollten uns  darin bestärken, endlich auch beim Schutz des Klimas international wirkungsvolle Vereinbarungen zu treffen.

 

Der nächste Jahrgang nimmt das Studium in Angriff

08.09.2014 by

Heute Morgen hat für den nächsten Jahrgang angehender Energie- und Umweltingenieure und -ingenieurinnen das Studium begonnen. In der ersten Woche werden sie vertraut gemacht mit der Arbeitsweise an einer Hochschule und mit der Infrastruktur am Campus Brugg-Windisch. So sind beim Beginn der Vorlesungen nächste Woche alle bestens vorbereitet sind, um das anspruchsvolle Studienprogramm vom ersten Tag an erfolgreich zu bearbeiten.

Cooking ClassNeben der Arbeit darf aber auch das studentische Leben nicht zu kurz kommen. In einem ersten Event haben die Studienanfänger bereits gemeinsam ein Nachtessen gekocht und gegessen und dabei Gelegenheit gehabt, sich ausser halb der Klassenzimmer kennen zu lernen.

 

 

22% des globalen Stroms wird erneuerbar produziert

03.09.2014 by

Heute hat die internationale Energieagentur IEA (http://www.iea.org/)  ihre jährliche Energiemarktanalyse “Medium Term Renewable Energy Market Report 2014” vorgestellt. Diese Untersuchung zeigt, dass die erneuerbaren Energien im Strommarkt heute weltweit bereits 22% ausmachen. Bis 2020 wird ihr Anteil voraussichtlich bis gegen 30% anwachsen.Renewable

Jährlich werden weltweit über 200 Milliarden USD investiert und über 100 GW erneuerbare elektrische Leistung in Betrieb genommen.  Da die Produktionskosten für erneuerbaren Strom laufend sinken, wird diese nachhaltig produzierte Energie immer wettbewerbsfähiger, bei günstigen Bedingungen sind Windkraftwerke heute bereits wirtschaftlicher als fossile Kraftwerke.

Interessant ist ein Vergleich mit der Schweiz. Die Schweiz als Wasserschloss Europas ist in einer privilegierten Situation. 60% des Stromes werden bei uns erneuerbar produziert, der Rest ist grösstenteils Atomstrom.  Allerdings verläuft die heimische Entwicklung bei weitem nicht so dynamisch wie  die globale, bereits 2003 wurde bei uns 57% des Stromes erneuerbar produziert. Natürlich ist ein Wachstum auf unserem bereits hohen Niveau schwieriger zu erreichen, trotzdem müssen wir alles daran setzen, den Anschluss an die rasante globale Entwicklung nicht zu verlieren.