Energie- und Umwelttechnik

Oct 14

Puls fühlen im Austausch

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Wie läuft es im Studium? Wie gestaltet sich die Kommunikation mit den Dozierenden? Wie hoch ist der Workload? Vergangenen Dienstag hat unter dem Label “Dialog!” ein Austausch zwischen Studiengangleitung und elf EUT-Studierenden stattgefunden.

Jedes Semester treffen sich die drei Mitglieder der Studiengangleitung und Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Jahrgänge zum Austausch über die Stimmung im Studiengang Energie- und Umwelttechnik. Moderiert werden die Runden durch den Dozenten Andreas Graber.

Was waren die Themen im Herbstsemester 2019? Anspruchsvoll sei das Studium, aber auch interessant und motivierend. Einige Studierende wünschen sich weniger Theorie. “Mega abhängig vom Dozenten oder der Dozentin” sei der Aufwand der einzelnen Module. Auch die Projektschiene war Thema des Austauschs. Wieviel Projektmanagement müssen Energie- und Umweltingenieure beherrschen? Wieviel thematischen Tiefgang braucht es? Die Diskussion wird in den kommenden Semestern fortgeführt.

Der stellvertretende Studiengangleiter Peter Stuber tauscht sich mit drei Studenten aus. Bild: AG.
Nach dem Workshop gibt es einen kleinen Imbiss. Anna Ineichen, Immanuel Stadermann und Ramon Hofer (v.l.n.r). Bild: AG.

Sep 28

Gestern Abend haben 27 Frauen und Männer ihr Bachelor-Diplom in Energie- und Umwelttechnik in Empfang genommen. Unter ihnen waren auch die ersten, die ihr Studium berufsbegleitend absolviert haben. Neben dem Studium arbeiteten die vier Männer zwischen 50 und 70 Prozent in einem technischen Beruf.

Rund 1200 Personen applaudierten den rund 370 Diplomandinnen und Diplomanden der Hochschule für Technik – Optometristinnen, Informatiker, aber auch System-, Maschinen-, Elektro- und Wirtschaftsingenieure.

Die 27 neu diplomierten Energie- und Umweltingenieure auf der Bühne im Haller-Gebäude in Windisch. Rund 1200 Personen applaudierten ihnen. Bild: Peter Stuber.
Die ersten «Berufsbegleitenden» haben abgeschlossen: Stellvertretende Studiengangleiterin Concetta Beneduce, Rolf Stucki, Michael Freiburghaus, Pascal Städeli und Studiengangleiter Christoph Gossweiler. Bild: Peter Stuber.
Jonas Högger freut sich mit Studiengangleiter Christoph Gossweiler über den Abschluss. Högger war der erste inoffizielle berufsbegleitende EUT-Student. Er begann seine Ausbildung 2014 und arbeitete währenddessen Teilzeit. Bild: Peter Stuber.
Sep 27

Wie können die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden? Diese Frage treibt Tausende von Wissenschaftlern um. An Konferenzen diskutieren sie, welche Massnahmen notwendig sind, um effektiven Klimaschutz zu betreiben. Ganz nah dran war die EUT-Studentin Aline von Jüchen. Sie half als Freiwillige an der «Achieving Net Zero»-Konferenz in Oxford mit. Für den EUT-Blog berichtet sie von Ihren Erfahrungen.

Die EUT-Studentin Aline von Jüchen half als Freiwillige bei einer Konferenz in Oxford. Bild: ZVG.
Der schottische Professor Phil Renforth referiert über Rückgewinnungsmethoden. Der grosse Teil der Konferenz fand im Music Room des Wadham College, Oxford, statt. Foto (c) John Cairns.

Knapp über 200 Teilnehmende zählte die diesjährige Konferenz mit dem Titel «Achieving Net Zero» vom 9. bis 11. September. Sie wurde durch das Environmental Change Institute der Universität Oxford organisiert. Der Grossteil der Teilnehmenden bestand aus Wissenschaftern und Wissenschaftlerinnen, aber auch einige Journalisten, Vertreter von NGO, nationale und internationale Politiker sowie Volunteers fanden sich unter den Teilnehmenden.

Neuste Forschung

Wie können die Lücke zwischen den im Pariser Abkommen 2015 festgesetzten Zielen und den bisher umgesetzten (oder geplanten) Massnahmen geschlossen werden? Diese Frage stand im Zentrum der Konfrenz. Dazu wurden verschiedene Sessions abgehalten, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in rund 10-minütigen Referaten den neuesten Stand ihrer Forschung zum betreffenden Thema erklärten. Dabei ging es nicht nur darum den Gap zu identifizieren, sondern auch Innovationen zur Emissionsreduktion und CO2-Rückgewinnungsmethoden vorzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema «Equity, ethics and inter-generational justice». Die Teilnehmenden waren sich einig, dass das Problem Klimawandel ganzheitlich betrachtet werden muss und viele bezeichneten die Gesellschaft, die Politik oder unser Wirtschaftssystem als eigentliches Problem dass es zu lösen gilt.

Austausch am Mittagstisch

Als Volunteer gilt man als «Gesicht» der Organisatoren. Zu den typischen Aufgaben gehören der Anmeldungsprozess der Teilnehmenden am Konferenztag, das Lösen von kleineren und grösseren Problemen der Teilnehmenden und die Unterstützung des Konferenzteams bei administrativen Aufgaben. Im Gegenzug kann man sich als Volunteer einige der Sessions anhören und den Wissenschaftlern Fragen stellen. Auch dazu gehört die für Oxford typische College-Kultur. So wurde das Mittag- und Abendessen in jeweils verschiedenen Colleges serviert. Besonders das Abendessen ist eine gute Gelegenheit mit Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen. Auch unter den Volunteers tauscht man sich viel aus und erhält viele neue Ideen. Alles in allem kann ich Studierenden sehr empfehlen, an solchen Konferenzen teilzunehmen, als Volunteer geht das ziemlich günstig.

Auch Poster-Sessions gehören zu einer Konferenz. Foto (c) John Cairns

Mehr Informationen zu den Sessions finden sich hier: http://www.netzero.org.uk/conference-programme

Sep 20

Güterzüge mit Batterie

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Entlang des Bodensees rollen die Züge noch immer mit Triebstoff. Aus zahlreichen Gründen wurde diese Strecke noch nicht elektrifiziert. Wie kann der Zugverkehr dort umweltfreundlich werden? Seit 2016 haben sich sich mehrere Projekt- und Abschlussarbeiten im Studiengang EUT mit dieser Frage beschäftigt. So auch im vergangenen Frühling.

Die Studenten präsentieren ihre Resultate zum batteriebetriebenen Güterverkehr in Sipplingen (D). Robin Vock, Manuel Stettler, David Spörri und Florian Iff (v.l.n.r.).

(KE) Letzte Woche haben die vier EUT Studenten Florian Iff, David Spörri, Robin Vock und Manuel Stettler ihre Projektergebnisse dem Sipplinger Gemeinderat vorgetragen. Im vollen Sitzungssaal zeigten sie, wie und ob die Güterzüge entlang der Bodenseelinie mit Batterien betrieben werden können.

Die Herausforderung: Da Güterzüge rund zehnmal so schwer wie Personenzüge sind, aber langsamer fahren, benötigen sie eine Batterie mit ca. 2500 kWh. Dies klingt sehr gross, jedoch wurden schon Autobatterien mit 1000 kWh angekündigt. Die Studierenden erhielten für ihren innovativen Vorschlag viel Lob vom Bürgermeister und einzelnen Gemeinderäten.

Frühere Blog-Posts zu den Studien zur Bodenseegrütelbahn:

Sep 13

Willkommen den Neuen!

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Diese Woche haben 44 Studentinnen und Studenten das Studium der Energie- und Umwelttechnik bei uns begonnen. In der Einführungswoche gab’s nützliche Informationen zum Studium, aber auch soziale Events wie die “Outdoor Cooking Class” vor dem Campusgebäude oder Exkursionen. Die Bilder geben einen kleinen Einblick.

Vorstellungsrunde am Dienstag: Wer ist wer? Warum ein EUT-Studium? Bild: YZ.
Ein Viertel des Studiums besteht aus Projekten. Grund genug, in früheren Arbeiten zu schnuppern und schon die erste Runde Teamwork zu machen. Bild: YZ.

Nach der Arbeit folgt die Arbeit – zuerst wird vorbereitet bei der “Cooking Class”. Dann aber folgt die Belohnung… Bild: YZ.
… und der Apéro wird serviert! Bild: YZ.
Donnerstag ist Exkursionstag: Zehn Erstsemestrige besichtigten die Energiezentrale Torfeld in Aarau. Der Tenor: “Die Führung durch Beni Gysi war super gut!” Bild: PS.
Exkursion zum Gundeldinger Feld in Basel. Die neuen EUT-Studierenden erfahren, wie das ehemalige Fabrikareal umgenutzt wurde – zum Beispiel zur Kletterhalle… Bild: BW.
… oder zur Brauerei von “Unser Bier”. Bild: BW.
Shrimps aus der Schweiz? Ja, das gibt’s! Ein Teil der Erstsemestrigen und weitere interessierte EUT-Studierende besuchten die “Swiss Shrimp” in Rheinfelden. Bild: JT/ZVG.
Mit den Shrimps auf Tuchfühlung: So sehen die Tiere aus! Bild: JT/ZVG.

Sep 06
In Mietwohnungen gib’s häufig keine Steckdose, um das Auto aufzuladen. Bild: digital bytes.

Der EUT-Absolvent Markus Bossert stellt in diesen Tagen an der “Bauen & Wohnen”-Messe in Zürich aus. Dort präsentiert er seine Powerbox – eine Entwicklung, die er mit seiner eigenen Firma megalog vertreibt. Mehr Informationen gibt’s im Interview mit “Digital Bytes” der Hochschule für Technik FHNW.

Im vergangenen Semester war Bossert zudem Auftraggeber in einem Studierendenprojekt des Studiengangs EUT. Hier gibt’s die Resultate auf einen Blick:

Aug 16

Die ganze Vielfalt

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Wie kann aus Klärschlamm Phosphor gewonnen werden? Wie betreibt man Wellness-Bäder energieeffizient? Oder: Wie soll sich eine Mittelschweizer Kleinstadt auf die Umsetzung der Energiestrategie 2050 vorbereiten? All dies sind Fragen, die an der Ausstellung der Bachelor-Thesen von Energie- und Umwelttechnik-Studierenden beantwortet wurden.

Insgesamt präsentierten rund 300 Studentinnen und Studenten der Hochschule für Technik FHNW im Rahmen der traditionellen Poster-Ausstellung ihre Forschungsarbeiten. Darunter waren 25 Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs EUT. Drei von ihnen geben Auskunft über ihre Projekte.

Esther Siegenthaler erläutert Ziel und Ergebnisse ihrer Untersuchung zur “Eventfabrik” – einem Veranstaltungsort, der bald klimaneutral betrieben werden soll.

Simon Strebel erzählt, wie er eine E-Tankstelle optimiert hat – rechnerisch und dann ganz konkret an einer realen Ladestation.

Rolf Stucki präsentiert Systeme, die der Plastikverschmutzung in den Weltmeeren entgegenwirken – je nach Standort und Verschmutzung sind unterschiedliche Systeme angebracht.

Jul 13

Wieviel Strom lässt sich an der Fachhochschule mit neuen Leuchtröhren sparen? Und: Wie sieht die Mobilität der Studierenden und Mitarbeitenden aus? Das sind zwei sehr unterschiedliche Fragestellungen. Beide aber beziehen sich auf den Standort Campus Brugg-Windisch. Und beide wurden im vergangenen Semester von EUT-Projektteams bearbeitet – für denselben Auftraggeber.

Adrian Dömer, Campusleiter, bearbeitet die Empfehlungen der Projektteams. Bild: RW.

Am Campus Brugg-Windisch ist Ruhe eingekehrt. Die Prüfungen sind vorbei, viele Mitarbeitende in den Ferien. Adrian Dömer, Campusleiter, findet nach einem hektischen Semester Zeit, die Resultate und Empfehlungen zweier Studien zu bearbeiten, die in seinem Auftrag im Rahmen von EUT-Studierendenprojekten entstanden sind. «Solche Projekte sind ein guter Weg, offene Fragen durch Aussenstehende betrachten und bearbeiten zu lassen. So wird man immer wieder auf blinde Flecken hingewiesen», sagt er.

Eine Pumpe für den Velokeller

Der Auslöser für das erste Projekt war eine Mail eines Carsharing-Anbieters. «Wir hatten keine Kapazität, die Sinnhaftigkeit neuer Mobilitätsangebote ganzheitlich zu prüfen», sagt Dömer. Also beauftragte er im Februar 2019 eine Studierendengruppe damit, das bestehende Mobilitätskonzept der FHNW für den Campus Brugg-Windisch zu aktualisieren. Dafür befragten die fünf Studierenden Mitarbeitende und Studierende zu ihrer Mobilität. Sie fanden heraus, dass für Carpooling (Fahrgemeinschaften) ein grosses Potenzial besteht. Unter den Empfehlungen des Berichts, der vor rund eine Monat fertiggestellt wurde, finden sich auch kleine, praktische Hinweise. Zum Beispiel fehlt im Velokeller eine Pumpe. «Auch solche kleinen Hinweise sind sehr nützlich», sagt Dömer.

Grosses Potenzial in LED-Röhren

Das zweite Projekt befasste sich mit einer bedeutend konkreteren Frage. In den sechs Gebäuden auf dem Campus sind insgesamt über 6600 Leuchtstofflampen verschiedenen Typs installiert. Rund 1 Gigawattstunde Strom wird jährlich für die Beleuchtung bezogen, das ist etwa ein Sechstel des gesamten Stromverbrauchs im Campus. Bereits im Frühling 2018 hat ein Studierendenteam die Option geprüft, die installierten Leuchtmittel durch effizientere LED-Röhren zu ersetzen. Ihr Fazit: mit kleineren Umbauten sei dies technisch möglich und ökonomisch wie ökologisch sinnvoll. Denn durch die Umrüstung wird die Hälfte des Stroms gespart.

Dömer wollte den Umbau ab Mitte 2018 in Angriff nehmen. Doch: «Kurz nach Projektende meldete sich ein Hersteller für halbautonome LED-Röhren, also Leuchtmittel mit Bewegungsmelder.» Ob damit eine weitere Optimierung möglich ist? Das prüfte ein weiteres Studierendenteam im letzten Semester. Ihre Empfehlung: Ja, Umrüsten auf LED-Röhren ist in allen Gebäuden sinnvoll. Die halbautonomen Leuchtmittel sind dort zu installieren, wo wenige Menschen verkehren, etwa in Kellerräumen. Gegenwärtig wird ein Budget erstellt. Die Umrüstung soll 2020 starten.

Die Resultate auf einen Blick: Was sind die Anforderungen an die Mobilität?
Die Resultate der Untersuchung zur Beleuchtung der Campus-Beleuchtung sind auf diesem Poster zu sehen. LED-Röhren lohnen sich in jedem Fall.

(

Jun 07
Das Projektteam mit Fachcoach und Auftraggeberschaft, v.l.n.r. Maurice Jutz, Philipp Uhlamnn, Joel Godat, Marie-Josée Mona, Gabriel Schöpfer, Marina Zimmermann, Markus Amsler

Wer im unteren Fricktal wohnt, kann seit Oktober 2016 alle zwei Wochen seinen Kunststoffsammelsack vor die Haustür stellen. Ausser PET-Flaschen, Käse- und Fleischverpackungen darf aller Plastik in den gelben Sack geworfen werden. Gleich zwei EUT-Studierendenteams haben den Recyclingprozess im vergangenen Jahr untersucht.

Lohnt sich Kunststoff-Recycling energetisch? Welchen Weg nimmt der Sack, nachdem er vor der Tür eingesammelt worden ist? Welche Stoffe werden rezykliert und welche verbrannt? Diese und weitere Fragen des Gemeindeverbands Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF) haben verschiedene Studien an der FHNW bereits bearbeitet. Vergangenen Februar konnte Thomas Heim, emeritierter Professor für Ressourceneffizienz, die erste Frage mit «Ja» beantworten.

Es lohnt sich auf jeden Fall, Plastik zu recyceln. Je besser zudem der Reinheitsgrad des Sammelgutes – einheitliche Kunststoffarten und wenig Verunreinigung – desto einfacher die Sortierung und der Grad der Wiederverwertung. Als zweitbeste Lösung, so Heim, gilt die thermische Verwertung in der KVA oder im Zementwerk. Das Kunststoffrecycling des GAF wurde fortgesetzt; im unteren Fricktal werden in 16 Gemeinden also weiterhin gelbe Säcke gesammelt.

Grosser Markt fürs Recycling

In die Evaluation des «GAF»-Projekts involviert waren auch zwei Studierendenprojekte im Studiengang Energie- und Umwelttechnik (EUT). Im vergangenen Sommer hat ein Team die Stoffflüsse analysiert, eine Energiebilanz erstellt und zudem die Bevölkerung nach ihrer Meinung zur Kunststoffsammlung befragt. Das Fazit damals: Die Bevölkerung begrüsst den gelben «Plastiksack».

Im Frühlingssemester 2019 nun hat ein vierköpfiges Team den Weg des Kunststoff-Sammelsacks aufgezeichnet. «Der Recycling-Markt ist komplex», sagte die Projektleiterin Marie-Josée Mona anlässlich der heutigen Abschlusspräsentation in Anwesenheit der Auftraggeberschaft (GAF), Markus Amsler und Marina Zimmermann.

Aus Alt mach Neu

Rund 50 bis 60 Prozent des gesammelten Kunststoffs lassen sich wiederverwerten, hat das Team herausgefunden. Nach der Sortierung des Sammelsacks werden die verwertbaren Teile gemahlen und regranuliert. Anschliessend werden die Granulate an Firmen verkauft, die daraus Produkte wie Rohre, Büroablagen, Kisten oder Autozubehör erstellen. Das Team um Mona kam ebenfalls zum Schluss, dass die momentan gewählten Anbieter die ideale Kombination ausmachen.

Der Weg des Kunststoffes vom Sack zum neuen Produkt: Poster zum Projekt im Frühlingssemester 2019.

May 23

Wer einem hochverglasten Gebäude wohnt oder arbeitet, weiss: Die Haussteuerungen sind so intelligent wie die Leute, die sie programmiert haben. Im Fach «Thermische Gebäudesimulation» (thge) lernen EUT-Studierende das Zusammenspiel von Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Nutzung. Ziel ist es immer, den Komfort der Nutzer sicherzustellen und dabei den Energiebedarf nicht aus den Augen zu verlieren.

Dozentin Monika Hall erklärt, worum es im Modul «thge» geht.

Wann gehen die Storen hoch, wann runter? Wo montiere ich die Storen? Wann und wie lange muss das Klimagerät kühlen? All dies sind Fragen, mit denen sich Gebäude-Spezialistinnen und -Spezialisten auskennen – und es sind Fragen, die beispielsweise in «thge» behandelt werden. Im Rahmen des Fachvertiefungsmoduls im sechsten Semester lernen Studierende, wie sie Modelle komplexer Gebäude erstellen können, die ganz unterschiedliche Daten dynamisch berücksichtigen.

Kritische Prüfung ist zentral

«Eine Simulation gibt immer ein Resultat», sagt Dozentin Monika Hall. Die Kunst dabei ist es, das Resultat kritisch zu prüfen. Dafür sei es wichtig, über solides Grundwissen in Bauphysik zu verfügen. Die Dokumentation des Modells, der Simulation und der Resultate ist ihr ein besonderes Anliegen. Denn Simulationsergebnisse dienen oft als Entscheidungsgrundlage. Mit einer guten Dokumentation kann schliesslich im Laufe der Planung das Modell verfeinert werden.

Verbindung von Praxis und Theorie

Ab der ersten Semesterwoche führen die Studierenden anhand konkreter Fallbeispiele Gebäudesimulationen durch. Dafür wird die Software IDA-ICE verwendet. «Sobald die Studierenden das Programm verstanden haben, macht es ihnen Spass», sagt Hall. Wird nur ein Parameter im Modell geändert, ist im Ergebnis sofort dessen Einfluss sichtbar; zum Beispiel auf die Raumtemperatur, auf die CO2-Konzentration oder auf den Heizenergiebedarf. Mit jeder Simulation sammle man Erfahrung und übe nach und nach die Fähigkeit, konkrete Optimierungen am Gebäude vorzuschlagen, sagt Hall.